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My Week with Marilyn

Von dpa
Aktualisiert am 13.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Michelle Williams als Marilyn Monroe und Kenneth Branagh als Laurence Olivier.
Michelle Williams als Marilyn Monroe und Kenneth Branagh als Laurence Olivier. (Quelle: Laurence Cendrowicz/The Weinstein Company/Servus TV/dpa./dpa)
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Berlin/Los Angeles (dpa) - Welche Schauspielerin stellt man sich überzeugend als Marilyn Monroe vor? Eine platinblonde Scarlett Johansson vielleicht?

An Michelle Williams, den zarten Star des Independent-Films, dürften vor zehn Jahren die wenigsten gedacht haben. Damals entstand das US-Drama "My Week with Marilyn", das der Free-TV-Sender Servus TV am Donnerstag um 20.15 Uhr zeigt.

Im Film von Simon Curtis macht Williams als Monroe eine so umwerfend gute Figur, dass man als Zuschauer mitunter vergisst, wen man vor sich hat. "My Week with Marilyn" führt zurück ins Jahr 1956, als Monroe - gerade 30, weltberühmt und frisch mit Schriftsteller Arthur Miller verheiratet - zum Dreh nach London jettet. Der britische Star Sir Laurence Olivier wollte Hollywoods Sex-Göttin unbedingt in der Liebeskomödie "Der Prinz und die Tänzerin" an seiner Seite haben.

Die Dreharbeiten waren ein strapaziöses Drama, mit Zoff zwischen Monroe und Olivier, Nervenzusammenbrüchen und Verzögerungen. Der Regisseur und Schauspieler beklagte sich später in seinen Memoiren über Marilyns "berüchtigte Unpünktlichkeit" und ihre Undiszipliniertheit. Zeuge davon wird Colin Clark, ein 23-jähriger Oxford-Student, der vom Filmgeschäft träumt und mit einer großen Portion Glück als Regieassistent angeheuert wird. Clark, gespielt von Eddie Redmayne, ist neben Monroe der eigentliche Star.

"My Week with Marilyn" ist seine Geschichte von einer Woche als Monroes Assistent, Vertrauter und Liebhaber. In seinen gleichnamigen Memoiren schrieb der 2002 gestorbene Clark wenige Jahre vor seinem Tod seine kurze Love-Story mit Marilyn nieder. Ob alles wahr ist - das Nacktbaden in einem See, ihr Ausflug zum Windsor Castle, die gemeinsame Nacht in Monroes Schlafzimmer - ist nicht zu belegen, aber das spielt keine Rolle. Durch Clarks Augen sieht man Monroes verführerischen Charme, ihre kindliche Zerbrechlichkeit, den unwiderstehlichen Sex-Appeal, die Selbstzweifel und ihre Einsamkeit.

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Der britische "Hamlet"-Star Kenneth Branagh schlüpft in die Rolle seines großen Vorbilds Sir Laurence Olivier, der Monroe mal begehrt, mal hasst, mal kritisiert, mal um den Finger zu wickeln versucht. Die Oscar-Preisträgerin Judi Dench glänzt zudem als erfahrene Kollegin, die der unsicheren Monroe Rückendeckung gibt. Für die "Harry Potter"-Schauspielerin Emma Watson fällt in diesem Film eine kleine Rolle als Kostümbildnerin ab, die unglücklich in Colin Clark verliebt ist.

Williams, beim Drehstart im Herbst 2010 genauso alt wie Monroe am Londoner Set, setzte für die Rolle einige Pfunde an, vertiefte sich in Monroe-Filme, Tagebücher und Briefe und übte mit einem "Movement Coach" Monroes sexy Schritte mit Po- und Hüftschwung ein. Der britische Regisseur Simon Curtis konnte der eher zarten Amerikanerin eine Mischung aus Empfindsamkeit und üppiger Sinnlichkeit entlocken. Nach zig Fernsehproduktionen war sein erster Spielfilm eine perfekte Mischung aus Drama und Komödie. Man kann lachen und weinen und sich noch ein bisschen mehr in Marilyn (1926-1962) verlieben.

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