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Olympia 2018: Deutsches Eishockey-Team besiegt Norwegen

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Penalty-Krimi gegen Norwegen  

Erster Eishockey-Sieg bei Olympia seit 16 Jahren

18.02.2018, 16:17 Uhr | sid

Olympia 2018: Deutsches Eishockey-Team besiegt Norwegen. Jubel beim DEB-Team: Erstmals seit 16 Jahren gewann das deutsche Eishockey-Team ein Spiel bei Olympia. (Quelle: dpa/Peter Kneffel)

Jubel beim DEB-Team: Erstmals seit 16 Jahren gewann das deutsche Eishockey-Team ein Spiel bei Olympia. (Quelle: Peter Kneffel/dpa)

Nach einem Eishockey-Krimi hat das deutsche Team die K.o.-Runde bei den Olympischen Spielen erreicht. Die DEB-Auswahl setzte sich nach Penaltyschießen gegen Norwegen durch.

Mit dem ersten Sieg bei Olympischen Spielen seit 16 Jahren hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft Hoffnung auf das Viertelfinale in Pyeongchang geweckt. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm bezwang zum Vorrundenabschluss Norwegen mit 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen und sicherte sich in der Gruppe C den dritten Platz. Der Gegner im K.o.-Spiel am Dienstag um den Einzug in die Runde der letzten Acht steht erst nach den restlichen Partien des Tages fest.

Mit dem ersten Tor nach 111 Minuten brach der Münchner Patrick Hager im Gangneung Hockey Centre den Bann (33.). Alexander Reichenberg glich aus (46.), ehe Hager im Penaltyschießen den sechsten Sieg im sechsten Olympiaduell mit Norwegen perfekt machte - und den ersten Erfolg bei Winterspielen seit dem 4:1 gegen Lettland in der Vorrunde 2002 in Salt Lake City. Danach hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) 16 Spiele in Folge nicht gewonnen.

Sturm: "Hartes Stück Arbeit"

"Das war ein hartes Stück Arbeit. Mich freut es, dass die Jungs für diese harte Arbeit belohnt worden sind. Sie haben das super gemacht", sagte Sturm im ZDF: "Jetzt haben wir einen Tag Pause, dann schauen wir weiter."

Etwas überraschend hatte Sturm wieder Danny aus den Birken zwischen die Pfosten gestellt. Beim 2:5 im Auftaktspiel gegen Finnland hatte der Münchner an seinem 33. Geburtstag nur 15 von 20 Torschüssen abgewehrt und keine Sicherheit ausgestrahlt. Dagegen hatte der Ingolstädter Timo Pielmeier beim unglücklichen 0:1 gegen den Weltmeister Schweden mit zahlreichen starken Paraden überzeugt.

Patrick Hager beim Penalty: Der DEB-Star traf für Deutschland in der regulären Spielzeit und im Shootout. (Quelle: imago/Bildbyran)Patrick Hager beim Penalty: Der DEB-Star traf für Deutschland in der regulären Spielzeit und im Shootout. (Quelle: Bildbyran/imago)

Zudem musste der Bundestrainer kurzfristig umstellen. Der Nürnberger Patrick Reimer, mit 318 Treffern Rekordtorschütze der Deutschen Eishockey Liga (DEL), musste verletzt passen. Für ihn rückte dessen Klubkollege Leonhard Pföderl ins Team.

Geisenberger feuert DEB-Team an

Nach hektischem Beginn steigerte sich die deutsche Mannschaft, angefeuert unter anderem von der Doppel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger. Der Nürnberger Yasin Ehliz traf in aussichtsreicher Position den Puck nicht richtig (6.). Nach einem ersten Powerplay mit nur einem Torschuss war das zweite Überzahlspiel schon deutlich strukturierter.

Die beste Chance im ersten Drittel hatte der Münchner Frank Mauer, der nach einem langen Pass des Berliner Verteidigers Frank Hördler aber an Torwart Lars Haugen scheiterte (18.). Aus den Birken im deutschen Tor bekam erst zum Ende des ersten Abschnitts Arbeit, zuvor hatten es die Norweger vor allem darauf angelegt, das Spiel der DEB-Auswahl zu zerstören.

Hager trifft nach Vorarbeit von Kahun

Zu Beginn des zweiten Drittels übertrieben sie es allerdings: Tommy Kristiansen streckte Verteidiger Sinan Akdag mit einem Check gegen den Kopf nieder, der Mannheimer musste in die Kabine - ebenso wie der Norweger, der eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt (23.). Im anschließenden fünfminütigen Powerplay hatte Sturms Team Pech: David Wolf traf den Pfosten (26.).

Beim vierten Überzahlspiel platzte endlich der Knoten: Nach einem klugen Zuspiel von Dominik Kahun schaufelte Hager die Scheibe ins Netz. Weil die Norweger nun ihre destruktive Spielweise aufgaben, bekam auch aus den Birken mehr zu tun. Seine beste Tat: Bei einem Alleingang von Mats Rosseli Olsen behielt er die Ruhe und verhinderte den Ausgleich (40.). Sechs Minuten später war er machtlos.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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