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Campingplatz und Stellplatz: Das sind die Unterschiede

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 26.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Campingplatz in Österreich: Wer etwas Komfort sucht und ein paar Tage länger bleiben möchte, sollte sich gegen einen Stellplatz entscheiden.
Campingplatz in Österreich: Wer etwas Komfort sucht und ein paar Tage länger bleiben möchte, sollte sich gegen einen Stellplatz entscheiden. (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)
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Wenn der Urlaub in die Hose geht, kann es im Zweifel daran liegen: Man hat Stellplatz und Campingplatz verwechselt. Was passt besser zu Ihnen? Und warum ist beides nicht dasselbe?

Ein Ausflug mit dem Zelt oder ein Urlaub im Wohnmobil führt häufig auf befestigte Anlagen. Dort finden Camper alles, was sie brauchen – allerdings nur, wenn sie sich für den passenden Platz entschieden haben. Denn es gibt grundlegende Unterschiede. Für wen ist der Stellplatz geeignet, wer sollte einen Campingplatz wählen?


Im Ăśberblick: Die beliebtesten Gebraucht-Camper

Hymer Exsis: Dank Leichtbauweise kann das Wohnmobil (oben: die integrierte Version Exsis-t) mit einem Pkw-FĂĽhrerschein gesteuert werden.
Dethleffs Esprit: Das Jubiläums-Modell "Eighty Eight" wartet unter anderem mit einem besonders großen Bett auf, das von drei Seiten aus zugänglich ist.
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Das kennzeichnet einen Campingplatz

Dieser Platz ist in aller Regel ein eingezäuntes Areal, damit möglichst niemand unbemerkt auf das Gelände kommt. Dadurch bietet er ein gewisses Maß an Sicherheit.

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Deshalb gibt es hier häufig eine kontrollierte Einfahrt mit Schlagbaum und Empfang, der nur zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Schon aus diesem Grund ist genau geregelt, wann Sie an- und abreisen. Das Kommen und Gehen ergibt sich aber auch aus anderen Zeiten: nämlich aus den Ruhezeiten. Sie schreiben vor, wann Sie mittags und abends besonders leise sein müssen. Denn wer den Fernseher laut aufdreht oder eine Party feiert, macht sich auf einem Campingplatz sehr unbeliebt.

Campingplatz in Italien: Gerade dort werden den Urlaubern häufig sogar Pool und Restaurant angeboten – das aber hat seinen Preis.
Campingplatz in Italien: Gerade dort werden den Urlaubern häufig sogar Pool und Restaurant angeboten – das aber hat seinen Preis. (Quelle: biky/imago-images-bilder)

Hier finden Sie Strom und Sanitäranlagen, wo Sie auch Geschirr abwaschen können. Häufig gibt es außerdem Freizeitangebote bis hin zum Pool, außerdem Einkaufsmöglichkeiten und einen Imbiss oder sogar ein Restaurant.

In aller Regeln bleibt man auf einem Campingplatz eine Woche oder länger. Mancher Dauercamper stellt seinen Wohnwagen auch für mehrere Jahre ab. Nur für eine oder zwei Nächte zu bleiben, ist jedoch eher selten und auch nicht auf jedem Campingplatz gern gesehen.

Die Ausstattung der Plätze ist sehr verschieden, die Standards variieren außerdem stark von Land zu Land. Am besten informieren Sie sich vorab im Internet darüber, was Ihnen geboten wird.

Das gilt auch für die Preise. Zur groben Orientierung: Eine Nacht für eine dreiköpfige Familie inklusive Stromnutzung und Duschen kostet in Deutschland durchschnittlich knapp 30 Euro. Mit rund 20 Euro ist Polen deutlich günstiger, Italien mit mehr als 40 Euro und die Schweiz mit knapp 50 Euro liegen an der Spitze.

Campingplatz Stellplatz
Aufenthalt meist von einer Woche an aufwärts eine bis etwa fünf Nächte
Komfort mittel bis hoch gering
An- und Abreise Zeit vorgeschrieben Zeit nicht vorgeschrieben
Mittagsruhe ja nein
Vorzelt Aufbau erlaubt Aufbau verboten
Kosten pro Nacht um 40 Euro null bis 20 Euro

Das kennzeichnet einen Stellplatz

Stellplätze werden von Gemeinden bereitgestellt oder sie befinden sich auf Privatgrund. Genau so unterschiedlich ist auch ihre Ausstattung. Mancher Platz ist nur eine Schotterfläche, andere bieten Stromversorgung und eine moderne Sanitäranlage. Einiges haben die meisten Stellplätze aber gemeinsam.

Meist sind sie nicht umzäunt, eine Rezeption gibt es auch nicht. Reisende müssen sich dementsprechend nicht anmelden. Sie können zu jeder Zeit ankommen und wieder abfahren.

Stellplatz in Frankreich: Mehr als die Erlaubnis zum Abstellen des Wohnmobils gibt es manchmal nicht.
Stellplatz in Frankreich: Mehr als die Erlaubnis zum Abstellen des Wohnmobils gibt es manchmal nicht. (Quelle: Kickner/imago-images-bilder)

Der Stellplatz ist ursprünglich dazu gedacht, eine Übernachtung während der Durchreise zu ermöglichen. Er ist aber kein Feriendomizil. In aller Regel bleibt man nicht länger als drei Nächte. Und: Wer mit seinem Mobil den Stellplatz – wenn auch nur für einen kurzen Ausflug – verlässt, hat damit keinen Anspruch mehr auf diesen Platz. Wenn sich in der Zwischenzeit andere Camper auf diesen Platz stellen, hat man das Nachsehen.

Manche Stellplätze sind nur für Wohnmobile vorgesehen, Wohnwagen sind nicht überall willkommen. Zum Zelten jedenfalls ist ein Stellplatz nicht gedacht. Häufig verhindert schon der steinige Untergrund das Aufbauen eines Zelts.

Toiletten und Duschen finden sich nicht auf jedem Stellplatz. Dafür gibt es zumindest meist einen Bereich, wo Sie Ihre Frischwasser-Vorräte auffüllen und Abwasser entsorgen können.

Ausstattung und Komfort sind hier vergleichsweise gering. Dafür wird aber nicht auf jedem Stellplatz eine Gebühr fällig. Und falls doch, bezahlt man sie häufig an einem Automaten. Denn auch am Personal wird auf einem Stellplatz gespart.

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