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Berlin-Album - Indiepop-Poet: Robert Forsters verlockendes "Inferno"

Berlin-Album  

Indiepop-Poet: Robert Forsters verlockendes "Inferno"

04.03.2019, 06:03 Uhr | dpa

Berlin-Album - Indiepop-Poet: Robert Forsters verlockendes "Inferno". Stilsicher und entspannt: Robert Forster.

Stilsicher und entspannt: Robert Forster. Foto: Bleddyn Butcher/Tapete Records. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - "In Bewegung - eine meiner bevorzugten Daseinsformen", schreibt Robert Forster am Schluss des "Berlin-Tagebuchs" zur Entstehung seines neuen Albums.

Auch diese Platte wird also wohl Durchgangsstation bleiben in einer Karriere, die vor gut 40 Jahren im australischen Brisbane mit der Gründung der phänomenalen Indiepop-Band The Go-Betweens begann und mal hierhin, mal dorthin führt.

Und doch ist "Inferno" (Tapete) ein ganz besonderes Forster-Werk - nicht nur weil es mitten im Hitzesommer 2018 erstmals komplett in der deutschen Hauptstadt entstand. Selten seit dem Ende der Go-Betweens, die er nach dem Tod des zweiten Songwriters Grant W. McLennan 2006 auflöste, klangen seine Lieder so stilsicher und entspannt wie auf diesem siebten Soloalbum.

Man hört den Stücken an, dass der 61-Jährige sich in seiner teilweise neuen Band (die er "The Magic Five" nennt) und seinem Songmaterial "sauwohl" fühlte. Der mit einer eher spröden Stimme ausgestattete Forster singt hier durchgehend so gut wie noch nie. Einige der besonders zärtlichen Lieder wie "The Morning", "Life Has Turned A Page" oder "I'll Look After You" erinnern an sein Meisterwerk "The Evangelist" (2008), mit dem er den schockierenden Herztod seines Freundes McLennan verarbeitete.

Auch die luftige Produktion des australischen Indie-Routiniers Victor Van Vugt (Nick Cave, Beth Orton, PJ Harvey) hat einigen Anteil daran, dass man Forsters "Inferno" eher als paradiesische Verlockung empfindet. Falls dieses kompakte 35-Minuten-Album seine herbe Schönheit tatsächlich einem "Berlin-Effekt" verdankt, darf der rastlose Australier gern wiederkommen. Einen engen Bezug zu Deutschland hat Forster ohnehin - er ist seit langem mit der Musikerin Karin Bäumler aus der Nähe von Regensburg verheiratet, die auch diesmal mitspielt und mitsingt.

Konzerte von Robert Forster im Frühjahr: 30.04. Berlin - Festsaal Kreuzberg, 01.05. Hamburg - Knust, 03.05. Münster - Gleis 22, 05.05. Bonn - Harmonie, 07.05. Frankfurt/Main - Zoom, 08.05. Schorndorf - Club Manufaktur, 09.05. München - Feierwerk, 10.05. Wien - Theater Akzent, 11.05. Linz - Posthof.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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