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Herbert Grönemeyer will das Geld der Reichen für die Kulturbranche

Künstler in der Krise  

Grönemeyer will das Geld der Reichen für die Kulturbranche

04.11.2020, 18:35 Uhr | rix, t-online, spot on news

Herbert Grönemeyer will das Geld der Reichen für die Kulturbranche. Herbert Grönemeyer: Der Musiker wünscht sich mehr Unterstützung für die Kulturbranche. (Quelle: Christian Augustin/Getty Images)

Herbert Grönemeyer: Der Musiker wünscht sich mehr Unterstützung für die Kulturbranche. (Quelle: Christian Augustin/Getty Images)

Die Corona-Krise hat die ganze Welt nahezu lahmgelegt. Auch die Kulturbranche ist von der Pandemie betroffen. Herbert Grönemeyer fordert jetzt die Reichen auf, Künstler finanziell zu unterstützen.

Konzerte wurden abgesagt, Auftritte verschoben, Kinos geschlossen: Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus ist weltweit nichts mehr so, wie es einmal war. Unter der aktuellen Situation leiden viele Menschen, einige bangen um ihre Jobs. Auch Musiker und andere Künstler sind davon betroffen. Sie wissen kaum, wie sie über die Runden kommen sollen. Unterstützung von der Regierung für die Kulturszene gibt es kaum, denn die ist für die Politik nicht systemrelevant.

Herbert Grönemeyer kann diese Einschätzung so gar nicht teilen. "Kultur stützt die Menschen in ihrer Verzweiflung, Trauer, in ihrer Lust, Freude, ihrem Lachen, ihrem Mut und ihrer Zuversicht", so der Musiker in einem Artikel der "Zeit". Im Gespräch mit der "Zeit". "Ein Land ohne die so unmittelbare Livekultur gibt und öffnet den Raum für Verblödung, krude und verrohende Theorien und läuft Gefahr, nach und nach zu entseelen." Damit das nicht passiert, richtet er einen Appell an die reichsten Bürger der Bundesrepublik und bittet um Hilfe.

"Existenzen zu sichern und Ängste zu mildern"

"Wäre die Zeit nicht günstig für eine Solidaritätssonderzahlung der Vermögendsten in diesem wohl rauen Herbst und einem drohenden Komplett-Lockdown?", fragt Grönemeyer. So könne eine "Kultur der gemeinsamen Verantwortung und des Mitgefühls" dafür sorgen, denjenigen zu helfen, die etwa in der Veranstaltungsbranche tätig sind und wegen der Corona-Pandemie um ihre Existenz bangen müssen – jene Menschen, "ohne die alle Künstler hilf- und glanzlos sind".

Der Lösungsansatz, der in seinen Augen neben den staatlichen Hilfen nun unumgänglich ist: "Wenn sich die Wohlhabendsten bereit erklären würden zu einer zweimaligen Sonderzahlung von zum Beispiel 50.000 bis 150.000 Euro, jeweils in diesem wie auch im nächsten Jahr, stünden ad hoc circa 200 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung, um Existenzen zu sichern, Pleiten aufzufangen und Ängste zu mildern."

Verwendete Quellen:
  • Die Zeit 46/2020
  • Nachrichtenagentur spot on news

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