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Von Tiger-Angriff gezeichnet - Promi-Geburtstag vom 3. Oktober 2019: Roy Horn

Von Tiger-Angriff gezeichnet  

Promi-Geburtstag vom 3. Oktober 2019: Roy Horn

03.10.2019, 00:03 Uhr | dpa

Von Tiger-Angriff gezeichnet - Promi-Geburtstag vom 3. Oktober 2019: Roy Horn. Untrennbar: Siegfried & Roy.

Untrennbar: Siegfried & Roy. Foto: Felix Hörhager/dpa. (Quelle: dpa)

Las Vegas (dpa) - Sein Geburtstag ist für immer mit einem tragischen Vorfall verbunden, der ihn fast das Leben kostete. Die Ärzte sprachen 2003 von einem Wunder, dass Roy Horn die schweren Verletzungen nach dem Angriff seines weißen Tigers Mantecore überhaupt überlebte.

Am 3. Oktober 2003 feierte der in Nordenham bei Bremen geborene Dompteur und Magier seinen 59. Geburtstag, als die Traumkarriere des international gefeierten Magier-Duos "Siegfried & Roy" jäh beendet wurde. Der Angriff passierte in ihrer abendlichen Bühnenshow im "Mirage"-Hotel in Las Vegas vor den Augen entsetzter Besucher.

Heute wird Roy Horn 75 Jahre alt. Von dem schwerem Blutverlust, Schlaganfällen und einer Gehirnoperation nach dem Unfall konnte er sich nie mehr vollständig erholen. Horn lernte langsam wieder gehen, schleppend und meist auf einen Stock gestützt. Bei seltenen öffentlichen Auftritten und Reisen ist ein Rollstuhl dabei. Und Roys langjähriger Partner, der in Rosenheim geborene Siegfried Fischbacher (80), der plötzlich zum Betreuer wurde.

Im vorigen Mai hatte das seit Jahrzehnten in Las Vegas lebende Duo noch Siegfrieds Münchner Heimat und den Tegernsee besucht. Horn machte dort eine Stammzelltherapie mit Eigenblut. "Wir hoffen, dass er sich durch die Therapie wieder besser bewegen kann", sagte Fischbacher damals der "Bild"-Zeitung.

Horn gab dem weißen Tiger keine Schuld, er nahm Mantecore vielmehr in Schutz. Nach dem Tod der Raubkatze im Jahr 2014 schrieb der Magier auf Facebook, sein "geliebter 17 Jahre alter weißer Tiger, Freund und Bruder" sei gestorben. Das Tier sei ihm nur zu Hilfe gekommen und habe ihn wegtragen wollen, nachdem ihm auf der Bühne schwindlig geworden sei.

Doch an dieser Darstellung gab es auch immer wieder Zweifel. Der langjährige Raubkatzentrainer Chris Lawrence, der in der Unfallnacht mit auf der Bühne stand, sagte im März dem Magazin "Hollywood Reporter", Horn habe bei dem Auftritt Fehler gemacht und die Kontrolle über den Tiger verloren. Im August widersprach Fischbacher dieser Darstellung und sprach erstmals über den Abend, der alles veränderte: Es sei ein Unfall gewesen und keine Attacke. "Wenn dich ein Tiger attackiert, dann dauert es zwei Sekunden bis es mit dir vorbei ist." Seine Erklärung: Roy habe wegen gesundheitlicher Probleme nicht wie gewohnt mit dem Raubtier kommunizieren können.

Schon als Kind im Nachkriegsdeutschland entdeckte Horn seine Liebe zu exotischen Tiere, darunter ein Gepard namens "Chico" im Bremer Zoo. Er heuerte als Steward auf einem Kreuzfahrtschiff an, wo er Fischbacher traf. Mit Zauber- und Tiertricks arbeitete sich das Duo nach oben. 1967 kamen die beiden nach Angaben ihres Deutschland-Managements erstmals nach Las Vegas, gut zwei Jahrzehnte später handelten die "Meister der Illusion" mit dem "Mirage"-Hotel in der Casinostadt einen Millionen-Deal aus. Mit spektakulären Illusionen und exotischen Tieren, darunter die seltenen weißen Tiger, begeisterten die deutschen Entertainer Fans aus aller Welt.

Im Rampenlicht stehen sie nun nur noch selten. Auf Facebook posten sie gelegentlich Fotos von ihrem Alterssitz "Little Bavaria" am Stadtrand von Las Vegas, einem riesigen Anwesen mit Raubkatzen und anderen Tieren. Die geplante Fernsehproduktion "Siegfried & Roy" könnte bald mehr Einblick in die bewegte Lebensgeschichte des Duos geben. Produzent Nico Hofmann ("Unsere Mütter, unsere Väter"), Chef der Produktionsfirma UFA, hat sich die Verfilmungsrechte gesichert. Ein Sendetermin ist aber noch nicht bekannt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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