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Die Diva der DDR: Eva-Maria Hagen ist tot


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Sie war viel mehr als nur die "Brigitte Bardot des Ostens"

dpa, Carola Große-Wilde

Aktualisiert am 19.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Eva-Maria Hagen, Schauspielerin, 1968 in Berlin
Eva-Maria Hagen in den 60er Jahren: Ihr Durchbruch gelang mit DDR-Filmkomödien. (Quelle: Frank Sorge/Archiv Klaus Fischer/Sorge/imago images)
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Sie galt als Filmdiva des Ostens. Neben ihrer Arbeit war ihr Privatleben mehr als turbulent. Ihr Streit mit dem Regime ebenfalls.

Eigentlich sollte Eva-Maria Hagen Maschinenschlosserin werden. Daraus wurde nichts: Nach ihrer Lehre im Bahnbetriebswerk Wittenberge begann die junge Frau ein Schauspielstudium in Ost-Berlin, wo sie mit 19 Jahren unter der Leitung von Bertolt Brecht am Berliner Ensemble debütierte. Nach ihrem Durchbruch mit der DEFA-Filmkomödie "Vergesst mir meine Traudel nicht" im Jahr 1957 verkörperte sie oft kurvige Blondinen, was ihr in der DDR den Titel "Brigitte Bardot des Ostens" einbrachte. Jetzt ist die Mutter von Punksängerin Nina Hagen und Großmutter von Schauspielerin Cosma Shiva Hagen im Alter von 87 Jahren in Hamburg gestorben.

Eva-Maria Hagen war von ihrer Kindheit traumatisiert


Das Leben von Eva-Maria Hagen

Eva-Maria Hagen in den Achtzigerjahren: Sie wurde als die "Brigitte Bardot der DDR" bezeichnet.
Sie machte zunächste eine Lehre zur Maschinenschlosserin, studierte dann aber ab 1952 Schauspiel in Ost-Berlin. 1953 spielte sie unter der Leitung von Bertolt Brecht im Berliner Ensemble in "Katzgraben" mit.
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Hagen kam 1934 in Költschen in Hinterpommern im heutigen Polen zur Welt. Ende des Zweiten Weltkriegs floh sie mit ihrer Mutter und ihren zwei Geschwistern. Im mecklenburgischen Perleberg fand die Familie eine neue Heimat. In ihrem Buch "Eva jenseits vom Paradies" erläuterte Eva-Maria Hagen offen die Lage der Kriegskinder "und was sie traumatisiert hatte bis ins hohe Alter, weil sich kein Schwanz um die seelischen Wunden dieser Jungen und Mädchen gekümmert hat".

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Durch Kreativität, Theaterspielen und Anerkennung im Beruf habe sie das Schreckliche und Grausame der Vertreibung verarbeitet, "obwohl bestimmte Tagträume und Anflüge von Verlorenheit mich nicht ganz verließen", schrieb sie weiter.

Wolf Biermann veränderte ihr Leben

Wolf Biermann, Sänger, Liedermacher bei einem Konzert mit Eva-Maria Hagen, Berlin 1985
Wolf Biermann und Eva-Maria Hagen bei einem Konzert im Jahr 1985: Gegen seine Ausbürgerung protestierte sie öffentlich. (Quelle: Jürgen Ritter/imago images)

Die Begegnung mit Liedermacher Wolf Biermann 1965 veränderte für sie alles. "Er war einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben", sagte sie einmal. Als sie 1976 gegen Biermanns Ausbürgerung öffentlich protestierte, entließ man sie fristlos und belegte sie mit Berufsverbot. In ihrem Buch "Eva und der Wolf" veröffentlichte Eva-Maria Hagen 1998 auch Stasiprotokolle über das Paar.

"Ich beschloss, den akribisch erfassten Beobachtungen der Aufschreiber vom Dienst meine Berichte und Briefe an und von meiner Liebe entgegenzusetzen und zu veröffentlichen, damit, wenn ich nicht mehr da bin, nicht nur das Geschmiere von den Horchern an der Wand übrig bleibt aus dieser wunderbaren und aufregenden Zeit".

Die Hagens (v.l.): Nina, Cosma-Shiva und Eva-Maria bei einem Auftritt im Jahr 2000.
Die Hagens (v.l.): Nina, Cosma Shiva und Eva-Maria bei einem Auftritt im Jahr 2000. (Quelle: Wolfgang Langenstrassen/dpa)

Nach der Wende drehte die Schauspielerin mit der natürlichen und sanften Ausstrahlung wieder Filme in Babelsberg in Potsdam, stand als "Medea" oder "Mutter Courage" auf der Bühne oder sang Brecht-Lieder. Auch im Fernsehen und im Kino sah man die vielseitige Künstlerin, zuletzt in Komödien wie "Dinosaurier – gegen uns seht ihr alt aus!" im Jahr 2009 oder Dramen wie "Lore" 2012.

Zusammen mit ihrer Tochter, der NDW-Legende Nina Hagen, und der schauspielenden Enkelin Cosma Shiva Hagen synchronisierte sie 2014 die Neuauflage des Zeichenfilmklassikers "Biene Maja". Die drei Hagen-Frauen beschrieb sie so: "Wir lieben uns von Herzen, aber wir verkörpern drei unterschiedliche Welten."

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der dpa
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Von R. Heil, H. Molnár, A. Röger
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