• Home
  • Sport
  • Olympia 2022
  • Katarina Witt weint live im TV um Kamila Walijewa: "Welt zum Fraß vorgeworfen"


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextNord Stream 1: Neuer Gasstopp kommtSymbolbild für einen TextGeschlafen: Piloten verpassen LandungSymbolbild für einen TextWerden diese Stars Teil der DSDS-Jury?Symbolbild für einen TextChaos-Gipfel: HSV verliert die NervenSymbolbild für einen TextNotarzteinsatz bei JLos HochzeitSymbolbild für einen TextARD wusste von geheimem RBB-SystemSymbolbild für einen TextMann findet radioaktiven Stoff in BuchSymbolbild für einen TextBus fällt in Aldi-FilialeSymbolbild für ein VideoSturm reißt Gondeln von RiesenradSymbolbild für einen TextRadfahrer ersticht RadfahrerSymbolbild für einen TextAnsturm in Hamburg: Bahnhof überfülltSymbolbild für einen Watson TeaserErotik-Star offenbart schlimme ErfahrungSymbolbild für einen TextNach der Ernte ist vor der Ernte

Fall Walijewa: Katarina Witt bricht im TV in Tränen aus

Von t-online, np

Aktualisiert am 17.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Katarina Witt: Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin brach nach dem Auftritt Walijewas in Tränen aus.
Katarina Witt: Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin brach nach dem Auftritt Walijewas in Tränen aus. (Quelle: Screenshot ARD)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Das olympische Eiskunstlauf-Finale nahm für die junge Russin

Kamila Walijewa hat eine olympische Medaille knapp verpasst. Die erst 15-jährige Eiskunstläuferin, die in den vergangenen Tagen Doping-Vorwürfen ausgesetzt war und der mit dem Start bei der Kür eine immense Verantwortung aufgelastet worden war, konnte dem Druck nicht standhalten. Nachdem sie mehrfach gestürzt und gestrauchelt war, erreichte sie im Finale nur den undankbaren vierten Platz.


Olympia 2022: Die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler

Nicht nur Claudia Pechstein konnte bei mehreren Olympischen Winterspielen Edelmetall sammeln. In der Bestenliste dominieren große Namen – darunter eine Biathlon-Legende. t-online zeigt die erfolgreichsten Athleten der Olympia-Historie.
Platz 1: Marit Bjørgen (Skilanglauf, Norwegen) – 15 Medaillen: 8x Gold / 4x Silber / 3x Bronze zwischen 2010 und 2018.
+9

Walijewa weinte nach ihrem Auftritt, war sichtlich betroffen und aufgelöst – ebenso wie ARD-Expertin Katarina Witt, die Walijewas Kür zusammen mit Moderatorin Jessy Wellmer aus dem Studio in Mainz verfolgte. Witt kämpfte um ihre Fassung und brach live im TV in Tränen aus.

Katarina Witt: Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin brach nach dem Auftritt Walijewas in Tränen aus.
Katarina Witt: Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin brach nach dem Auftritt Walijewas in Tränen aus. (Quelle: Screenshot ARD)
ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Das wäre der Todesstoß
Wladimir Putin bei einer Militärparade in St. Petersburg: Der Kremlherrscher pocht auf Nord Stream 2.


Witt: "Könnt ihr bitte wegschalten?"

"Das ist nicht zu ertragen. Man guckt gar nicht mehr, wer Erste, Zweite oder Dritte ist. Sie ist Vierte, es ist wirklich egal. Es ist genau das eingetreten, wovor man sie hätte schützen müssen. Sie ist 15, sie ist noch ein Kind. Es tut mir leid. Du siehst sie da sitzen, wie sie zusammenbricht", weinte eine völlig aufgelöste Witt in der ARD, ehe sie kurz stockte. "Könnt ihr bitte wegschalten?", drehte sie sich im Gespräch mit Wellmer von der Kamera weg, ehe sie dann doch fortsetzte.

