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Box-Eklat: Kampf gegen Amanda Serrano abgesagt – Nina Meinke reagiert


"Bin am Boden zerstört"
Eklat um Kampf-Absage: Deutsche Boxerin reagiert

Von dpa, dd

Aktualisiert am 03.03.2024Lesedauer: 2 Min.
Fassungslos: Nina Meinke im Ring nach der Absage des Kampfes gegen Amanda Serrano.Vergrößern des BildesFassungslos: Nina Meinke im Ring nach der Absage des Kampfes gegen Amanda Serrano. (Quelle: Kendall Torres/dpa)
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Nina Meinke sollte eigentlich gegen Box-Superstar Amanda Serrano antreten. Doch der Kampf fällt ins Wasser – wenige Minuten, bevor er eigentlich beginnen sollte. Jetzt gibt es scharfe Kritik.

Der WM-Boxkampf der Berlinerin Nina Meinke gegen die Vierfach-Weltmeisterin Amanda Serrano ist wegen einer Augenverletzung Serranos kurzfristig abgesagt worden.

Die 35-Jährige aus Puerto Rico teilte dies den Fans in der mit 18.500 Zuschauern ausverkauften Halle in San Juan unter Tränen und mit einer weißen Sonnenbrille im Gesicht mit. Dabei gab es lautstarke Buhrufe aus dem Publikum. Der Titelkampf im Federgewicht war für das Frauenboxen unüblich über zwölf Runden mal drei Minuten angesetzt, für Meinke wäre dies eine Premiere gewesen.

"Ich bin am Boden zerstört", sagte die 30-Jährige. Die Pflichtherausforderin äußerte im DAZN-Interview im Ring aber auch Verständnis: "Ich hoffe, Amanda geht es bald wieder gut und sie erholt sich schnell." In Richtung Serrano sagte sie: "Ich warte auf dich, ich bin bereit, wenn du es bist. Ich hoffe, dass dieser Kampf passieren wird." Serrano erklärte später bei X weiter emotional zur Absage des Kampfes in ihrer Heimat: "Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich eine Kämpferin bin und niemals einer Absage zustimmen würde. Ich hätte mit einem Auge oder einem Arm gekämpft."

Serranos Management teilte mit, dass Meinke ihre zuvor ausgehandelte Börse komplett erhält. Auch wurde den Zuschauern in der Halle offenbar eine komplette Erstattung der Eintrittskarten angeboten. Ob allerdings der WM-Kampf später stattfinden wird, ist offen. "Ich bin total geschockt", sagte Ex-Weltmeisterin Regina Halmich als DAZN-Expertin: "Ich bin jetzt über 35 Jahre im Boxsport tätig und ich muss sagen: So habe ich das noch nie erlebt." Es sei "wirklich der unglücklichste Ausgang für diesen historischen Frauen-Boxkampf".

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Halmich betonte, dass die Gesundheit immer Vorrang habe. Sie kritisierte aber auch: "Es wirft Fragen auf, und ich muss wirklich sagen: Das ist nicht in Ordnung, wenn sie gestern schon was am Auge hatte, dass man dann das Team Meinke so im Unklaren lässt." Ihr tue die deutsche Boxerin leid, die "so viele Monate auf diesen Kampf hintrainiert" habe. "Das ist einfach bitter."

Serrano entschuldigte sich mehrfach bei ihren Fans und konnte die Tränen nicht zurückhalten. Sie habe trotz der am Tag zuvor aufgekommenen Augenprobleme in den Ring steigen und ihren Fans "eine große Show" zeigen wollen, "aber der Arzt hat mich nicht gelassen". Sie könne "kaum etwas sehen", erklärte die Weltmeisterin der Verbände IBF, WBO, WBA und IBO: "Es tut mir so leid, aus tiefstem Herzen".

WBO-Verbandspräsident Francisco Valcarcel erklärte danach bei ESPN: Serrano werde wegen der kurzfristigen Absage nicht ihr Titel aberkannt, stattdessen bleibe Meinke die erste Herausforderin. Und weiter: "Ich gehe fest davon aus, dass der Fight neu angesetzt werden wird."

Verwendete Quellen
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