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Niederlage gegen Schalke 04: Ausraster von Freiburg-Trainer Streich

Wie einst Jürgen Klopp  

Streich rastet bei Freiburg-Pleite auf Schalke total aus

01.04.2018, 10:18 Uhr | t-online.de, sid

Niederlage gegen Schalke 04: Ausraster von Freiburg-Trainer Streich. Richtig sauer: Freiburg-Coach Christian Steich (vo.) ging während der Partie in der Schalker Arena Schiedsrichter Tobias Stieler an. (Quelle: imago images/DeFodi)

Richtig sauer: Freiburg-Coach Christian Steich (vo.) ging während der Partie in der Schalker Arena Schiedsrichter Tobias Stieler an. (Quelle: DeFodi/imago images)

Während der Niederlage bei Schalke 04 hat Freiburg-Trainer Christian Streich völlig die Fassung verloren. Die Konsequenz: Ein Platzverweis – nicht der einzige des Spiels.

Der SC Freiburg steckt nach einem 0:2 (0:0) beim FC Schalke 04 weiter im Abstiegskampf. Den Grundstein zum Schalker Erfolg legte Daniel Caligiuri mit einem Foulelfmeter (63.), der Ex-Freiburger traf damit wie schon im Hinspiel (1:0). Guido Burgstaller erhöhte mit seinem neunten Saisontor auf 2:0 (73.).

Rot für Petersen

Manuel Gulde hatte den Schalker Breel Embolo vor dem ersten Tor im Strafraum von den Beinen geholt, Caligiuri verwandelte den fälligen Strafstoß souverän. Es war sein fünfter Saisontreffer. Danach kochten im bis dahin ereignislosen Spiel die Emotionen hoch. Freiburgs Kapitän Nils Petersen sah innerhalb von drei Minuten zweimal die Gelbe Karte (63. und 66.) – zweimal wegen Meckerns.

Daraufhin verlor auch Trainer Christian Streich völlig die Fassung und stürmte auf Schiedsrichter Tobias Stieler zu. Der SC-Coach redete mit wütender Fratze auf diesen ein. Die Szene erinnerte an Jürgen Klopps denkwürdigen Ausraster als BVB-Trainer während der Partie beim SSC Neapel im Jahr 2013, als dieser den vierten Offiziellen mit einer Schimpftirade eindeckte, bei der ihm die Gesichtszüge zwischenzeitlich komplett entglitten. Wie Klopp einstmals half auch Streichs Wutausbuch nicht, sondern brachte ihm den Verweis auf die Tribüne ein.

Später forderte er die Rücknahme von Petersens Gelb-Roter Karte. Der Grund: Petersen soll nicht mitbekommen haben, dass er eine Gelbe Karte sah, weil Schiedsrichter Stieler sie ihm nicht deutlich erkennbar gezeigt habe. "Alles andere als eine Rücknahme wäre ja absurd. Das geht ja nicht", sagte Streich: "Wenn ein Schiedsrichter eine Gelbe Karte gibt und der Spieler kann sie nicht sehen und nicht wahrnehmen, dann hat er ja keine Gelbe Karte gekriegt. Wie soll er dann denken, er hätte eine. Die zweite war also die erste." Streich war sicher, dass Petersen die Erteilung der Gelben Karte nicht mitbekommen hat: "Selbstverständlich nicht. Er hat ja hinten keine Augen. Das kann jeder im Fernsehen sehen. Das ist unglaublich."

Starker Pass von Schalkes Bentaleb

Dem zweiten Tor der Schalker ging anschließend ein genialer Pass von Nabil Bentaleb voraus. Der Algerier hatte sich zuvor allerdings mehrere Fehler in der eigenen Hälfte erlaubt und damit unter anderem einen Pfostenschuss von Vincent Sierro ermöglicht (61.).

In der Schaltzentrale im zentralen Mittelfeld enttäuschte bei den Gastgebern vor allem Nationalspieler Leon Goretzka, an dem das Spiel weitgehend vorbeilief. Die Gäste konzentrierten sich auf die Defensive, Schalke-Keeper Ralf Fährmann hielt sich mit Gymnastik warm. Erst nach der Pause drehte Schalke auf.

Bei Schalke saß U21-Europameister Max Meyer nur auf der Bank. Der Mittelfeldspieler steht nach neun Jahren im Klub vor dem Abschied. Nachdem der 22-Jährige bereits zwei Angebote zur Vertragsverlängerung abgelehnt hatte, erklärte Sportvorstand Christian Heidel vor dem Spiel, dass er mit dem ablösefreien Weggang rechnet. 

Verwendete Quellen:


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