"Sie war ein Schatten ihrer selbst, als sie da rausgegangen ist. Sie konnte hier nicht gewinnen in diesem ganzen Spiel. Hätte sie gewonnen und wäre Olympiasiegerin geworden, hätte es Getuschel gegeben. Das, was jetzt passiert ist, ist das Allerschlimmste. Sie ist daran zerbrochen. Man hat sie der Welt zum Fraß vorgeworfen."

"Ich finde keine Worte"

Witt hatte noch vor der Kür gehofft, "dass sie es schafft. Dass sie mit ihren 15 Jahren sagt: 'Ich krieg das hin.' Aber man hat einen politischen Druck auf sie ausgeübt, ich finde fast keine Worte. Irgendeine Mama hätte sie rausnehmen und in den Flieger (nach Hause, Anm. d. Red.) setzen müssen. Drei Monate weg. Weg von diesem ganzen Trubel, bevor dieser ganze Tsunami über sie einbrach. (...) Ich weiß nicht, ob wir dieses Talent, dieses 15-jährige Mädchen, jemals wiedersehen. Ich könnte verrückt werden. Das ist so verantwortungslos, was hier gemacht wurde."

Der Fall Walijewa müsse ein Signal für die Zukunft sein: "Alles stürzt sich nun auf sie. Sie hat das Talent. Es ist unglaublich, was sie für eine Ausstrahlung hat. Ich hoffe, dass sie das übersteht und dass sie wiederkommt. Aber ich habe fast die Angst, dass sie das nicht schafft. Es ist Zeit für diesen Sport zu überlegen, ob es nicht eine Altersgrenze geben muss."

"Man hätte viel verantwortungsvoller handeln müssen"

Dabei nahm sie auch ihr Trainerteam in die Pflicht: "Als Athletin muss man erst einmal reinwachsen in diese Wettkampfschlacht. Als erwachsene Person kann man selbst Entscheidungen treffen – sie ist 15. Es gibt moralische, ethische und emotionale Rechte. Auf die hätte man in ihrem Fall zurückgreifen müssen." Man hätte viel "verantwortungsvoller Handeln müssen. Wenn man sieht, wie sie da unter den erwachsenen Menschen bei der Punktevergabe wie ein Häufchen Elend saß."

Witt war völlig aufgelöst – konnte sich nicht einmal an die Medaillengewinnerinnen erinnern: "Wer ist jetzt eigentlich Olympiasiegerin geworden? Das habe ich ehrlich gesagt gar nicht mitgekriegt, muss ich gestehen."

Walijewas Landsfrauen Anna Schtscherbakowa (Gold) und Alexandra Trussowa (Silber) sowie Kaori Sakamoto aus Japan (Bronze) hatten die Podestplätze belegt. Walijewa blieb nur Rang vier und tiefe Trauer.

Katarina Witt: Die ARD-Expertin entschuldigte sich bei Moderatoin Wellmer und dem Publikum vor dem Fernseher für ihren emotionalen Ausbruch.
Katarina Witt: Die ARD-Expertin entschuldigte sich bei Moderatoin Wellmer und dem Publikum vor dem Fernseher für ihren emotionalen Ausbruch. (Quelle: Screenshot ARD/leer)

Expertin Witt, die sich final ein "Umdenken in Richtung Langfristigkeit und Nachhaltigkeit" in ihrem Sport wünschte, entschuldigte sich am Ende für ihren emotionalen Ausbruch. Doch Moderatorin Wellmer schritt ein.

"Nein, du musst dich überhaupt nicht entschuldigen", so Wellmer zu Witt. "Man sollte zwei Dinge getrennt betrachten: Zum einen eine menschliche Tragödie, und zum anderen auch einen Fall, einen Dopingfall, der weiterhin läuft. Das getrennt voneinander zu betrachten, ist nach dieser Kür extrem schwierig. Aber das werden wir auch tun."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
ARDKatarina Witt
Fußball

Formel 1


t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website