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Das ist einfach nur krank

Ein Kommentar von Benjamin Zurmühl

Aktualisiert am 18.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa konnte dem immensen Druck, der auf ihr lastete, nicht standhalten.
Die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa konnte dem immensen Druck, der auf ihr lastete, nicht standhalten. (Quelle: Laurie Dieffembach/imago-images-bilder)
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Trotz schwerer Dopingvorwürfe ging

Stellen Sie sich vor, Sie sind Sporttrainerin eines Kindes. Eines 15 Jahre alten Kindes, das vor wenigen Augenblicken unter immensem Druck auf der größten Bühne der Welt performt hat und mehrfach gestürzt ist. Dessen Traum geplatzt ist. Dieses Kind weint hemmungslos, ist emotional völlig am Boden. Würden Sie es nicht in den Arm nehmen? Trösten? Bereuen, dass Sie diesem Kind die Situation überhaupt zugemutet haben?

Eteri Tutberidse war in dieser Situation. Die russische Eiskunstlauf-Trainerin hatte nicht nur ihren Anteil daran, dass die 15-jährige Kamila Walijewa wegen einer positiven Dopingprobe im Fokus der Öffentlichkeit steht. Sie hatte auch ihren Anteil daran, dass Walijewa allein weinte.

Kamila Walijewa nach ihrer Kür: Die junge Russin war am Boden zerstört.
Kamila Walijewa nach ihrer Kür: Die junge Russin war am Boden zerstört. (Quelle: Peter Kneffel/dpa-bilder)

Tutberidse stand wortlos neben der jungen Russin und wartete nur auf die Punktewertung der Richter. Ihre Empathielosigkeit war kälter als die Eisfläche wenige Meter neben ihr. Oder wie Katarina Witt in der ARD unter Tränen (mehr dazu lesen Sie hier) sagte: "Es ist so verantwortungslos, was hier gemacht wurde."

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Erst als die minderjährige Sportlerin in Tränen aufgelöst und dem Zusammenbruch nahe am Rande der Eisfläche auf ihre Wertung wartete, spendete ihr das russische Trainerteam Trost. Der gesamte Vorfall zeigt, wie krank das Sportsystem im russischen Eiskunstlauf ist. Walijewa hätte nach den Ereignissen der vergangenen Tage eigentlich gar nicht starten dürfen.

Der Mensch steht an zweiter Stelle

Ihre Entourage hätte dafür sorgen müssen, dass sie zum Zeitpunkt der Kür zu Hause ist und sich von dem Trubel um ihre Person erholen kann. Doch die 15-Jährige stand auf dem Eis und sollte eine Medaille gewinnen. Das ist das Einzige, was am Ende zählt. Der Mensch dahinter steht nur an zweiter Stelle. Das Gefühl, was bleibt, ist: Die Nächste, bitte!

Erst bei der Bekanntgabe des Ergebnisses nach einigen Minuten spendete die Trainerin ihrem Schützling Trost.
Erst bei der Bekanntgabe des Ergebnisses nach einigen Minuten spendete die Trainerin ihrem Schützling Trost. (Quelle: SNA/imago-images-bilder)

Und so ist Witt nicht die einzige Person, die sich nach diesem Donnerstag fragt, ob wir Kamila Walijewa in vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Mailand wiedersehen werden.

Nach diesen Erlebnissen in Peking bleibt die Frage, ob das nicht sogar besser für ihre Gesundheit wäre. Und dieser Wettbewerb stellte erneut klar, dass ein Mindestalter für Einzelsportler zwingend notwendig ist. Denn was für ein Druck diesen Kindern bei den Olympischen Spielen zugemutet wird, ist verantwortungslos.

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