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Dreimal Weltrekord - Koch gl├╝ckt Tokio-"Generalprobe"

Von dpa
Aktualisiert am 26.07.2019Lesedauer: 3 Min.
Caeleb Dressel stellte ├╝ber 100 Meter Schmetterling einen neuen Weltrekord auf.
Caeleb Dressel stellte ├╝ber 100 Meter Schmetterling einen neuen Weltrekord auf. (Quelle: Bernd Thissen./dpa)
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Gwangju (dpa) - Ex-Weltmeister Marco Koch atmete tief durch und l├Ąchelte zufrieden. Die von ihm zur "Generalprobe" f├╝r Olympia erkl├Ąrte WM ist dem erfolgreichsten deutschen Schwimmer der vergangenen Jahre gegl├╝ckt.

Am Tag dreier Weltrekorde blieb der 29-J├Ąhrige nur 13 Hundertstelsekunden ├╝ber seiner eigenen deutschen Bestmarke, aber der Tokio-Trend stimmt. Vor dem starken Koch-Auftritt l├Ąuteten Silbergewinnerin Sarah K├Âhler und Marius Kusch mit Final-Pl├Ątzen sowie die K├Ânigsstaffel der M├Ąnner mit dem Olympia-Ticket die letzten Titelkampf-Tage aus deutscher Sicht erfreulich ein. Zum Abschluss steht auch Freiwasser-Weltmeister Florian Wellbrock wieder im Fokus, wenn auch Papa und Mama in Gwangju mitfiebern.

K├Âhler ├╝ber 800 Meter Freistil und Kusch ├╝ber 100 Meter Schmetterling schraubten die Zahl der deutschen Endlaufteilnahmen auf zehn hoch. Vor zwei Jahren in Budapest hatte es wie bislang in Korea einmal Silber, aber nur f├╝nf Finalpl├Ątze gegeben. Gemessen daran schneidet der DSV also schonmal besser ab. Doch den Schwung seiner mit f├╝nf Medaillen so erfolgreichen Freiwasser-Asse konnte die Nationalmannschaft von Teamchef Bernd Berkhahn nicht wie erhofft mitnehmen. Immerhin sicherten f├╝nf Staffeln f├╝nf Olympia-Startpl├Ątze.

Nachdem Lagenschwimmer Philip Heintz und Schmetterling-Expertin Franziska Hentke auf Rang vier nicht viel zu WM-Edelmetall fehlte, war Kochs R├╝ckstand trotz guter 2:07,60 ├╝ber 200 Meter Brust etwas gr├Â├čer. "Es war die schnellste Zeit seit Ewigkeiten. Wir sind auf dem richtigen Weg", sagte der Mann, der die deutschen Beckenschwimmer 2013 vor einer Medaillen-Nullnummer bewahrte und 2015 mit dem WM-Titel die Bilanz rettete.

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Nach der Olympia-Entt├Ąuschung von 2016, als Koch im Finale Siebter wurde, hat er auf dem Weg nach Tokio neue Impulse gesetzt. Dass er seine beste Zeit seit 2014 und seine zweitbeste ├╝berhaupt hinlegte, macht ihm Hoffnung. "Wir werden unseren Stiefel weiterfahren. Man sieht, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben, super geklappt hat bis jetzt", sagte Koch. Den Formanstieg schreibt er auch einer pikanten Personalie zu.

Koch trainiert in Frankfurt unter Shila Sheth. Und das nach Pl├Ąnen des fr├╝heren Chefbundestrainers Henning Lambertz, der auch wegen Differenzen mit dem Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen zur├╝ckgetreten war. "Der Wechsel zu Henning hat mir echt gut getan", berichtete Koch und war auch ohne seine dritte WM-Medaille zufrieden.

Zwei WM-Edelmetallplaketten liegen schon bei K├Âhler "auf dem Nachtschrank". Abschalten und Genussmodus kommen f├╝r die 25-J├Ąhrige aber keineswegs infrage. "Fighten bis zum Geht-Nicht-Mehr" lautet ihre Devise f├╝r das Finale ├╝ber 800 Meter am Samstag (ab 13.00 Uhr/MESZ). Vor Silber ├╝ber 1500 Meter hatte sie schon Gold mit der Freiwasser-Staffel gewonnen.

Auch ohne realistische Medaillenchance hat Kusch "richtig Bock" auf den Endlauf ├╝ber 100 Meter Schmetterling. Auf dem Weg dahin blieb der Amerikaner Caeleb Dressel in 49,50 Sekunden 0,32 Sekunden unter der zehn Jahre alten Bestmarke von Michael Phelps. Ebenfalls im Halbfinale schlug die 17-j├Ąhrige Amerikanerin Regan Smith ├╝ber 200 Meter R├╝cken in 2:03,35 Minuten in Weltrekordzeit an. Gold im Koch-Rennen holte sich der Russe Anton Schupkow in der schnellsten je geschwommenen Zeit von 2:06,12.

Wertvoll dekoriert war auch Zehn-Kilometer-Weltmeister Wellbrock ins Becken gesprungen, doch das Vorlauf-Aus ├╝ber 800 Meter Freistil d├Ąmpfte die Stimmung. Zumindest am Tag vor dem 1500-Meter-Auftritt sei sein 21 Jahre alter Sohn aber "positiv gestimmt" gewesen, sagte Vater Bernd und traute dem Spr├Âssling einen Podestplatz zu.

Die Medaillenr├Ąnge waren f├╝r die Freistil-Staffel ├╝ber 4 x 200 Meter erwartungsgem├Ą├č weit entfernt. Poul Zellmann, Rafael Miroslaw, Jacob Heidtmann und Damian Wierling belegten nach 7:07,65 Minuten beim Sieg der Australier Rang acht. Nach dem erf├╝llten "Mindestziel", so Heidtmann, war als "Belohnung" nicht mehr drin.

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