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Mercedes-AMG One: Mercedes baut neuen Supersportwagen


Mercedes baut neuen Supersportwagen

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 11.08.2022Lesedauer: 2 Min.
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Spät dran: Der Mercedes-AMG One startet drei Jahre später als geplant. Grund ist seine aufwendige Technik.
Spät dran: Der Mercedes-AMG One startet zwei Jahre später als geplant. Grund ist seine aufwendige Technik. (Quelle: Hersteller)
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So viel Formel 1 gab es noch nie auf der Straße: Ein neuer Mercedes bringt den Rennsport in die Serienproduktion. Das zeigt sich an den Fahrleistungen. Und am Preis.

Im Grunde kaum vorstellbar, dass dieses Auto je zu spät dran ist. Und doch: Der Mercedes-AMG One kommt mit zwei Jahren Verspätung. Schon Ende 2020 sollte er an die abgezählte und ausgewählte Kundschaft gehen. Weshalb daraus nichts wurde und warum sich das Warten dennoch gelohnt hat.

Der einfache Grund für die Verspätung: Die Entwickler scheiterten fast am eigenen Anspruch. Ein Formel-1-Rennwagen ist eben ein Auto wie kein anderes. Und das Übertragen seiner Technik in ein Serienmodell fast unmöglich.

Pionierarbeit: Noch nie ist so viel aktuelle Formel-1-Technik in ein Straßenauto eingebaut worden.
Pionierarbeit: Noch nie ist so viel aktuelle Formel-1-Technik in ein Straßenauto eingebaut worden. (Quelle: Hersteller)

Ein Beispiel für diese Tücken beschreibt Philipp Schiemer: "Wir müssen das Fahrzeug so hinbekommen, dass es auf simplen Knopfdruck unter allen Bedingungen funktioniert und nicht, wie in der Formel 1, mehrere Ingenieure nötig sind, um es zu starten", sagte der AMG-Chef noch Ende 2021. Da war noch jede Menge zu tun. Und der Zeitplan längst im Eimer.

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Nun aber ist es geschafft: Die aufwendige Fertigung in Handarbeit ist in England gestartet. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Kunden ihre Autos erhalten.

Schnell statt sauber: Der One ist zwar ein Hybridmodell. Abgasfrei kommt er aber nur 18 km weit.
Schnell statt sauber: Der 1,7 Tonnen schwere One ist zwar ein Hybridmodell. Abgasfrei kommt er aber nur 18 km weit. (Quelle: Hersteller)

Als erste Fahrer ohne Rennlizenz werden sie die aktuelle Formel-1-Hybrid-Antriebstechnik erleben: einen 1,6-Liter-V6-Benzinmotor, der zusammen mit vier Elektromotoren 1.063 PS leistet. Eine Beschleunigung auf 100 km/h in 2,9 Sekunden, auf Tempo 200 in 7 Sekunden und bis 300 km/h in 15,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit: 352 km/h. Zum Drehmoment heißt es im Datenblatt nur: "Keine Angabe aufgrund Komplexität des Triebstrangs". Dafür führt es reihenweise Bauteile auf, die einen gewieften Renn-Mechaniker erfordern. Kleiner Auszug:

  • Aktives Aerodynamiksystem
  • Carbon-Karosserie
  • Carbon-Keramik-Bremse mit 6-Kolben-Festsätteln
  • Carbon-Monocoque
  • Mittragende Motoreinheit
  • Push-Rod-Fahrwerk
  • Vollvariabler Allradantrieb mit Torque Vectoring

Innen gibt es immerhin Klimaanlage und Fensterheber, darüber hinaus aber diesen gewissen, dem Motorsport eigenen Charme: Das Lenkrad eckig und voller Knöpfe, die Sitze sind Schalen und lassen sich nicht verstellen. Dafür sind sie aber maßgeschneidert.

Carbon und Alcantara: Der Innenraum verströmt seinen ganz eigenen Reiz.
Carbon und Alcantara: Der Innenraum verströmt seinen ganz eigenen Reiz. (Quelle: Mercedes-Benz AG – Communications & Marketing)

Das aber wird die Kundschaft nicht zum Kauf verführt haben, sondern in erster Linie wohl die Exklusivität: Wer einen Mercedes-AMG One bekommt, gehört zum Kreis der nur 275 vom Unternehmen Auserwählten. Und das ist so Manchem mehr als drei Millionen Euro wert.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SP-X
  • automobilwoche.de: "So wird der Mercedes AMG One gefertigt"
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