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Three Chords & The Truth - Masse und Klasse: Auf Van Morrisons Muse ist Verlass

Three Chords & The Truth  

Masse und Klasse: Auf Van Morrisons Muse ist Verlass

29.10.2019, 06:02 Uhr | dpa

Three Chords & The Truth - Masse und Klasse: Auf Van Morrisons Muse ist Verlass. Van Morrison zeigt sich wieder auf der Höhe seiner Kunst.

Van Morrison zeigt sich wieder auf der Höhe seiner Kunst. Foto: Georg Hochmuth/epa/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Selbst bei den größten Verehrern von Van Morrison machte sich zuletzt Erschöpfung breit angesichts der rastlosen Veröffentlichungspolitik des Altmeisters.

"Keep Me Singing" (2016) war noch ein herausragendes Album - doch zuletzt kamen im Halbjahresrhythmus Platten auf den Markt, die zwar nie schwach, aber auch nicht besonders spannend waren. In den Charts schlugen sich die hastig herausgehauenen Werke folglich meist nur mittelprächtig.

Nach vier Morrison-Alben 2017/18 mit Coverversionen und oft recht harmlosen eigenen Songs zeigt der in den "Sir"-Adelsstand erhobene Nordire nun, dass man ihn nie abschreiben sollte. "Three Chords & The Truth" umfasst 14 Stücke in üppigen 67 Minuten Spieldauer - ausschließlich Originalkompositionen. "Van The Man", der wohl größte weiße Sänger des Rhythm & Blues, liefert also wieder viel neues Material, seine Muse lässt den 74-Jährigen nie im Stich. Das Gute diesmal: Zur Masse kommt Klasse - einige dieser Lieder gehören durchaus zu den Höhepunkten eines ausufernden Alterswerks.

Schon der Opener "March Winds In February" erinnert an den beseelten Celtic-Soul-Interpreten Van Morrison während der 70er Jahre. "Fame Will Eat The Soul" ist ein feines Duett mit Bill Medley von den Righteous Brothers, den man seit gut 50 Jahren von Evergreens wie "You've Lost That Lovin' Feelin'" oder "Unchained Melody" kennt. Die Ballade "Dark Night Of The Soul" und das abschließende "Days Gone By" gehören zu den ganz starken Gesangsleistungen des Mannes aus Belfast.

Morrison präsentiert auf seinem offiziell 41. Studioalbum voller Elan viele schöne, stilvolle, mit Orgel, Piano, Standbass, Gitarre und Schlagzeug perfekt eingespielte Lieder. Manche Melodie meint man von dem legendären Songwriter zwar früher schon mal so ähnlich gehört zu haben. Aber diesmal klaut der britische Veteran immerhin bei den besseren Platten seines eindrucksvollen Œuvres.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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