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Donatella Versace wird 60: Natürlichkeit ist nicht ihr Markenzeichen

Donatella Versace wird 60  

Natürlichkeit ist nicht ihr Markenzeichen

02.05.2015, 07:00 Uhr | t-online.de, dpa

Eine makellos glatte Stirn, straffe Wangen und wulstige Lippen. Dazu platinblonde Haare und sonnengegerbte Haut: Donatella Versace ist für ihren künstlichen Look berüchtigt. Seit Jahren wird über das Gesicht der italienischen Modedesignerin gelästert ("Dönerteller Versace") und über diverse Schönheitsoperationen gerätselt.

Sie selbst gab 2013 in einem Interview zwar zu: "Dieses Aussehen verdanke ich nicht meinen Genen." Allerdings fügte sie an: "Ich benutze tonnenweise Creme und kümmere mich sorgfältig um mein Haar und meine Haut." Dass sie sich auch das ein oder andere Mal unters Messer gelegt haben dürfte, lässt sich zumindest mutmaßen, wenn man ältere Aufnahmen der Designerin mit heutigen Bildern vergleicht. Noch im Jahr 2000 sah Donatella deutlich natürlicher aus. Am 2. Mai feiert die Modeschöpferin ihren 60. Geburtstag - und hat in den vergangenen Jahren einiges geschafft, was ihr viele zuvor kaum zugetraut hätten.

Tod des Bruders traf sie tief

Nach dem Mord an ihrem Bruder und Firmengründer Gianni Versace im Jahr 1997 übernahm sie die Geschicke des Mailänder Traditionshauses. Doch zu tief saß auch bei ihr der Schmerz des Verlustes: "Ich habe nicht den King of Fashion verloren. Ich habe meinen Bruder verloren", sagte Donatella kürzlich in einem Interview der "New York Times".  Ihren Schmerz habe sie niemandem zeigen können.

Kampf gegen Depressionen und Drogen

Der Druck, dem Erbe des vergötterten Bruders gerecht zu werden, war groß. Donatella kämpfte in der Folge mit Depressionen. Drogen bestimmten ihr Leben mehr als die Mode. Die Fachwelt beschimpfte ihre Kollektionen als grauenhaften Luxus-Trash, das Modehaus häufte Schulden an. Vor etwa zehn Jahren stand das Unternehmen kurz vor dem Ruin. Donatella ging auf Entzug. "Ich habe eine schwierige Zeit durchgemacht. Ich musste zur Ruhe kommen, gründlich nachdenken und mein Leben neu ordnen", sagte sie 2005 in einem Interview.

Langsam erholte sich das Unternehmen, was auch dem jetzigen Versace-Geschäftsführer Gian Giacomo Ferraris zu verdanken ist. Im vergangenen Jahr stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um fast 17 Prozent auf etwa 550 Millionen Euro, das Haus konnte auch den Gewinn steigern. Die Kritiker loben Donatellas Kollektionen wieder, die mittlerweile etwas weniger schrill sind - auch wenn der typische Jetset-Stil mit großen Logos und Opulenz weiter dazugehört und sicher Geschmacksfrage ist.

Busenfreundin Lady Gaga

Auch die Stars wandten sich dem Label wieder zu. Madonna modelt für die aktuelle Kollektion. Das Hochzeitskleid von Angelina Jolie stammte ebenfalls aus dem Mailänder Atelier. Und Lady Gaga gilt als Donatellas Busenfreundin - was sicher nicht nur an der manchmal nicht zu leugnenden Ähnlichkeit der beiden liegt.

Wie auch Lady Gaga ist Donatella zwar ein Weltstar, doch innerlich verletzlich, wie sie selbst sagte. "Keiner glaubt es, aber ich bin keine sehr sichere Person. Ich stelle alles in Frage, was ich bin", sagte Donatella der "Times".

Wird Tochter Allegra auf ihre Mutter folgen?

Mittlerweile ist der Finanzinvestor Blackstone zu 20 Prozent an dem Unternehmen beteiligt, was Versace ermöglichte, neue Läden in Top-Locations zu eröffnen. Den Mehrheitsanteil von 50 Prozent hat allerdings Donatellas Tochter Allegra nach dem Tod von Gianni Versace geerbt. Ob sie dem Label jemals ihre Handschrift verpassen wird, ist aber unklar. Nach Schlagzeilen über eine schwere Magersucht vor einigen Jahren sieht derzeit nichts danach aus, als würde Donatella das Ruder in Kürze an ihre Tochter übergeben.

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