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Britta von Lojewski hat "zwei Wochen von Haferflocken gelebt"

Nach Brustkrebserkrankung und Privatinsolvenz  

Britta von Lojewski: "Habe zwei Wochen von Haferflocken gelebt"

23.09.2015, 14:58 Uhr | sgü, t-online.de

Britta von Lojewski hat "zwei Wochen von Haferflocken gelebt". Britta von Lojewski sprach in "Menschen bei Maischberger" über ihre Brustkrebserkrankung und ihre Privatinsolvenz. (Quelle: imago)

Britta von Lojewski sprach in "Menschen bei Maischberger" über ihre Brustkrebserkrankung und ihre Privatinsolvenz. (Quelle: imago)

Viele kennen Britta von Lojewski (52) als quirlige und stets gut gelaunte Moderatorin des "Kochduells". In der ARD-Talkshow "Menschen bei Maischberger" sprach sie über ein dunkles Kapitel ihres Lebens: Nach Fehlinvestitionen verlor sie ihre gesamten Ersparnisse und kämpfte jahrelang mit einem Schuldenberg. Dann erkrankte sie an Brustkrebs.

Ihr blieb nur ein Weg - in die Privatinsolvenz. "Ich habe einmal zwei Wochen lang von Haferflocken mit Wasser gelebt, weil ich mir nichts mehr kaufen konnte", berichtet sie von der schrecklichen Zeit.

2003 hatte die Moderatorin in Leipzig und Dresden drei Wohnungen im Wert von 500.000 Euro erworben - als Altersvorsorge, so dachte sie. Die vermeintlichen Luxuswohnobjekte entpuppten sich jedoch als baufällig. Die Firma, die die Sanierung durchgeführt hatte, meldete Insolvenz an und konnte nicht mehr belangt werden. Britta von Lojewski war zwar nur mit kapp 30 Prozent Eigenkapital eingestiegen, dennoch konnte sie irgendwann den Forderungen der Bank nicht mehr nachkommen.

"Habe alles verkauft, was nicht bei drei auf dem Baum war"

Auch nach der Zwangsversteigerung der Objekte liefen die Zinsforderungen weiter. Und es kam der Tag, an dem ihre Konten eingefroren wurden. Plötzlich stand sie völlig mittellos und ohne Bargeld-Reserven da: "Da dreht man erst mal am Rad. Man versucht, die Kosten zu minimieren. Ich habe alles verkauft, was nicht bei drei auf dem Baum war."

"Ein unfassbarer Stress über mehrere Jahre hinweg"

Die Armut, in die sie sehr plötzlich stürzte, hat sie sehr verändert. Sie habe das Gefühl gehabt, ihre Freiheit zu verlieren. "Sie haben einen unfassbaren Stress. Wachen morgens auf, haben noch 5,25 Euro und überlegen, was Sie damit machen können. Und das über mehrere Jahre hinweg."

"Mir wurde eine Umschulung zum Gabelstaplerfahrer vorgeschlagen"

Auch die Beantragung von Hartz IV war ein sehr negatives Erlebnis für sie. Beim ersten Mal wurde sie von anderen Wartenden um Autogramme gebeten. Der erste Berater schlug ihr dann eine Umschulung zum Gabelstaplerfahrer vor. "In dem Moment war es nicht komisch", kommentiert sie. "Der Zweite sagte, er könne mir einen Deutschkurs anbieten." Nicht hilfreich für die TV-Moderatorin, die die deutsche Sprache in Wort und Schrift perfekt beherrscht.

"Bin ziemlich gerupft"

Im Mai 2015 wurde bei ihr beidseitig Brustkrebs diagnostiziert. Dennoch blickt Britta von Lojewski positiv in die Zukunft: "Nach vier Monaten Chemotherapie bin ich - wie man sehen kann - ziemlich gerupft, und so fühle ich mich auch. Aber ich habe festgestellt, dass ich viel stärker bin, als ich geglaubt habe. Ich werde das jetzt gnadenlos weiter durchziehen und gehe davon aus, dass ich im nächsten Jahr mit Hilfe meiner wunderbaren Ärzte den Krebs vom Hof gejagt habe."

"Wenn Sie alles verloren haben, können Sie nur noch gewinnen"

Bis dahin warten noch eine OP und eine Strahlentherapie auf sie. Dieser Belastung versucht sie mit einer positiven Haltung zu begegnen, ein positives Zukunftsbild in sich zu tragen: "Ich habe im Kopf vorgespult, bin bereits in der Mitte nächsten Jahres und sehe mich mit wehendem Haupthaar sehr fröhlich und erstarkt aus dieser Krise herausgehen." Der Krebs habe ihr eine Klarheit gegeben, die sie vorher nicht gekannt habe: "Wenn Sie erst mal alles verloren haben, können Sie nur noch gewinnen."

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