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NFL-Superstar Brady raus aus den Playoffs: War's das, Tom?

Von dpa
Aktualisiert am 24.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Tom Brady, Quarterback der Tampa Bay Buccaneers, wird von End Aaron Donald von den Los Angeles Rams zu Fall gebracht.
Tom Brady, Quarterback der Tampa Bay Buccaneers, wird von End Aaron Donald von den Los Angeles Rams zu Fall gebracht. (Quelle: Mark Lomoglio/AP/dpa./dpa)
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Tampa (dpa) - Tom Bradys Traum vom achten Super-Bowl-Ring ist geplatzt - und das auf eine Art, wie er in seinen mehr als 20 Jahren in der NFL oft die TrĂ€ume der Gegner zerstört hat: Durch einen letzten Angriff, nach dem keine Zeit mehr bleibt fĂŒr eine Reaktion.

Am Ende hieß es 27:30 aus Sicht der Tampa Bay Buccaneers, die Los Angeles Rams erzielten in einer am Ende hochspannenden Partie doch noch das siegbringende Field Goal. Damit beendeten sie sicher die Saison des Titelverteidigers. Und womöglich auch die NFL-Karriere von Tom Brady, dem erfolgreichsten Football-Spieler der Geschichte.

"Ehrlich gesagt, Leute, denke ich an dieses Spiel. Ich denke an nichts, das fĂŒnf Minuten weg ist von diesem Moment", sagte Brady bei der Pressekonferenz nach der bitteren Niederlage vor den eigenen Fans und meinte zu seiner Zukunft: "Ich habe da noch nicht viele Gedanken drauf verwendet, nehme es Tag fĂŒr Tag."

Doch Aussagen aus der jĂŒngeren Vergangenheit und die Perspektive fĂŒr den Kader der Buccaneers rĂŒcken einen Abschied der Football-Legende trotz eines noch ein Jahr laufenden Vertrags absolut in den Bereich des Möglichen. Es ist weder klar, ob die Mannschaft auch in der kommenden Saison genug ihrer starken Spieler zur VerfĂŒgung hat, um erneut zu den Titelkandidaten zu zĂ€hlen, noch, ob Brady mit dann 45 Jahren nicht auch einfach genug hat und mehr Zeit mit der Familie will.

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Sieht Brady noch eine Titel-Chance?

Im Dezember antwortete Brady auf die Frage, wann er wisse, dass die Zeit fĂŒr den RĂŒcktritt gekommen sei: "Ich denke, ich muss einfach nach jedem Jahr schauen, wie die Situation aussieht fĂŒr mich, persönlich und professionell." Er könne sich nicht vorstellen, Football jemals nicht zu lieben. Und er traue sich auch zu, ein weiteres Jahr zu spielen - er hatte in der Hauptrunde die Bestwerte bei Touchdowns, erfolgreichen PĂ€ssen, Passversuchen und geworfenen Yards. Aber es gehe eben auch darum, was es sonst noch gebe im Leben. "Meine Kinder werden nicht jĂŒnger und ich möchte sicherstellen, dass sie auch bekommen, was sie brauchen."

Ähnlich wie Aaron Rodgers bei den Green Bay Packers, bei dem die Zukunft ebenfalls unklar ist, wird Brady nur weiterspielen, wenn es eine realistische Chance auf seinen achten Super-Bowl-Ring gibt. Nach dem Titelgewinn in der vergangenen Saison konnten die Buccaneers die 22 wichtigsten Spieler alle halten, eine absolute Seltenheit angesichts der Gehaltsobergrenze in der NFL. Ob in der kommenden Saison auch nur annĂ€hernd so viele LeistungstrĂ€ger wieder im Kader stehen, wird bei Bradys Entscheidung eine große Rolle spielen.

Quarterbacks spielen groß auf

Wie stark die Konkurrenz auf dem Weg zum Titel ist, zeigte insbesondere das irre Duell der Kansas City Chiefs mit den Buffalo Bills. Chiefs-Quarterback Patrick Mahomes und Bills-Spielmacher Josh Allen spielten nahezu perfekt, mit dem besseren Ende fĂŒr die Chiefs und einem 42:36-Sieg nach VerlĂ€ngerung. Beide sind noch jung und haben ihre besten Jahre wohl noch vor sich. Auch Joe Burrow von den Cinncinati Bengals, am kommenden Sonntag Gegner der Chiefs im Finale der AFC, ist erst Mitte 20. Die Rams bekommen es mit den San Francisco 49ers zu tun, bei denen Jimmy Garoppolo Quarterback spielt und der einst bei den New England Patriots nicht an Brady vorbei kam.

Dass es der Ă€lteste Spieler der Liga aber noch immer drauf hat, zeigte er wĂ€hrend der Saison und in diesen letzten Minuten am Sonntag, als den meisten Fans der Rams wohl das Herz in die Hose rutschte. 24 Punkte Vorsprung hatte Los Angeles im dritten Viertel - und dann 42 Sekunden vor Schluss plötzlich gar keinen mehr. Die Sensation war greifbar, so wie es sie zuletzt im Super Bowl vor fĂŒnf Jahren gab. Damals holten die von Brady angefĂŒhrten Patriots einen 25-Punkte-RĂŒckstand auf und gewannen die Meisterschaft. Das bleibt Brady in diesem Jahr verwehrt. Vielleicht sogar fĂŒr immer.

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