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Musik - The Boys You Know: Nicht die typischen "Alpenrocker"

Musik  

The Boys You Know: Nicht die typischen "Alpenrocker"

31.07.2018, 15:38 Uhr | dpa

Musik - The Boys You Know: Nicht die typischen "Alpenrocker". Hochmelodischer Gitarrenpop: The Boys You Know.

Hochmelodischer Gitarrenpop: The Boys You Know. Foto: Fritz Lichtenwagner. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Wer Österreich + Popmusik = Andreas Gabalier addiert, hat viel verpasst. Denn seit Jahren kommt aus dem südlichen Nachbarland eine starke Band nach der anderen. The Boys You Know sind schon etwas länger dabei - und werden immer besser.

Von ihrem 90er-Jahre-Indierock-Sound, der sich an Pavement, Dinosaur Jr, Lemonheads, Weezer und Pixies orientierte, haben sich die mittlerweile sechs Jungs um Frontmann Thomas Hangweyrer auf dem neuen Album "Two Lines That Never Touch" ein Stück weit gelöst. Die wieder über Wohnzimmer Records/Rough Trade erschienene Platte erweitert das Spektrum in Richtung eines hochmelodischen, leicht melancholischen Gitarrenpops, der bis in die Sixties (die Bacharach-Trompete in "A Song For A Failure"!) ausgreift. 

Zwar gibt es immer noch schwungvoll-unkomplizierten Powerpop wie in "Avery", aber insgesamt ist das Klangbild des vierten Album von The Boys You Know vielschichtiger geworden. Die von der Label-PR konstatierten Reverenzen "Neil Young, David Bowie, Bon Iver und Beirut" lassen sich zwar nur mit etwas Mühe finden. Doch entscheidend ist, dass die zehn neuen Songs so gar nicht provinziell rüberkommen, sondern, auch wegen des souveränen englischsprachigen Gesangs, ein sehr weltläufiges Flair haben. Typische "Alpenrocker" sind diese Boys jedenfalls nicht.

Nicht nur klingt die Musik der Österreicher jetzt zarter und nachdenklicher (Nada Surf, Death Cab For Cutie oder Teenage Fanclub wären als Bezugspunkte zu nennen), auch die Texte spiegeln mehr Verletzlichkeit und Reife mit Themen wie Depression, unerwiderter Liebe oder Tod eines nahestehenden Menschen.

Geschrieben wurden die Lieder von "Two Lines That Never Touch" im Laufe von zwei Jahren auf der griechischen Insel Santorin und in Barcelona - die sonnige Stimmung dort hat auf die Musik indes kaum abgefärbt. Eine richtig schöne, ambitionierte Platte!

Konzerte 2018/19: 06.10. Wolkersdorf/Österreich; 13.10. Klagenfurt; 07.11. Nürnberg; 08.11. Salzburg; 20.12. Feldkirch/Österreich; 03.01.2019 Frankfurt/Main; 04.01. Emmendingen; 08.01. Hannover; 10.01. Hamburg.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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