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Welchen Führerschein brauche ich fürs Quad?


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Welchen Führerschein brauche ich fürs Quad?

Von mid, slk, cch, ccn

Aktualisiert am 19.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Quad: Zum Quad-Fahren brauchen Sie einen Pkw- oder Mofaführerschein.
Quad: Zum Quad-Fahren brauchen Sie einen Pkw- oder Mofaführerschein. (Quelle: Peter Endig/dpa-bilder)
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Quads sind vor allem im Sommer sehr beliebt. Aber welchen Führerschein brauchen Sie? Ist überhaupt eine Fahrerlaubnis nötig, um ein Quad zu fahren?

Das Wichtigste im Überblick


  • Führerscheinklassen für Quads: AM und B
  • Quad fahren ohne Führerschein
  • Kosten fürs Quadfahren
  • Unterschied zwischen Quad und ATV
  • Sicherheitshinweise: Es besteht Helmpflicht
  • Beifahrer auf dem Quad
  • Quadfahren muss geübt sein

Es gibt keine eigene Führerscheinklasse für die vierrädrigen Quads, die auch "All Terrain Vehicles" (ATV) genannt werden. Quad-Fahrer benötigen entweder den Pkw- (Führerscheinklasse B) oder den Rollerführerschein (Klasse AM), abhängig von der Art des Quads, um auf öffentlichen Straßen unterwegs zu sein.

Bestehen Sie die Führerscheinprüfung ein zweites Mal? Hier geht es zum Quiz.

Führerscheinklassen für Quads: AM und B

Wer einen Führerschein der Klasse B (Auto) besitzt, darf alle Quads fahren, unabhängig von der Geschwindigkeit oder Hubraumgröße des Fahrzeugs. Einzige Beschränkung hierbei ist das Gesamtgewicht des vierrädrigen Kraftfahrzeugs, das nicht schwerer als 3.500 Kilogramm sein darf. Beim "alten Führerschein" entspricht die Führerscheinklasse B übrigens der Klasse drei. Die Höchstgeschwindigkeit ist damit unbegrenzt, liegt je nach Motorisierung aber bei ungefähr 100 km/h.

Ist das Quad ein Leicht-Kfz mit einer Höchstgeschwindigkeit bis Tempo 45, dann reicht der Rollerführerschein der Klasse AM aus, der bereits mit 15 Jahren gemacht werden kann. Die Größe des Hubraums darf dabei 50 Kubikzentimeter (ccm) nicht überschreiten. Diese Informationen finden Sie im Zulassungsschein, den Sie beim Kauf des Fahrzeugs ausgehändigt bekommen. Die Motorleistung des Kraftfahrzeugs spielt keine Rolle. Bei Führerscheinen, die vor der Führerscheinreform im Jahr 2013 ausgestellt wurden, finden Sie den Rollerführerschein unter der Klasse S. Sie erlaubt ebenfalls, Quads zu fahren.

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Wird das Quad für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke eingesetzt und ist es als "Zugmaschine" zugelassen, genügt laut ADAC eine Fahrerlaubnis der Klasse L (früher Klasse 5).

Quad fahren ohne Führerschein

Auch wenn Sie keinen Führerschein besitzen, können Sie unter bestimmten Bedingungen mit einem Quad fahren. Auf Privatgrundstücken mit der Erlaubnis des Besitzers können Sie Quads nämlich auch ohne einen Führerschein abseits öffentlicher Straßen durchs Gelände fahren. Allerdings ist es ratsam, sich vorab mit dem Umgang eines Quads vertraut zu machen – vor allem dann, wenn Sie keine Fahrpraxis haben. Möchten Sie das Quad im öffentlichen Straßenverkehr fahren, sind die Führerscheine der Klassen B oder AM Pflicht.

Kosten fürs Quadfahren

Die Kosten für das Quadfahren im öffentlichen Straßenverkehr sind abhängig davon, welchen Führerschein Sie benötigen. Der Pkw-Führerschein kostet je nach Fahrschule und Bundesland bis zu 2.000 Euro, die Fahrerlaubnis der Klasse AM etwa 800 bis 1.000 Euro.

Unterschied zwischen Quad und ATV

Der Unterschied zwischen Quads und ATVs liegt darin, dass Quads vor allem für den Funsportbereich konzipiert sind, während ATVs als Nutzfahrzeuge eingesetzt werden. Ein Quad soll vor allem Spaß machen, daher ist es wesentlich leichter und wendiger als ein ATV, bei dem der Fahrzeugnutzen und die Sicherheit im Vordergrund stehen.

Sicherheitshinweise: Es besteht Helmpflicht

Helme sind seit 2006 Pflicht. Das gilt für Fahrer und Beifahrer von offenen drei- oder vierrädrigen Fahrzeugen, die schneller als Tempo 20 fahren – also auch für Quadfahrer. Seit 2014 müssen zudem immer ein zugelassener Verbandkasten und ein Warndreieck mitgeführt werden. Ist das Quad als Pkw oder als land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine zugelassen, muss zudem eine Warnweste mit. Tragen Sie zur Sicherheit auch bei hohen Temperaturen Schutzkleidung.

Beifahrer auf dem Quad

Wie auch beim Motorrad ist es ohne eine zusätzliche Qualifikation erlaubt, Beifahrer auf dem Quad mitzunehmen. Das vierrädrige Gefährt bietet den Vorteil, dass es bei Kurvenfahrten keine Schräglagen gibt und damit das Fahrgefühl deutlich sicherer ist. Dennoch sollten Sie Folgendes beachten:

  • Auch für Beifahrer gilt eine Helmpflicht, achten Sie hierbei darauf, dass der Helm richtig sitzt.
  • Achten Sie auf passende Schutzkleidung, die wetterfest ist
  • Wenn Sie Kinder mitnehmen, sollten Sie wie beim Pkw einen passenden Kindersitz mitnehmen. Bei zahlreichen Veranstaltern von Quad-Touren ist er zwischen der Größe von 1,30 Metern und 1,50 Metern festgeschrieben, um die Sicherheit zusätzlich zu erhöhen.

Quadfahren muss geübt sein

Auch wer einen Autoführerschein besitzt, sollte vorab Übungsstunden nehmen, bevor er sich auf ein Quad setzt. Denn ein Quad fährt sich anders als ein Auto. Manche Fahrschulen bieten Kurse an, die Sie mit der Technik und dem Umgang eines Quads vertraut machen. Dort können Sie auf Übungsplätzen ein Gefühl für dieses Fahrzeug entwickeln, bevor Sie im Straßenverkehr fahren.

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Verwendete Quellen
  • Rechtsberatung des ADAC
  • Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.
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