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GZSZ-Star Nina Bott über Leben als Mutter und Unternehmerin


Nina Bott: "Man zahlt viel ein, aber bekommt nichts zurück"

Von Janna Halbroth

Aktualisiert am 04.12.2023Lesedauer: 6 Min.
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Nina Bott: Die Schauspielerin ist jetzt auch Unternehmerin.Vergrößern des Bildes
Nina Bott: Die Schauspielerin ist jetzt auch Unternehmerin. (Quelle: Streetstyleshooters/Getty Images)

Eine Rolle bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" machte sie berühmt. Mittlerweile hat Nina Bott vier Kinder und viele Jobs. Wie sie alles vereinbart, erzählt sie t-online.

Nina Bott ist nicht mehr "nur" vierfache Mutter, Moderatorin, Autorin, Influencerin und Schauspielerin. Sie ist nun auch unter die Unternehmerinnen gegangen. Der ehemalige GZSZ-Star hat einen eigenen Online-Lifestyle-Shop eröffnet. Um Anfängerfehler zu vermeiden, holte sich Bott "lieber professionelle Leute mit dazu, die viel Erfahrungen mitbringen", sagte sie im Gespräch mit t-online. Den Shop habe sie zusammen mit dem Unternehmen Faire eröffnet, einem Onlinemarktplatz für Einzelhändler und Einzelhändlerinnen.

Allein wäre sie diesen Schritt nicht gegangen, wie sie sagt, "weil ich rund um mein Familienleben und meinen Fulltimejob viel zu tun habe und die richtige Unterstützung wollte".

Anfangs habe sie alle Produkte bei sich zu Hause noch selbst verpackt und verschickt. Mittlerweile arbeite sie daran, die Logistik teilweise abzugeben und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einzustellen, die ihr helfen. Es scheint also gut zu laufen, auch wenn das für Bott viel Arbeit bedeutet. "Es ist nicht so, dass ich es bereue, aber manchmal frage ich mich schon, ob ich einen Tick zu blauäugig war", gibt sie zu.

Nina Bott hat Mitgefühl mit Cathy Hummels

Dass einem beim Schritt ins Unternehmertum schnell Fehler passieren können, beweist ihre Promikollegin Cathy Hummels. Die Influencerin verkauft jetzt Schmuck. Zunächst behaupteten sie und ihre Partnerin, dass dieser handgemacht und von Hummels und ihrem Team designt wurde. Teile, die denen aus der Hummels-Kollektion zum Verwechseln ähnlich sehen, gibt es allerdings schon seit längerer Zeit zu viel günstigeren Preisen in Billig-Webshops zu kaufen.

Schuldzuweisungen von Bott an Hummels gibt es keine. Angesprochen auf Hummels glaubt diese an die Ahnungslosigkeit der Münchnerin. "Da fühle ich total mit. Ich denke, dass sie nach bestem Wissen versucht hat zu handeln, aber man muss echt vorsichtig sein." Sie selbst bekomme oft Anfragen von möglichen Kooperationspartnern, die ihr unseriös erscheinen. "Dann heißt es, dass man seine eigene Kollektion rausbringt und letztendlich gibt man dann nur seinen Namen dafür. Da kann man schnell an die falschen Leute geraten."

Nina Bott habe auch schon negative Erfahrungen mit Firmen gemacht, mit denen sie auf Instagram zusammengearbeitet hat. Es seien heutzutage viele Blender unterwegs. Das Internet eröffne "mehr Möglichkeiten, aber es bietet auch mehr Fallen", so Bott.

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Für ihren Onlineshop "Easy Peasy by Nina Bott" arbeite sie deswegen mit einer größeren Firma zusammen. "Die Produkte auf meiner Seite sind aus kleinen Läden, die durch Faire die Möglichkeit haben, zu wachsen. Das finde ich gut, da unterstützt man auch wieder kleine Unternehmen." Außerdem biete sie Produkte von Leuten an, die sie persönlich kenne. Ihr angebotener Schmuck sei aus einem Traditionsunternehmen, das derzeit von zwei jungen Frauen geführt werde.

Ihre Rolle als Familienmutter und Geschäftsfrau bringe sie dabei mit der richtigen Zeiteinteilung und der richtigen Motivation unter einen Hut. "Ich glaube, erst mal muss man das auch wollen", sagt sie. "Es ist natürlich auch viel Stress." Sie arbeite viel, wenn die Kinder schlafen oder in der Kita und in der Schule seien. "Manchmal merke ich am Nachmittag, wenn ich die Kinder abhole mit dem Auto, dass ich zum ersten Mal sitze", gibt Nina Bott zu. "Ich glaube, man muss wirklich so mit seinen Ressourcen haushalten und wissen, was man kann und was man auf jeden Fall selber machen muss und alles andere muss man dann auch irgendwie in gute Hände geben."

"Es tut mir leid, dass den Männern das nicht zugetraut wird"

Dass Frauen oft auf eine Doppelbelastung in Beruf und als Mutter angesprochen werden, Männer allerdings nicht, störe sie nicht. "Es tut mir eher leid, dass den Männern das
nicht so zugetraut wird. Es gibt auch viele Männer, die heutzutage zu Hause bleiben oder in Elternzeit gehen." Bei ihr selbst sehe es allerdings anders aus. Ihr Verlobter Benny gehe "klassischerweise ins Büro", allerdings nur, "weil es anders nicht möglich wäre".

