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DS4 und Peugeot 308 im Vergleich als Golfalternativen

Golfalternativen aus Frankreich  

DS4 und Peugeot 308 im Vergleich

21.10.2021, 13:11 Uhr | dpa

DS4 und Peugeot 308 im Vergleich als Golfalternativen. Peugeot 308: Der Peugeot ist mit 132 kW/180 PS zu haben, die immerhin 60 Kilometer rein elektrische Reichweite bieten.  (Quelle: imago images/Sebastian Geisler)

Peugeot 308: Der Peugeot ist mit 132 kW/180 PS zu haben, die immerhin 60 Kilometer rein elektrische Reichweite bieten. (Quelle: Sebastian Geisler/imago images)

In die Kompaktklasse kommt Bewegung. Seit Jahrzehnten vom VW Golf dominiert, werden die Konkurrenten nicht müde, gegen die Vormacht der Niedersachsen anzukämpfen.

Aus Frankreich etwa kommen zwei Alternativen, die bei identischer Technik einen ganz unterschiedlichen Charakter haben: Wer den sportlichen Auftritt schätzt, für den gibt es zu Preisen ab 23.700 Euro ab November eine neue Auflage des Peugeot 308. Und wer auf Eleganz und französische Finesse Wert legt, der kann mit dem DS4 zu Preisen ab 28.900 Euro ein wenig von der Oberklasse träumen.

Eine Plattform für viele Autos

Beide Autos basieren auf einer gründlich weiterentwickelten Plattform der Stellantis-Familie, auf der auch der Citroën C4 und der neue Opel Astra stehen. Diese Bodengruppe bringt den Franzosen mehr Radstand und entsprechend mehr Platz vor allem für die Hinterbänkler. Außerdem halten mit ihr viele Assistenzsysteme in den neuen Kompakten Einzug: Vom Infrarot-Nachtsichtsystem im DS4 bis zum automatisierten Spurwechsel beim Überholen für den Peugeot.

Bei den Antrieben lassen die beiden Franzosen die Wahl zwischen konventionell und fortschrittlich. Denn beide gibt es als Plug-in-Hybriden mit einer Systemleistung von 165 kW/225 PS. Der Peugeot ist außerdem mit 132 kW/180 PS zu haben, die immerhin 60 Kilometer rein elektrische Reichweite bieten. Der E-Anteil senkt den Verbrauch auf bestenfalls 1,1 Liter bei Peugeot (CO2-Ausstoß 24 g/km) und 1,3 Liter (29 g/km) bei DS.

Mit 235 km/h in der Spitze ermöglichen beide Teilzeitstromer ein beachtliches Tempo, und auch das Überholen meistern sie souverän. Für echte Sportlichkeit fehlt es ihnen jedoch an Härte. Schon der Peugeot ist bewusst komfortabel gefedert, und der DS4 kommt dank den adaptiven Dämpfern einer Sänfte gleich.

Die reinen Verbrenner sind dagegen von der alten Schule und müssen zum Beispiel ohne Mild-Hybrid auskommen. Peugeot als der Bodenständigere setzt dabei auf einen Diesel mit vier Zylindern und 96 kW/130 PS und zwei Dreizylinder-Benziner mit 81 kW/110 PS oder 96 kW/130 PS, die wie alle Motoren dieser Bauart nach viel Drehzahl gieren, damit es vorangeht. DS bietet etwas mehr Power. Der Diesel ist identisch, aber bei den Benzinern gibt es neben dem stärkeren der zwei Dreizylinder noch einen 1,6-Liter mit 133 kW/181 PS oder 165 kW/224 PS.

Eigenständiges Design

Anders als bei den Motoren gehen die beiden beim Design einen ganz eigenen Weg: Innen leistet sich der Peugeot ein verblüffendes 3D-Cockpit mit räumlichen Digitalanzeigen hinter einem betont kleinen Lenkrad sowie gleich zwei Bildschirmen und einer wunderbar einfachen Menüführung. Der DS4 gibt sich dagegen ähnlich edel wie der DS9. Die gesteppten Sitzbezüge, die auf die Gliederarmbänder teurer Chronographen verweisen, schmucke Zierleisten und eine vornehme Ambientebeleuchtung lassen Oberklassegefühle aufkommen – genau wie die weichen Sitze oder die Massagefunktion für die erste Reihe. In der zweiten Reihe sitzen Erwachsene in beiden Modellen jedoch nicht ganz so bequem wie vorn, weil Kopf- und Kniefreiheit hier allenfalls durchschnittlich ist.

Auch außen könnten die Unterschiede kaum größer sein: Der 4,40 Meter lange DS4 gibt eine eigenwillige Mischung aus SUV und PKW, tritt vergleichsweise robust auf und leistet sich zudem ein betont schräges Heck. Der 308 dagegen, um elf Zentimeter auf 4,36 Meter gewachsen, wahrt eine klassische Linienführung mit kräftigem Profil. Und während DS den Vierer mit etwas mehr Plastikplanken auch zum Abenteurer aufrüstet, gibt es den 308 für 1.000 Euro Aufpreis auch als konventionellen Kombi – mit dann 4,64 Metern Länge und 608 bis 1574 Litern Ladevolumen.

Fazit: Mit Flair und Finesse gegen die deutsche Konkurrenz

Sie fahren vielleicht nicht ganz so präzise und engagiert wie ein Ford Focus oder ein VW Golf. Und ohne 48-Volt-System für die Verbrenner sind ihre Antriebe eine halbe Generation zurück. Doch die Plug-in-Hybride treffen durchaus den Nerv der Zeit. Und mit Flair und Finesse setzen sowohl der Peugeot 308 als auch der DS4 der Kompaktklasse aus Deutschland erfrischende Abwechslung entgegen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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