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Revolution bei der Berlinale: Preise nicht mehr nach Geschlecht getrennt

Neue Regeln  

Berlinale will Preise nicht mehr nach Geschlecht trennen

24.08.2020, 18:44 Uhr | dpa

Revolution bei der Berlinale: Preise nicht mehr nach Geschlecht getrennt. So sah das Berlinale International Film Festival dieses Jahr aus. (Quelle: REUTERS/Fabrizio Bensch/File Photo)

So sah das Berlinale International Film Festival dieses Jahr aus. (Quelle: REUTERS/Fabrizio Bensch/File Photo)

Als eines der ersten großen Filmfestivals will die Berlinale Schauspielerinnen und Schauspieler nicht mehr getrennt nach Geschlecht auszeichnen.

Bisher wurden im Wettbewerb die "beste Darstellerin" und der "beste Darsteller" geehrt. In Zukunft sollen Silberne Bären für die beste Leistung in einer Haupt- und einer Nebenrolle vergeben werden, wie die Festivalleitung am Montag in Berlin ankündigte.

"Die Auszeichnungen im Schauspielfach nicht mehr nach Geschlechtern zu trennen, ist ein Signal für ein gendergerechteres Bewusstsein in der Filmbranche", erklärten die beiden Festivalleiter, Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals der Welt. Sie soll 2021 trotz Corona-Pandemie stattfinden. Geplant sei ein "physisch stattfindendes Festival". Dabei soll die "größtmögliche Sicherheit" gewährleistet werden.

"Wir halten uns an die Regeln, die dann Gültigkeit haben", sagte eine Sprecherin. Im Kino muss also voraussichtlich Abstand gehalten werden. Es könnte sein, dass insgesamt weniger Filme laufen. Einzelne Produktionen könnten öfter gezeigt werden - dann hätten mehr Zuschauer die Chance, einen Film trotz weniger Kinoplätzen zu sehen.

Anpassungen "in der Festivalstruktur, der Filmprogrammierung sowie der Gesamtzahl der eingeladenen Filme" würden "in den kommenden Wochen" definiert, teilte das Festival mit. Die Berlinale wird jedes Jahr nicht nur von Filmteams und Fachpublikum besucht, sondern auch von Tausenden Filmfans. Zuletzt wurden rund 330.000 Tickets verkauft. Die nächste Ausgabe ist vom 11. bis 21. Februar 2021 geplant.

Ersetzt werden soll dann auch der Alfred-Bauer-Preis. Hintergrund sind Recherchen zur Vergangenheit des ersten Festivalleiters Alfred Bauer im Nationalsozialismus. Die Auswertung einer externen fachwissenschaftlichen Untersuchung werde im Spätsommer vorliegen und dann veröffentlicht, erklärte die Festivalleitung. In Zukunft soll ein Silberner Bär "Preis der Jury" vergeben werden.

In der Filmwelt stand vieles still, um die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 einzudämmen. Das Filmfest Cannes etwa fiel aus. Die Filmfestspiele in Venedig sollen dagegen kommende Woche beginnen. Auch die Berlinale soll analog stattfinden. "In einer lebendigen Beziehung zum Publikum sehen wir ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal von Festivals", erklärten die Berlinale-Chefs. Der Branchentreff European Film Market (EFM) soll teils digital stattfinden.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Deutschen Presse-Agentur

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