Sie sind hier: Home > Sport > Olympia 2021 >

Olympia 2021: Wirbel um IOC-Vize Coates nach herablassendem Auftritt


"Ihr versteckt euch nicht in euren Zimmern"  

Wirbel um IOC-Vize nach herablassendem Auftritt

22.07.2021, 12:27 Uhr | sid, t-online

IOC-Vize weist Premierministerin von Queensland zurecht

IOC-Vizepräsident John Coates hat sich im Anschluss an die Vergabe der Olympischen Spiele 2032 nach Brisbane den Zorn einiger Landsleute zugezogen. Coates wies die Premierministerin des australischen Bundesstaates Queensland öffentlich zurecht - das kam nicht bei allen gut an. (Quelle: t-online/Reuters)

"Ich bin immer noch Vorsitzender": Für diesen Auftritt und seine Aussagen darin erntete IOC-Vizepräsident Coates viel Kritik. (Quelle: t-online/Reuters)


Trubel in Australien. Rund um die Vergabe der Olympischen Spiele 2032 an Brisbane gibt es einen großen Aufschrei. Im Mittelpunkt: Der Mann, der die Spiele nach "Down Under" holte.

IOC-Vizepräsident John Coates (71) hat sich im Anschluss an die Vergabe der Olympischen Spiele 2032 nach Brisbane den Zorn einiger Landsleute zugezogen. Coates wies seine Landsfrau Annastacia Palaszczuk, Premierministerin des australischen Bundesstaates Queensland, in dem in elf Jahren die Sommerspiele stattfinden, öffentlich zurecht. Nach seinem herablassenden Auftritt gegenüber der angesehenen Politikerin wurde Coates "Mansplaining" vorgeworfen.

"Du gehst zur Eröffnungsfeier", blaffte der Chef des Nationalen Olympischen Komitees Australiens die neben ihm sitzende Palaszczuk an, während er sich in seinem Stuhl zurücklehnte und die Arme verschränkte. (Die Aussagen von Coates sehen Sie im Video oben oder hier.)

"Ich bin immer noch Vorsitzender der Bewerbung, und soweit ich weiß, wird es auch 2032 eine Eröffnungs- und eine Schlussfeier geben, und sie alle werden hier hinkommen, um die Tradition dieser Zeremonie zu verstehen", sagte Coates scharf: "Also bleibt ihr nicht daheim und versteckt euch in euren Zimmern. Ist das klar?"

Senator fordert Rücktritt

Palaszczuk (51), die den Besuch der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio am Freitag nicht geplant hatte, verfolgte Coates' Monolog zunächst, ohne etwas zu erwidern, er war ihr sichtlich unangenehm. Später sagte sie, "ich möchte niemanden beleidigen, also...", ehe sie die Pressekonferenz abbrach.

Coates' überheblicher Auftritt schaffte es in die Morgennews des australischen Senders ABC und sorgte von da an im Internet für Aufsehen. "John Coates sollte nach seiner Rückkehr zurücktreten", schrieb der unabhängige Senator Rex Patrick bei Twitter: "Er ist sozial und politisch ein Dinosaurier, der viel zu lange in der exklusiven, selbstbezogenen olympischen Blase gelebt hat."

Leigh Russell, frühere Chefin des australischen Schwimmverbandes, nannte Coates' Verhalten "abstoßend", Darren Chester, Mitglied des Repräsentantenhauses, bezeichnete den Auftritt als "respektlos" und "arrogant". Palaszczuk spielte den Vorfall bei ABC herunter und lobte Coates als "fantastisch" und "treibende Kraft" hinter der erfolgreichen Bewerbung Brisbanes. Das australische NOK äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Abonnieren Sie jetzt den Push zu den Olympischen Spielen 2021 in Ihrer t-online-App und verpassen Sie keine wichtigen News mehr!

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SID

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: