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Weiter als beim Olympiasieg: Mihambo siegt mit 7,09 Metern

Von dpa
Aktualisiert am 22.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Sprang in Birmingham souverÀn zum Sieg: Malaika Mihambo.
Sprang in Birmingham souverÀn zum Sieg: Malaika Mihambo. (Quelle: Federico Gambarini/dpa./dpa)
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Birmingham (dpa) - Es geht noch besser! Davon ist Malaika Mihambo nach ihrem grandiosen Start mit der doppelten Titelchance bei WM und EM fest ĂŒberzeugt.

"Ich glaube, da ist auf jeden Fall noch mehr drin", prophezeite die Weitsprung-Olympiasiegerin nach ihrem Sieg mit 7,09 Metern beim Diamond-League-Meeting am Samstag in Birmingham. "Ich fĂŒhle mich so gut wie in dem Doha-Jahr." 2019 hatte die 28-JĂ€hrige von der LG Kurpfalz beim Weltmeisterschaftssieg in Katar mit 7,30 Metern geglĂ€nzt.

Besser ist Mihambo noch nie in eine Sommersaison gestartet als nun im Alexander Stadium. Vor ihrem WM-Triumph vor knapp drei Jahren hatte sie die Saison mit 6,81 Metern begonnen, vor den Olympischen Spielen 2021 in Tokio war sie 6,68 Meter weit gekommen. Nach so einem verheißungsvollen Einstand ist die Hoffnung auf ein Titel-Double bei der WM vom 15. bis 24. Juli in Eugene und bei der Heim-EM vom 15. bis 21. August in MĂŒnchen geweckt.

Weltrekordmarke schreckt nicht ab

Auch der Weltrekord der Russin Galina Tschistjakowa von 7,52 Metern aus dem Jahr 1988 rĂŒckt wieder in den Bereich des Möglichen. "Die 7,52 Meter schrecken mich jedenfalls nicht mehr ab", hatte Mihambo schon nach dem 7,30-Meter-Satz vor drei Jahren selbstbewusst gesagt. Nur elf Frauen auf der Welt sprangen jemals weiter.

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Allerdings waren seit dem WM-Coup die Sieben-Meter-SprĂŒnge fĂŒr sie wegen RĂŒckenbeschwerden und in der Folge Anlaufproblemen keine SelbstverstĂ€ndlichkeit gewesen. "Ich bin zufrieden mit dem Einstieg", meinte Mihambo deshalb erleichtert. "Und ich bin froh, dass es wieder so weit geht." Bei den Tokio-Spielen hatte die dreimalige "Sportlerin des Jahres" mit 7,00 Metern Gold im letzten Versuch geholt.

In Birmingham gelang ihr sogar im letzten Versuch mit 7,06 noch ein Flug ĂŒber die sieben Meter. "Ich freue mich, dass es schon zweimal soweit ĂŒber sieben Meter gegangen ist", sagte Mihambo. "Das zeigt, dass die StabilitĂ€t beim Anlauf wieder da ist." Sie könne Geschwindigkeit wieder gut in Weite umsetzen. "Von daher sieht alles ganz gut aus. Ich bin anscheinend auf dem richtigen Weg", befand die in Heidelberg geborene Ausnahmeathletin. "Jetzt fĂŒhlt es sich so an, als wĂ€re ich etwa so gut drauf wie 2019, als ich dominieren konnte."

In Birmingham dominierte sie die Konkurrenz so deutlich wie fast nie. Hallen-Europameisterin Marina Bech-Romantschuk (Ukraine) kam mit 6,66 Metern auf Platz zwei, Hallen-Weltmeisterin Ivana Vuleta (Serbien/6,54) wurde FĂŒnfte.

Eine Generalprobe ist fĂŒr Mihambo der nĂ€chste Diamond-League-Start am kommenden Samstag in der US-Stadt Eugene, wo sie am 24. Juli im Weitsprung-Finale ihren WM-Titel verteidigen möchte. Dass es nur drei Wochen spĂ€ter bei der EM in MĂŒnchen weitergeht, stört sie nicht. "FĂŒr mich als Weitspringerin ist es ganz gut, dass die WettkĂ€mpfe so eng beieinander liegen", hatte Mihambo der Deutschen Presse-Agentur gesagt. "So muss trainingstechnisch nur ein Höhepunkt gestaltet werden, was fĂŒr die Vorbereitung optimal ist."

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