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Union Berlin: Urs Fischer verspricht Aufklärung im Rassismus-Eklat um Amiri


Deutliches Statement von Union – Trainer will aufklären

Von sid, MEM

16.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Union Berlins Trainer Urs Fischer im Gespräch mit Spieler Florian Hübner: Der Berliner Coach verspricht Aufklärung im Rassismus-Eklat um Leverkusens Nadiem Amiri.Vergrößern des BildesUnion Berlins Trainer Urs Fischer im Gespräch mit Spieler Florian Hübner: Der Berliner Coach verspricht Aufklärung im Rassismus-Eklat um Leverkusens Nadiem Amiri. (Quelle: Matthias Koch/imago-images-bilder)
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Union Berlin hat Leverkusen kurz vor Schluss geschockt und das Bundesligaspiel gewonnen. Dabei soll Bayers Nationalspieler Nadiem Amiri rassistisch beleidigt worden sein. Union-Coach Fischer verspricht, das zu klären.

Trainer Urs Fischer von Union Berlin hat nach der Aufregung um mögliche rassistische Beleidigungen zum Ende des Bundesliga-Spiels gegen Bayer Leverkusen (1:0) am Freitagabend Aufklärung versprochen. "Ich werde das ansprechen. Wir werden versuchen, das zu klären", sagte Fischer und fügte an: "Wenn das der Fall sein sollte, entschuldige ich mich dafür."

Auch Union Berlins Sprecher Christian Arbeit fand deutliche Worte. Nach Spielschluss und vielleicht auch schon in der Endphase des Spiels seien "viele unschöne Worte auf dem Platz gefallen, die da absolut nichts zu suchen haben", sagte Arbeit und machte die Position des Vereins klar: "Rassismus hat auf dem Fußballplatz und auch sonst in der Gesellschaft nichts zu suchen."

Tah warf Union Rassismus vor

Leverkusens Nationalspieler Jonathan Tah hatte Union zuvor Rassismus vorgeworfen. "Nadiem Amiris Herkunft wurde beleidigt. Das gehört hier nicht auf den Platz. Das ist das Traurigste am gesamten Abend", hatte der Innenverteidiger bei DAZN gesagt.

Während einer Diskussion unmittelbar nach dem Schlusspfiff sei von Unioner Seite gegenüber dem deutschen Nationalspieler Amiri "der Begriff Scheiß-Afghane" gefallen, sagte Tah: "Ich hoffe, dass das Konsequenzen hat. Das geht natürlich nicht."

Amiris Bruder Nauwid, der als Spielerberater arbeitet, beschuldigte Unions Florian Hübner in seiner Story auf "Instagram". Hübner hat sich bislang nicht dazu geäußert.

"So etwas darf nie passieren"

Auch Leverkusens Trainer Peter Bosz bezog klar Stellung. "So etwas darf auf einem Fußballplatz nie, nie passieren", sagte Bosz, der den Grund für die Aufregung zunächst nicht mitbekommen hatte, sich dann aber später noch mit Amiri unterhielt.

Amiris Mitspieler Kerem Demirbay wollte sich zu den verbalen Attacken auf dem Platz direkt nicht äußern. "Was auf dem Platz ist, bleibt auf dem Platz", sagte der Mittelfeldspieler. Bosz fand die Reaktion von Demirbay ok. "Das ist natürlich seine persönliche Entscheidung."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur sid
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