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"Darauf ein Weißbier": Das Drama um Felix Loch

Olympische Spiele  

"Darauf ein Weißbier": Das Drama um Felix Loch

Aus Pyeongchang berichtet Tobias Ruf

12.02.2018, 02:51 Uhr
"Darauf ein Weißbier": Das Drama um Felix Loch. Pyeongchang: Felix Loch wird nach seinem letzten Lauf von seinem Vater, Bundestrainer Norbert Loch, getröstet.  (Quelle: dpa/Tobias Hase)

Pyeongchang: Felix Loch wird nach seinem letzten Lauf von seinem Vater, Bundestrainer Norbert Loch, getröstet. (Quelle: Tobias Hase/dpa)

Er sackt in sich zusammen, sein Vater eilt zum Trösten auf die Bahn. Felix Loch erlebt die schwerste Stunde seiner Karriere: die emotionalen Momente.

Als er die Ziellinie überquerte, sackte er in sich zusammen. Sein Vater Norbert eilte auf die Bahn, um seinen Sohn in der schwersten Stunde seiner Karriere in den Arm zu nehmen.

Trost hatte Felix Loch auch bitter nötig. Nur wenige Augenblicke zuvor platzte sein großer Olympia-Traum. Mit der dritten Einzel-Medaille in Folge hätte er als zweiter Athlet der Geschichte das Triple geschafft und so olympische Geschichte geschrieben.

Felix Loch: Volle Zuversicht nach dem dritten Durchgang. Loch führte souverän. Doch dann kam der letzte Lauf. (Quelle: dpa/Daniel Karmann)Felix Loch: Volle Zuversicht nach dem dritten Durchgang. Loch führte souverän. Doch dann kam der letzte Lauf. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

Es war alles angerichtet. Drei von vier Durchgängen hatte der 28-Jährige dominiert. Zuschauer und Journalisten rund um das Alpensia Sliding Center waren sich vor dem letzten Lauf einig: Loch gewinnt das Rennen und holt sich Gold.

Doch dann kam die berüchtigte Kurve Neun und das Drama um Deutschlands besten Rodler nahm seinen Lauf. Loch machte in jener Passage einen groben Patzer, verlor viel Geschwindigkeit und landete auf dem fünften Platz.

"Felix ist natürlich brutal enttäuscht", sagte sein Mentor und Betreuer Georg Hackl nach dem Rennen t-online.de. Auch dem dreifachen Olympiasieger, der zwischen 1992 und 1998 jenen Rekord aufstellte, den Loch im Sliding Center egalisieren wollte, war die Enttäuschung über die Niederlage seines Schützlings anzumerken.

Georg Hackl (rechts) und t-online.de-Reporter Tobias Ruf am Alpensia Sliding Center von Pyeongchang: Trotz der bitteren Niederlage hat Hackl noch ein Lächeln auf den Lippen. (Quelle: t-online)Georg Hackl (rechts) und t-online.de-Reporter Tobias Ruf am Alpensia Sliding Center von Pyeongchang: Trotz der bitteren Niederlage hat Hackl noch ein Lächeln auf den Lippen. (Quelle: t-online)

"Auf diesen Schock brauchen wir erst mal ein Weißbier", ergänzte Hackl, der den Blick aber auch im schweren Moment bereits nach vorne richtete. "Felix wird wieder aufstehen. Er ist ein Kämpfer und hat ja in seiner Karriere auch schon viel gewonnen.“

Loch selbst meldete sich einige Stunden nach seiner Niederlage bei Facebook zu Wort und wandte sich an seine Fans. "Der bitterste Moment in meinem Sportlerleben ist dank euch auszuhalten!", sagte der zwölffache Weltmeister und gab sich ebenfalls kämpferisch. "Und in vier Jahren greif ich wieder voll an!".

Ludwig feiert größten Erfolg seiner Karriere

Was im Drama um Loch fast unterging, war die grandiose Leistung von Johannes Ludwig. Der 31-jährige Thüringer schob sich im letzten Durchgang vom fünften auf den dritten Rang und gewann seine erste olympische Medaille.

Johannes Ludwig: Der 31-Jährige jubelt bei der Flower Ceremony. (Quelle: dpa/Daniel Karmann)Johannes Ludwig: Der 31-Jährige jubelt bei der Flower Ceremony. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

Loch zeigte sich als fairer Verlierer. "Glückwunsch an Johannes", ergänzte er bei Facebook und auch Hackl freute sich mit dem Thüringer, der als bester Deutscher auch in der Teamstaffel am Donnerstag (ab 21.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) an den Start gehen wird.

"Ich freue mich wahnsinnig für Johannes Ludwig. Er hat diese Medaille verdient", sagte Hackl, der sich anschließend auf den Weg ins deutsche Haus machte, um die Niederlage auf gut bayerische Art zu verarbeiten. 

Quellen:
- Facebook-Post von Felix Loch

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