Jüngere Liebhaber, Brustkrebs, Vertragsstrafen Marie-Luise Marjan enthüllt letzte "Lindenstraße"-Geheimnisse

Am 29. März ist es soweit: Die letzte Folge der "Lindenstraße" flimmert über den Bildschirm. "Mutter Beimer"-Darstellerin Marie-Luise Marjan enthüllt nun die letzten Geheimnisse der Serie.
Am Sonntagabend läuft nach über 34 Jahren die letzte Folge "Lindenstraße". Das bedeutet mit Folge 1758 endet eine der langlebigsten Serien im deutschen TV. Marie-Luise Marjan ist seit Folge 1 dabei und kennt die Vorabendserie somit so gut, wie kaum jemand anders.
Mutter Beimar wollte einen jüngeren Liebhaber
Einer ihrer größter Serien-Träume blieb in all der Zeit allerdings unerfüllt. "Ich wollte als Mutter Beimer einmal einen jungen Mann heiraten", sagt die Schauspielerin im "Bild"-Interview. "Was bei älteren Männern mit jungen Frauen akzeptiert wird, sollte umgekehrt auch für reife Frauen möglich sein. Das wäre ein Diskussionsthema gewesen." Doch der Vorschlag wurde von den Machern zurückgewiesen.
Mitspracherecht hatte sie jedoch in anderen biografischen Punkten ihrer Figur. Nach Mutter Beimars Scheidung sollte ihre Rolle Brustkrebs bekommen. Marjan legte da aber ein Veto ein. Produzent Hans Geißendörfer fragte seine Schauspieler oft, was sie spielen wollten, sagt Marjan.
Hätten die Schauspieler der Serie jedoch über bevorstehende Handlungsstränge geplaudert, wären sie ordentlich zur Kasse gebeten worden, wie Marjan erklärt: "Wir bekamen immer eine Kiste, in der die Drehbücher für 27 Folgen waren. Die liest man dann neugierig durch, um zu schauen, wie das eigene Schicksal jetzt weitergeht. Es kostete 15.000 Euro Strafe, wenn wir etwas verraten hätten."
Zum Finale wird am 29. März um 18 Uhr eine Doku über 34 Jahre "Lindenstraße" im WDR ausgestrahlt. In "Bye Bye Lindenstraße" werden alte Szenen, Archivmaterial sowie Interviews mit aktuellen und ehemaligen Schauspielern gezeigt.
- Bild: "Die letzten Geheimnisse der 'Lindenstraße'" (kostenpflichtig)
- Das Erste: Lindenstraße