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Jean-Luc Godard ist gestorben (✝91) – Filmlegende und Regisseur


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Filmlegende Jean-Luc Godard ist tot

Von t-online, sow

Aktualisiert am 13.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Jean-Luc Godard: Der Regisseur ist mit Werken wie "Außer Atem" berühmt geworden.
Jean-Luc Godard: Der Regisseur ist mit Werken wie "Außer Atem" berühmt geworden. (Quelle: imago stock&people)
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Er gilt als eine der prägendsten Figuren der Filmgeschichte: Jean-Luc Godard. Nun ist der Regisseur im Alter von 91 Jahren gestorben.

Jean-Luc Godard ist tot. Der Filmemacher starb im Alter von 91 Jahren, wie zuerst das französische Medium "Libération" am Dienstag meldete. Kurze Zeit später bestätigte die Tageszeitung "Le Monde" mit Berufung auf die Familie die Nachricht. Der französisch-schweizerische Regisseur war eine Schlüsselfigur der Nouvelle Vague, einer Filmbewegung, die das Kino in den späten Fünfziger- und Sechzigerjahren revolutionierte.

Mit seinem 1960 veröffentlichten Spielfilm "Außer Atem" gelang Godard der Durchbruch. Auch seinem Hauptdarsteller Jean-Paul Belmondo verhalf der Film zu internationaler Bekanntheit. Während der vierwöchigen Dreharbeiten soll sich Godard häufig tagelange Pausen genommen haben. Den ganzen Film ließ er mit einer Handkamera drehen, Jump-Cuts durchzogen die Inszenierung. Eine aufsehenerregende, handwerkliche Entscheidung für damalige Verhältnisse.

"Der Film ist die Wahrheit 24 Mal in der Sekunde"

Sein zweiter Film sorgte nicht nur künstlerisch, sondern vor allem politisch für Aufsehen. "Der kleine Soldat" widmete sich kritisch der Brutalität des Algerienkriegs, wurde anschließend von der Zensur verboten und zwei Jahre lang in Frankreich nicht gezeigt. Ein Zitat des Films wurde nachträglich zum Aushängeschild seines dokumentarischen Anspruchs: "Fotografie, das ist die Wahrheit. Und der Film ist die Wahrheit 24 Mal in der Sekunde."

Jean-Luc Godard: Der französische Filmemacher bei "Sympathy For the Devil"
Jean-Luc Godard: Der französische Filmemacher bei seinem Werk "Eins plus eins", besser bekannt unter dem Originaltitel "Sympathy For the Devil". (Quelle: Larry Ellis/Express/Getty Images)
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Spätestens seit "Der kleine Soldat" hatte der Filmemacher einen Ruf als Unruhestörer und genialer Künstler zugleich. Doch auch mit "Die Verachtung" und "Elf Uhr nachts" prägte er das Kino der Sechzigerjahre, vor allem als Mann für gesellschaftskritische Filme. Im Jahr 2010 erhielt er den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Doch anwesend war er bei der Verleihung nicht. Auf seine Abwesenheit angesprochen, erklärte Godard sich so: "Ich habe kein Visum für die USA und habe auch keine Lust, eines zu beantragen. Und ich will nicht so lange fliegen."

Brigitte Bardot und Jean Luc Godard während der Dreharbeiten zum Film "Die Verachtung".
Brigitte Bardot und Jean Luc Godard während der Dreharbeiten zum Film "Die Verachtung". (Quelle: imago stock&people)

Sein Vater war Arzt, die Mutter kam aus einer Bankiersfamilie. Seine ersten Schritte in der Filmbranche machte Godard in den Fünfzigern kurz als Mitarbeiter bei der Presseabteilung von Twentieth Century Fox in Paris. Ab 1952 war er Kritiker der "Cahiers du Cinéma" und verteidigte Regisseure wie den damals als Trickmeister verkannten Hitchcock.

In den Sechzigern nutzte er seine Erfahrungen und Lehren aus den Stationen zuvor schließlich für die eigene Arbeit und verstand Film auch als politische Waffe. Jean-Luc Godard inspirierte viele moderne, heute vielbeachtete Meister des Films wie Martin Scorsese und Quentin Tarantino. Seine letzte Filmveröffentlichung ist bereits vier Jahre her: Im Jahr 2018 brachte Godard den Streifen "Bildbuch" (auf Französisch: "Le Livre d'image") heraus und ging damit auch beim Filmfestival in Cannes an den Start. Nun ist klar: Es war sein letztes Kapitel in der Filmgeschichte.

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Verwendete Quellen
  • liberation.fr: "Mort de Jean-Luc Godard, histoire du cinéma" (französisch)
  • lemonde.fr: "Le réalisateur Jean-Luc Godard est mort" (französisch)
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