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Heidi Kabel wäre 100 geworden: Ohnesorg-Star bleibt unvergessen

Heidi Kabel wäre 100 geworden  

Der unvergessene Star des Ohnsorg-Theaters

27.08.2014, 10:20 Uhr | t-online.de, dpa

Heidi Kabel wäre 100 geworden: Ohnesorg-Star bleibt unvergessen. Volksschauspielerin Heidi Kabel ist auch vier Jahre nach ihrem Tod unvergessen. (Quelle: picture alliance/keystone)

Volksschauspielerin Heidi Kabel ist auch vier Jahre nach ihrem Tod unvergessen. (Quelle: picture alliance/keystone)

Sie spielte tratschsüchtige Nachbarsfrauen, keifende Hausdrachen, bauernschlaue Mütter und schrullige Alte. In mehr als 65 Jahren stand Heidi Kabel in über 160 plattdeutschen Stücken auf der Bühne, das Hamburger Ohnsorg-Theater ist untrennbar mit ihrem Namen verbunden. Wohl zu keiner anderen passt der Begriff der Volksschauspielerin so gut wie zu der 2010 verstorbenen "Hamburger Deern".

Als Hommage an Heidi Kabel, die am 27. August ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, lassen wir in unserer Foto-Show die beliebtesten deutschen Volksschauspieler Revue passieren. Denn auch wenn viele dieser Stars wie Kabel, Peter Alexander oder Willy Millowitsch längst verstorben sind, leben sie in ihren unvergessenen Film- und TV-Rollen sowie im Gedächtnis der Zuschauer weiter.

Volksschauspielerin in Kittelschürze

Kabel, deren Markenzeichen die Kittelschürze war, überzeugte mit Mutterwitz und Menschenkenntnis in allen großen Frauenrollen des deutschen Volkstheaters und machte das Plattdeutsche weit über den Norden hinaus bekannt. "Es gibt für mich nichts Schöneres, als mein Publikum zum Lachen, zum Nachdenken und zum Weinen zu bringen", sagte sie selbst einmal. Ihr Kollege Peter Striebeck erklärte einst: "Sie kommt immer als Mensch auf die Bühne, und man vergisst, dass sie spielt. Darum ist sie eine echte Volksschauspielerin."

Dabei wollte Heidi Kabel zunächst gar keine Schauspielerin werden, sondern Pianistin. Als 18-Jährige begleitete sie 1932 eine Freundin zum Vorsprechen an die "Niederdeutsche Bühne", die Richard Ohnsorg 1902 gegründet hatte - und wurde selbst engagiert. Dabei hatte ihre Mutter ihr noch hinterhergerufen: "Heidi, du nicht!"

Tochter Heidi trat in Kabels Fußstapfen

1937 heiratete sie den Regisseur Hans Mahler, der 1948 zum Leiter des Ohnsorg-Theaters berufen wurde, und bekam drei Kinder: die Söhne Jan-Rasmus und Heiko und die Tochter Heidi, die in ihre Fußstapfen trat. An ihrer Mutter schätze sie am meisten, "dass sie zu Hause eine richtige Mutter war und im Theater eine so fantastische Schauspielerin - und das alles unter einen Hut bekommen hat", erinnert sich Heidi Mahler.

Unvergessen: "Tratsch im Treppenhaus"

Über hanseatische Grenzen hinaus populär wurde Kabel in den 50er Jahren, als das Fernsehen die Aufführungen aus dem Ohnsorg-Theater ausstrahlte. Bald avancierte sie zum Star der Volksbühne. Neben dem Kölner Willy Millowitsch gehörte Heidi Kabel schnell zu den beliebtesten Schauspielern des volkstümlichen Theaters. Ihre Rolle in "Tratsch im Treppenhaus", wo sie 1962 neben Henry Vahl die klatschsüchtige Nachbarin Meta Boldt gab, bleibt ebenso unvergessen wie "Die Kartenlegerin" und "Mudder Mews".

Mit über 70 erweiterte sie ihr Fernsehrepertoire um Charakterrollen. 2007 stand sie gemeinsam mit ihrer Tochter im Kinofilm "Hände weg von Mississippi" von Detlev Buck mit 92 Jahren ein letztes Mal vor der Kamera.

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