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The First Avenger: Civil War - So gut ist Marvels Meisterstück

Filmkritik "Civil War"  

Marvel gelingt das Meisterstück

27.04.2016, 10:38 Uhr | Marc Thomé, t-online.de

Actionkino mit "First Avenger Civil War". (Bild. Marvel)
Actionkino mit "First Avenger Civil War"

Der neue Marvel-Streifen ist der beste Superhelden-Film seit langem.

Actionkino mit "First Avenger Civil War"


Marvels Comic-Verfilmungen sind endgültig erwachsen geworden. Mit "The First Avenger: Civil War" ist den Regie-Brüdern Anthony und Joe Russo der bislang düsterste, emotionalste, dramatischste und beste aller Filme des Marvel Cinematic Universe gelungen.

Dabei waren die Ansprüche enorm hoch. Mit dem Beginn von Marvels "Phase 3" sollten diverse Handlungsstränge verknüpft, Weichen für die Zukunft gestellt, neue Charaktere eingeführt und ein riesiges Star-Ensemble angemessen ins Bild gesetzt werden. All dies ist nahezu perfekt gelungen.

Superhelden an die Leine

Kurz zur Handlung: Nach einem misslungenen Einsatz der Avengers mit großem Kollateralschaden geraten die Superhelden erneut ins Kreuzfeuer der Kritik. Dem Team soll von der UN eine Kontrollinstanz übergeordnet werden. Während Iron Man (Robert Downey Jr.) diesen Plan unterstützt, will Captain America (Chris Evans) die Unabhängikeit der Avengers nicht aufgeben. Beide scharen Verbündete um sich, während im Hintergrund Bösewicht Zemo (Daniel Brühl) den Konflikt schürt.

Nach einem Anschlag, in den offenbar "Caps" alter Freund "Bucky" Barnes (Sebastian Stan) verwickelt ist, beginnt Captain America auf eigene Faust Ermittlungen, die ihn nach Berlin führen. Es kommt zu einer Auseinandersetzung mit der deutschen Polizei und "Cap" muss mit seinem Team in den Untergrund abtauchen, während Iron Man mit seiner Fraktion der Avengers Jagd auf die ehemaligen Freunde macht.

Moralisches Dilemma

Ein Extralob bei "Civil War" gilt den Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen McFeely, aus deren Feder auch die beiden Vorgängerfilme um Captain America stammten. Sie schaffen es, das moralische Dilemma auf beiden Seiten der Avengers - bei jeder einzigen Figur - aufzuzeigen.

Als Zuschauer ist man daher selbst hin- und hergerissen und spürt, wie alle Beteiligten unter der Ausweglosigkeit einer Situation leiden, in der es kein Richtig oder Falsch gibt. Das verleiht der Handlung emotionalen Tiefgang, der es durchaus mit Christopher Nolans "The Dark Knight" aufnehmen kann.

Wuchtiges Actionspektakel

Auch der Realismus, der Nolans Meisterwerk selbst für nicht Superhelden-affine Zuschauer sehenswert machte, findet sich in "Civil War" wieder. Die Action wirkt echt, körperlich und hat nichts mit belanglosen GCI-Orgien zu tun, wie man sie zum Beispiel im Finale von "Batman v Superman" ertragen musste.

Die Russos setzen wie bei "The Return of The First Avenger" auf die Unmittelbarkeit von Handkameras und verlieren dabei nur ganz selten den Überblick. Die wuchtigen Handgemenge und Schießereien tun ihr Übriges, um die langen, zumeist spektakulären Actionsequenzen zu erden. Und wenn die rivalisierenden Avengers-Gruppen endlich aufeinandertreffen, gehört dies zu den bislang großartigsten Momenten im MCU.

Alle Figuren bekommen ihren großen Einsatz

Ein weiterer Pluspunkt des Films ist, dass er trotz der komplexen Vorgeschichte und der vielen Charaktere nie überladen wirkt. Zwar stehen Evans und Downey Jr. im Mittelpunkt der Ereignisse, aber auch alle andere Figuren bekomnmen ihren großen, erinnerungswürdigen Einsatz.

Außerdem feiern mit Black Panther (Chadwick Boseman) und dem neuen Spider-Man (Tom Holland) zwei Helden Premiere, die jede Menge Potenzial besitzen und demnächst auch ihre eigenen Solo-Auftritte auf der großen Leinwand bekommen werden.

Fazit: "The First Avenger. Civil War" ist erwachsenes Superheldenkino mit emotionalem Tiefgang, geerdeter und dennoch bombastischer Action sowie vielen grandiosen Momenten, die im Gedächtnis bleiben werden.

Ab dem 28. April im Kino.

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