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Marijke Amado prangert das deutsche Fernsehen an

"Männer wollen was Jüngeres"  

Marijke Amado prangert deutsches Chauvi-TV an

09.09.2016, 10:04 Uhr | t-online.de

Marijke Amado prangert das deutsche Fernsehen an. Marijke Amado widmet sich heute dem Theater. (Quelle: Imago)

Marijke Amado widmet sich heute dem Theater. (Quelle: Imago)

In den 1990er Jahren moderierte Marijke Amado die "Mini Playback Show" und war im deutschen TV dauerpräsent. Heute hat die 62-Jährige dem Fernsehen den Rücken gekehrt und widmet sich dem Theater. Frauen ihres Alters hätten ohnehin keine Chance mehr, meint sie.

"Die Einzigen, die man immer sieht, sind der ewige Günther Jauch und der ewige Thomas Gottschalk. Schade ist, dass viele gute Frauen aus der TV-Landschaft verschwunden sind", beklagt die Holländerin im Gespräch mit "bild.de". "Wo ist Linda de Mol? Wo ist Margarethe Schreinemakers? Wo ist Ulla Kock am Brink?“

Schuld am Frauenschwund sei laut Amado, dass in der deutschen Fernsehlandschaft vornehmlich das Y-Chromosom den Ton angibt: "Es ist eine Männerwelt, die entscheidet, und die Männer wollen etwas Jüngeres sehen."

"Heute wird alles von Managern bestimmt"

Seit ihrer Zeit beim Fernsehen habe sich die Branche stark verändert, meint Amado. "Bis Mitte der 80er haben im TV eigentlich nur Kreative gearbeitet. Aber dann fing der Quotenstress an. Heute wird alles von Managern bestimmt."

Das sei auch der Grund, weshalb Amado mit einer Rückkehr auf den Bildschirm fremdelt. "Ich hätte nur auf eines wirklich Lust. Die Kinder aus der 'Mini Playback Show' besuchen, um zu sehen, wie es ihnen heute geht." Solange ein Sender dieses Konzept nicht aufgreift, werden wir die Moderatorin also nicht wiedersehen.

Stattdessen widmet sich die Ex-Moderatorin der Bühne. Im September feiert ihr autobiografisches Theaterstück "Amados Achterbahn" Premiere, bei dem sie auch persönlich Regie führt.

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