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Bundesliga: Schalke 04 holt dank Torwartpatzer den zweiten Saisonsieg

Spiel gegen Augsburg  

Schalke holt dank Torwartpatzer den zweiten Saisonsieg

11.04.2021, 17:32 Uhr | t-online, ak, sid

Bundesliga: Schalke 04 holt dank Torwartpatzer den zweiten Saisonsieg. Schalker Torschütze: Suat Serdar (M.) versucht an zwei Augsburgern vorbeizukommen. (Quelle: imago images)

Schalker Torschütze: Suat Serdar (M.) versucht an zwei Augsburgern vorbeizukommen. (Quelle: imago images)

Schalke 04 feiert den zweiten Erfolg in der aktuellen Saison – und hat nach fünf Heimspielen wieder einmal getroffen. Der Tabellenletzte setzte sich gegen Augsburg durch. Entscheidend war dabei ein Torwartfehler.

Mit dem ersten Erfolg seit 92 Tagen hat Krisenklub Schalke 04 ein Lebenszeichen von sich gegeben – allerdings zu spät im aussichtslosen Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt. Auch nach dem 1:0 (1:0) gegen den FC Augsburg ist der Abstand des Tabellenletzten zum rettenden Ufer zu groß. Bereits am 20. April in Bielefeld könnte der vierte Abstieg des Traditionsvereins feststehen.

Geburtstagskind Suat Serdar erzielte schon in der vierten Minute das Tor zum ersten Sieg seit dem 9. Januar (4:0 gegen die TSG Hoffenheim). Es war erst der zweite Dreier in den letzten 44 (!) Bundesligaspielen. Damit verhinderten die Gelsenkirchener immerhin ein peinliches Novum: Sie steigen nicht als erstes Team der Ligahistorie mit nur einem Saisonsieg ab.

S04-Coach setzt auf Perspektivspieler

Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis war nach dem Spiel hochzufrieden. "Das war ein sehr schönes Gefühl", sagte der gebürtige Wuppertaler über seinen ersten Sieg mit S04 und fügte hinzu: "Ich freue mich sehr für die Spieler. Sie haben wirklich versucht, im Training einen Schritt nach vorne zu machen und sind dafür heute ein Stück belohnt worden. Und natürlich wollten wir unseren Fans auch einen schönen Sonntagabend bereiten."

Dafür setzte Grammozis vorwiegend auf Spieler, die Schalke in die zweite Liga begleiten werden. Acht Akteure in der Startelf könnten auch im nächsten Jahr für die Königsblauen spielen, darunter vier, die erst im Laufe dieser Saison ins Profiteam befördert worden waren. Neben Rio-Weltmeister Shkodran Mustafi, der vor einer Woche wegen schwacher Trainingsleistungen im Kader gefehlt hatte, saß auch Rückkehrer Sead Kolasinac zunächst nur auf der Bank.

Der künftige Zweitligist jubelte so früh wie schon lange nicht mehr. Nach einer Hereingabe von Can Bozdogan patzte FCA-Keeper Rafal Gikiewicz, der Ball landete vor Serdars Füßen, der das Geschenk zu seinem 24. Geburtstag dankend annahm. 

FCA-Torwart Rafal Gikiewicz (u.) unterlief gegen Schalke ein folgenschwerer Patzer. (Quelle: imago images/Poolfoto)FCA-Torwart Rafal Gikiewicz (u.) unterlief gegen Schalke ein folgenschwerer Patzer. (Quelle: Poolfoto/imago images)

FCA-Torwart nimmt Niederlage auf seine Kappe

Gikiewicz übernahm nach dem Spiel die volle Verantwortung für den Gegentreffer. "Ein klarer Fehler, ein Fangfehler. Der einfachste Ball ist der schwierigste", erklärte der Pole bei Sky und fügte geknickt hinzu: "Nach meinem Fehler ist unser Plan kaputt. Ich nehme das auf meine Kappe."

Es war das erste Schalker Bundesliga-Tor in der ersten Viertelstunde seit dem 20. Januar 2019, als der jetzige Augsburger Daniel Caligiuri beim 2:1 gegen den VfL Wolfsburg in der achten Minute einen Foulelfmeter verwandelt hatte.

Richters Torchancen

Die Augsburger, die schon beim 2:2 im Hinspiel erst in der Nachspielzeit eine Niederlage verhindert hatten, taten sich gegen die tief stehenden Schalker nach dem Rückstand schwer. Erst nach einem Ausrutscher von Malick Thiaw kamen sie durch Marco Richter zur ersten Torchance (24.).

Der Tabellenletzte führte zur Pause verdient, hatte mehr Ballbesitz, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und verbuchte ein leichtes Chancenplus. Nach dem Seitenwechsel agierten die Gäste durchschlagskräftiger: Zunächst scheiterte Ruben Vargas an Ralf Fährmann (55.), auch Richter fand bei einem spektakulären Seitfallzieher in dem Schalke-Torwart seinen Meister (76.). Auf der Gegenseite verpasste Huntelaar mit einem starken Freistoßt das 2:0 (81).

"Es war in den letzten Minuten auch eine Abwehrschlacht", kommentierte Grammozis die Schlussphase und sprach in diesem Zusammenhang von "der brutalen Leidenschaft" seines Teams, dank der der Sieg letztendlich gesichert worden sei.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Beobachtung
  • Nachrichtenagentur sid
  • Interview mit Rafal Gikiewicz bei Sky
  • Interview mit Dimitrios Grammozis bei Sky
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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