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Bollywood verleiht erstmals "indische Oscars" in den USA

Bollywood  

Premiere für "indische Oscars" in den USA

22.04.2014, 15:23 Uhr | AFP

Bollywood verleiht erstmals "indische Oscars" in den USA. Aamir Khan - einer der Bollywood-Stars. (Quelle: dpa)

Aamir Khan - einer der Bollywood-Stars. (Quelle: dpa)

Zum ersten Mal wird Bollywood seine "indischen Oscars" in diesem Jahr in den USA verleihen. Mit einer öffentlichen Party in einem Park von Floridas drittgrößter Stadt Tampa startet die International Indian Film Academy am Mittwoch eine Serie von Festivitäten rund um den indischen Film. Höhepunkt ist die Preisverleihung am Samstag, zu der neben Filmgrößen aus Bollywood auch Hollywood-Star John Travolta erwartet wird.

Weitgehend unbeachtet sind die USA in den vergangenen Jahren zum größten Absatzmarkt für Bollywood-Produktionen außerhalb Asiens aufgestiegen. Indische Filme werden inzwischen nicht mehr nur in Programm-Kinos gezeigt, auch große Ketten führen sie regelmäßig im Sonderprogramm. Starteten Bollywood-Filme vor fünf Jahren noch US-weit in höchstens 80 bis 85 Kinos, so beteiligen sich heute mehr als 200 Kinos, darunter auch Häuser in kleineren Städten, sagt der für den US-Markt zuständige Bollywood-Berater Gitesh Pandya.

Bollywood - Filmindustrie im Aufschwung

"Das ist ein unglaubliches Wachstum: Kinos, die vor fünf Jahren niemals auf die Idee gekommen wären, indische Filme ins Programm zu holen, können es heute kaum erwarten, die neuesten Streifen mit Shah Rukh Khan oder Aamir Khan zu zeigen", sagt Pandya. Nach seinen Angaben ist Bollywood als einzige ausländische Filmindustrie in der Lage, Filme in den USA selbst zu vermarkten und zu vertreiben.

Inder in den USA lieben das indische Kino

Das liegt allerdings zum größten Teil an den drei Millionen US-Bürgern indischer Abstammung. Die breite Masse der Amerikaner bleibt den Filmen nach wie vor fern, unter anderem auch wegen des Klischees, dass Bollywood nur Glitzer und Kitsch mit vielen Tanzeinlagen produziert. Wegen des mangelnden Interesses scheute die Internationale Indische Film-Akademie bisher auch davor zurück, ihre jährliche Preisverleihung, die stets im Ausland stattfindet, in den USA zu organisieren.

Mit Gala gegen Kitsch-Image

Das soll sich nun ändern: "Oscar"-Gala, öffentliche Partys, spektakuläre Premieren und Konferenzen sollen nun auch ein nicht-südasiatisches Publikum für Indiens Filme und Kultur gewinnen. Indiens Star Vidya Balan gibt sich zuversichtlich. Als sie vergangenes Jahr als Jurorin bei den Filmfestspielen von Cannes DVDs mit indischen Filmen an ihre Co-Juroren, darunter Filmemacher Steven Spielberg und Ang Lee, verteilt habe, sei deren Reaktion ermutigend gewesen, sagt sie der Nachrichtenagentur AFP: Sie hätten schnell festgestellt, dass Bollywood mehr zu bieten habe als platten Gesang und Tanz - "Die Leute wachen langsam auf und merken, dass indische Filme etwas haben, was alle anspricht".

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