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Jürgen Klopp und Jochen Breyer: Der Fußball braucht solche Typen

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Emotional und deshalb authentisch  

Die Fußball-Szene braucht Typen wie Klopp und Breyer

04.04.2014, 12:00 Uhr | jru, t-online.de

Jürgen Klopp und Jochen Breyer: Der Fußball braucht solche Typen. Jochen Breyer schaut zu, wie Jürgen Klopp das Mikro hinwirft und geht. (Screen ZDF) (Quelle: t-online.de)

Jochen Breyer schaut zu, wie Jürgen Klopp das Mikro hinwirft und geht. (Screen ZDF) (Quelle: t-online.de)

Ein Kommentar von Jörg Runde

Für Jürgen Klopp ist der Zwist beigelegt. "Alles gut", sagte der BVB-Trainer nach einem Telefonat mit Jochen Breyer, in dem sich der ZDF-Moderator für die "dämliche Frage" nach dem 0:3 der Dortmunder in Madrid entschuldigte.

Im TV-Studio des Estadio Bernabeu hatten die beiden für einen jener Momente gesorgt, von denen Fans hierzulande gerne mehr sehen würden. Typen wie Klopp und Breyer tun der Fußballszene richtig gut. Zwischen Marketing-Strategien und vereinsinternen Sprachregelungen ist immer seltener Platz für echte Emotionen und Leidenschaft.

Profis in der Falle

Interviews sind in der Regel von Plattitüden, Floskeln und vorgefertigten Antworten geprägt. Vor allem die Spieler müssen sich an vereinsinterne Sprachregelungen halten, können selten einmal sagen, was sie wirklich denken.

"Es ist schwer, authentisch zu bleiben. Viele Profis sind mittlerweile fremdgesteuert", sagte Mats Hummels vor wenigen Tagen in einem Interview mit "Spox". Klar ist: Immer wichtiger sind die Interessen der Klubs, der Sponsoren und auch der Berater, die allesamt einen Imageschaden des Spielers und damit auch ihres eigenen Produkts fürchten, wie der Abwehrspieler einen Beinschuss.

Hummels ohne Rücksicht auf Verluste

Typen wie Hummels, die ihre eigene Meinung ohne Rücksicht auf eventuelle Verluste äußern, bleiben die Ausnahme. Sie können aber durchaus als Vorbild dienen. Hummels zum Beispiel nahm sogar eine Verschlechterung seiner WM-Chancen in Kauf, als er im Bezug auf die Nationalmannschaft einmal sagte, beim DFB sei Kritik nicht so gern gesehen. Im von Freundschaftsbändchen und Image-Kampagnen geprägten Verband kamen die offenen und klaren Worte natürlich gar nicht gut an.

UMFRAGE
Finden Sie, dass ZDF-Moderator Jochen Breyer einen guten Job macht?

Dass Stromlinienförmigkeit, übertriebenes Harmoniebedürfnis und die Vermeidung von Auseinandersetzungen für Fußballteams kontraproduktiv sein können, hat die Vergangenheit oft genug gezeigt. Erfolgreiche Mannschaften (deutsche Weltmeisterteams, Europapokalsieger) waren und sind stets geprägt von leidenschaftlichen Typen und energiefreisetzenden Konflikten.

Bitte nicht ändern

Mats Hummels ist ein Vertreter dieser Spielerkategorie. Jürgen Klopp verkörpert diesen Typus als Trainer. Es ist zu hoffen, dass beide genau so emotional und authentisch bleiben, wie sie sind.

Das gilt übrigens auch für Jochen Breyer. Eine "dämliche Frage" kann das Bild, dass der Moderator seit Monaten abgibt, nicht trüben. Breyer ist anders als viele Kollegen, er kommt nicht über ein Dauergrinsen oder übertriebene Freundlichkeit. Seine Fragen sind kurz, knackig, kompetent und kritisch. Und auch vor großen Namen schreckt der 31-Jährige nicht zurück. Das bekam zuletzt im "Sportstudio" auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zu spüren. Und am Mittwoch eben auch Jürgen Klopp. Alles gut und weiter so, kann man da nur sagen.

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