Sie sind hier: Home > Unterhaltung > Musik >

Avicii (†28): Ex-Manager "Hätte mir eine Kugel für dich eingefangen"

"Ich hätte mir eine Kugel für dich eingefangen"  

Nach Kritik von Fans: Manager äußert sich zum Tod von Avicii

26.04.2018, 08:36 Uhr | rix, t-online.de

Wer war Avicii? Der Star-DJ im Portrait (Quelle: Imago) (Quelle: t-online.de)
Star-DJ im Portrait: Wer war Avicii?

Genie, Panik, Rückzug: Wie Avicii zum Star-DJ wurde und wie der Mensch hinter dem Musiker litt. (Quelle: t-online.de)

Genie, Panik, Rückzug: Wie Avicii zum Star-DJ wurde und wie der Mensch hinter dem Musiker litt. (Quelle: t-online.de)


Er war der Mann, der hinter ihm die Strippen zog: Arash "Ash" Pournouri hatte DJ Avicii entdeckt, ihn berühmt gemacht und von Gig zu Gig gejagt. Dafür wurde der Manager von Fans des Musikers heftig kritisiert. Via Facebook äußert sich der 36-Jährige jetzt zum Tod seines einstigen Schützlings.

Er war einer der ganz Großen – und das mit gerade einmal 28 Jahren. Der Startschuss für seine Karriere fiel bereits im Mai 2008. Damals wurde Arash "Ash" Pournouri auf Tim Bergling, wie der DJ mit bürgerlichem Namen hieß, aufmerksam. Von da an war der Iraner sein Manager, machte aus dem schwedischen Jungen einen gefeierten Weltstar.

Zehn Jahre später ist Avicii tot. Der Musiker aus Stockholm ist am Freitag im Oman gestorben. Die Todesursache ist zwar bekannt, doch die Polizei behält sie für sich – der Familie zuliebe. Nur ein Verbrechen wurde offiziell ausgeschlossen.

"Tim wird sterben"

Viele Fans geben seinem ehemaligen Manager die Schuld an seinem viel zu frühen Tod. Grund für die Spekulationen ist die BBC-Doku "Avicii: True Stories", die auch auf Netflix verfügbar ist. Schonungslos offen spricht der Musiker in den 97 Minuten über sein Leben als DJ und vor allem über die Schattenseiten seiner Karriere. Zu denen auch sein Manager Ash gehörte.

2013 veröffentlichte Avicii seinen ersten Hit – "Levels". Von da an war er nicht mehr zu bremsen. Bereits damals prophezeite sein Mentor: "Tim wird sterben. All die Interviews, Radiotourneen und so, das wird ihn umbringen." Avicii und seine Entourage waren im Erfolgsrausch. Über 800 Mal stand er vor Tausenden Fans an den Turntables, zog sich sogar mit Schmerzen an das Mischpult.

"Sie sahen doch, wie beschissen es mir ging"

Bis Avicii 2016 die Reißleine zog und für sich entschied, kürzer treten zu wollen. Doch mit dieser Entscheidung waren nicht alle einverstanden – schon gar nicht sein Manager. "Als ich mich entschlossen habe aufzuhören, dachte ich, dass mich meine Umgebung unterstützen würde – vor allem nachdem, was ich durchgemacht habe", erzählt der DJ in der Dokumentation. "Ich hätte nie erwartet, dass sie mich zu weiteren Shows drängen werden. Sie sahen doch, wie beschissen es mir ging."

Im August 2016 feierte er auf Ibiza sein Abschiedskonzert. Danach trennte sich Avicii auch von seinem Manager. Der äußerte sich jetzt via Instagram zum plötzlichen Tod seines ehemaligen Schützlings.

"Schock. Trauer. Zorn. Wut. Apathie. Verzweiflung. Elend. Schmerz. Schmerz. Schmerz", schreibt der 36-Jährige auf Instagram. "Du warst meine Familie. Mein Bruder. Mein Freund. Mein Verbündeter. Teil meines Herzens." Er habe niemals so eine tiefe Trauer empfunden. "Ich weiß nicht einmal, wann ich das letzte Mal geweint habe, aber jetzt sind meine Augen geschwollen von den Tränen seitdem ich das gehört habe."

"Ich hätte mir eine Kugel für dich eingefangen"

Er könne nicht glauben, dass Tim wirklich tot ist. "Du warst wunderschön. Du warst pures Talent. Du warst einer in einer Milliarde", schreibt Ash. "Ich kann nicht aufhören daran zu denken, dass wenn ich bei dir gewesen wäre, dich irgendwie hätte retten können." Und weiter: "Was auch immer passiert ist, ich hätte mir eine Kugel für dich eingefangen."

Vor zwei Jahren trennten sich die Wege von Ash und Avicii. "Ich war unglaublich glücklich und stolz auf dich, dass du auf dich selbst aufgepasst hast, bevor es jemand anderes getan hast." Und gerade deswegen könne er nicht verstehen, wie es soweit kommen musste. Aviciis Tod kam auch für Ash völlig überraschend. "Als ich dich das letzte Mal gesehen habe, sahst du großartig aus, stark und aufgeweckt. Die größten Probleme, die du hattest, waren Frauenprobleme, wie für einen ganz normalen 28-Jährigen." Seinen Post beendet Ash mit "Ich vermisse dich so sehr. Leere."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal