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Streit um Hormonwerte: Olympiasiegerin Semenya weicht auf 3000-Meter-Distanz aus


Streit um Hormonwerte  

Olympiasiegerin Semenya weicht auf 3000-Meter-Distanz aus

21.05.2019, 12:01 Uhr | dpa

Streit um Hormonwerte: Olympiasiegerin Semenya weicht auf 3000-Meter-Distanz aus. Startet künftig auf der 3000-Meter-Distanz: Caster Semenya.

Startet künftig auf der 3000-Meter-Distanz: Caster Semenya. Foto: Nikku/XinHua. (Quelle: dpa)

Johannesburg (dpa) - Südafrikas Olympiasiegerin Caster Semenya weicht im Streit um ihre Hormonwerte auf die 3000-Meter-Strecke aus.

Die 28-Jährige tritt nach Angaben des Veranstalters am 30. Juni beim Diamond-League-Meeting in Stanford/USA über diese Distanz an. Dabei trifft Semenya auch auf das deutsche Toptalent Konstanze Klosterhalfen aus Leverkusen, die seit vergangenem Jahr in Oregon trainiert. Nach dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS vom 1. Mai hatte die Läuferin angekündigt, sich nicht wie vom Leichtathletik-Weltverband verlangt, einer Hormontherapie zu unterziehen.

Die IAAF verpflichtet Läufer mit intersexuellen Anlagen, einen Testosterongehalt von fünf Nanomol pro Liter Blut nicht zu überschreiten. Damit soll ein Wettbewerbsvorteil verhindert werden. Um weiterhin bei Rennen antreten zu können, müsste sich die dreimalige 800-Meter-Weltmeisterin Semenya daher einer Hormontherapie unterziehen, um ihre Testosteron-Werte zu senken. Sie lehnt dies aber vehement ab. Sie und ihre Unterstützer haben die Regelung wahlweise als sexistisch oder als rassistisch abgelehnt. Die Regelung umfasst Frauenrennen zwischen 400 Metern und einer Meile (1609 Meter).

Semenya konzentriert sich nun offensichtlich auf längere Strecken, kürzlich siegte sie auch bei den südafrikanischen Meisterschaften über 5000 Meter. Südafrikas Leichtathletik-Föderation ASA hat bereits angekündigt, beim Schweizer Bundesgericht Berufung gegen die Entscheidung des CAS zuzulegen. Südafrika werde sich zudem bei der UN-Vollversammlung darum bemühen, eine Sanktionierung des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF wegen Verletzung der Menschenrechte zu erreichen, erklärte Ministerin Tokozile Xasa.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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