Sie ist selbstständig und könne sich ihre Zeit frei einteilen. Grundsätzlich könnten Väter ihrer Meinung nach genauso gut für die Kinder sorgen wie Mütter. Oft gingen Männer aber Berufen nach, aus "denen sie nicht so gut raus können und dann ist da noch das Problem, dass die Männer oft mehr verdienen als die Frauen", so Bott.

"So funktioniert das eben"

Sie befinde sich mit ihrem Job in einer sehr privilegierten Position, das sei ihr bewusst. Zu Produktionen habe sie ihr Baby teilweise mitnehmen und zwischen den Drehzeiten stillen können. Einen großen Teil ihrer Arbeit erledige sie zudem im Homeoffice. Dafür hat die 45-Jährige als Selbstständige aber keinerlei Zuschüsse, etwa im Mutterschutz, erhalten. "Man zahlt sehr viel ein, aber bekommt nichts zurück", stellt sie fest, erklärt aber: "Das finde ich ehrlich gesagt gar nicht so schlimm, also so funktioniert das eben." Sie finde es in Ordnung, dass sie als Besserverdienende, "denen unter die Arme greifen [könne], die die Zuschüsse wirklich brauchen".

Nacktshooting als Vierfachmutter?

Zu Botts Arbeit gehörte es in der Vergangenheit, sich für das Magazin "Playboy" auszuziehen. Satte drei Mal ließ sie die Hüllen fallen. Und auch ein weiteres Mal schließt sie nicht aus: "Im Prinzip kann ich mir ein viertes 'Playboy'-Shooting schon vorstellen", sagt sie. "Ich habe auch nie darüber nachgedacht, ob ich es ein zweites oder drittes Mal mache, das hat sich dann so ergeben. Grundsätzlich hat sich meine Einstellung nicht geändert." Es käme allerdings auf den Fotografen und die Umstände an.

Beim ersten Mal hatte sie einfach Lust darauf und sei zudem noch "superjung" gewesen. Beim zweiten Mal wurde sie durch eine "tolle Fotografin aus Südamerika" überzeugt und beim dritten Mal habe es sich so ergeben, dass ein guter Freund von ihr, Fotograf Paul Ripke, mit im Boot war. "Und dann war das auch wieder ein Selbstläufer."

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Ihr Körper würde der Hamburgerin bei einem etwaigen weiteren Nacktshooting jedenfalls nicht im Weg stehen. Die vier Geburten ändern daran nichts. "In meinem Körper habe ich mich immer wohlgefühlt", so Bott.

An ihr erstes Nacktshooting kann sich Bott noch gut erinnern: "Meine Oma hat
damals gefragt, ob ich sicher sei und ob mein Busen groß genug sei, und dann habe ich ihr gesagt, wenn das ihre einzige Sorge sei, dann könne ich das machen." Bedenken bezüglich ihres ältesten Sohnes, der damals im Teeniealter war, seien unnötig gewesen.

"Nicht ein einziges Kind hat ihn auf dem Schulhof darauf angesprochen", versichert Bott. "Man macht sich immer viele Gedanken, gerade als Mutter, ob man das machen kann. Ich sage: Ja, kann man. Es schreit kein Hahn danach und mir hat es immer Spaß gemacht. Deswegen würde ich es auch wieder machen."

GZSZ-Comeback: "Es käme auf die Umstände an"

Mit einem Comeback bei GZSZ verhalte es sich ähnlich. Acht Jahre hat sie die Rolle der Cora Hinze in der RTL-Serie verkörpert. "Es käme auf die Umstände an, aber ich denke nicht so viel über ungelegte Eier nach", so die Schauspielerin.

Zu einigen Darstellern aus der Serie hat sie heute noch Kontakt: "Mit Rhea Harder zum Beispiel, die wohnt auch in Hamburg und das erste Kind haben wir fast zeitgleich bekommen, sie hat auch mehrere Kinder und wohnt bei mir um die Ecke." Mit Nadine Dehmel, Raphael Schneider, Raphaël Vogt oder Daniel Fehlow habe sie ebenfalls noch etwas zu tun. "Wir haben zwar inzwischen alle Familie, man sieht sich aber alle paar Jahre mal und dann ist es wieder total schön", sagt sie.

Die Zeit am "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Set vergleicht sie mit der Schulzeit. Es sei zwischen den ehemaligen Kollegen noch immer eine "intensive und tiefe Verbundenheit". Dazu beigetragen habe auch, dass man zusammen viel erlebt habe. "Wir waren mit dem ganzen Cast auf Mallorca oder in Griechenland." Für das damalige GZSZ-Magazin sei man oft auf Reisen gewesen. "Wir hatten einfach so eine tolle Zeit, das schweißt schon zusammen." Hinterher habe sie von Regisseuren gehört, dass diese gerne auf ehemalige GZSZ-Darsteller zurückgreifen, da diese "einfach wissen, was sie tun, teamfähig sind und einfach funktionieren".

Verwendete Quellen
  • Interview mit Nina Bott
  • instagram.com: Profil von ninabott
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