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Autobahn aus Papier: Spanien baut umweltschonende Autobahn


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In Spanien entsteht eine Autobahn aus altem Papier

Von t-online, sms

Aktualisiert am 13.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Projekt in Spanien: Papierasche erfüllt die technischen Anforderungen von Zement.
Projekt in Spanien: Papierasche erfüllt die technischen Anforderungen von Zement. (Quelle: paperchain.eu/Hersteller-bilder)
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Bei einem Projekt in Spanien wird Papierasche statt Zement für den Bau einer Autobahn verwendet. Damit können zwischen 65 und 75 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden.

Normalerweise werden Straßen aus Asphalt oder Beton hergestellt: Stoffe, die in der Herstellung recht emissionsreich sind. Deshalb testet das Projekt "Paperchain" in Spanien, ob Straßen auch aus Altpapier gebaut werden können.

In der spanischen Stadt La Font de la Figuera, rund 350 Kilometer von Madrid entfernt, wird aktuell mit dem Projekt versucht, die Zementproduktion zu verringern. Dazu wird altes Papier, das nicht recycelt werden kann, verbrannt und anschließend als Straßenbelag genutzt. Einzelne Streckenabschnitte der spanischen Autobahn wurden bereits mit dem Belag versehen, wie das Portal "Tech & Nature" berichtet.

Ziel: 18.000 Tonnen Zement jährlich einsparen

Verantwortlich dafür ist das spanische Unternehmen "Acciona". Die Papierasche erfülle nicht nur alle technischen Anforderungen von Zement, sondern sei auch deutlich umweltfreundlicher, sagte der Projektleiter von "Acciona" dem Sender "Euronews".

Durch den innovativen Belag könnten demnach zwischen 65 und 75 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. Deshalb will das Unternehmen die Verwendung der Papierasche im Straßenbau künftig auch international vorantreiben.

Das erste Ziel der Firma ist es, den neuen Straßenbelag bei Projekten in ganz Spanien zu verwenden. Dadurch könnten bis zu 18.000 Tonnen Zement jährlich eingespart werden.

Eines von drei Modellprojekten für mehr Nachhaltigkeit

Der Straßenbau in der Nähe von Valencia ist dabei eines von drei Modellprojekten von "Paperchain". Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Abfälle der europäischen Papier- und Zellstoffindustrie in neue Ressourcen umzuwandeln. Einer Studie von 2014 zufolge fallen von jährlich 130 Millionen Tonnen Papier- und Zellstoffen elf Millionen Tonnen als Abfall an, der nicht recycelt werden kann.

Neben dem Straßenbauprojekt testet "Paperchain" die Verwertung von ätzenden Rückständen der Papierindustrie wie Kalkschlamm, Löschsand und Grünlaugenrückstände als Rohstoffe für die Beton- und Asphaltherstellung in Portugal. Auch in Nordschweden gibt es ein Projekt mit Grünlaugenrückständen.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • techandnature.com: "Statt Zement: In Spanien entsteht eine Autobahn aus verbranntem Papier", 10. Juni 2021.
  • paperchain.eu
  • euronews.com: "Papierasche: Wenn Rest- zu Wertstoff wird", 4. Juni 2021.
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