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Alltag am Haken: Das ist bei Anhängern fürs Auto zu beachten


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Was Sie bei Anhängern fürs Auto beachten sollten

Von dpa, mab

Aktualisiert am 15.11.2022Lesedauer: 3 Min.
Praktischer Helfer: Wenn häufiger Sperriges transportiert wird, kann sich der Kauf eines Anhängers lohnen.
Praktischer Helfer: Wenn häufiger Sperriges transportiert wird, kann sich der Kauf eines Anhängers lohnen. (Quelle: Christin Klose/dpa-tmn/dpa)
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Kleine Pkw-Anhänger sind praktische Alltagshelfer. Wer nur auf den Preis schaut, kann allerdings auch böse Überraschungen erleben. Worauf sollten Sie daher achten?

Das Wichtigste im Überblick


  • Welcher Hänger taugt für wen?
  • Das Gewicht der Ladung entscheidet
  • Auch ein Blick in den Führerschein ist wichtig

Mal eben den Gartenschnitt entsorgen oder sperrige Möbel wegbringen – mit einem Anhänger ist das schnell erledigt. Schon für wenige Euro können Kleinanhänger stundenweise gemietet werden. Wer regelmäßig einen braucht, für den lohnt sich möglicherweise aber auch der Kauf. Angeboten werden sie etwa von Baumärkten oder von Fachhändlern. Worauf ist zu achten?

In der Klasse bis 750 Kilo Gesamtgewicht werden neue Anhänger bereits ab 400 Euro verkauft, sagt Burkhard Böttcher vom ADAC. "Allerdings haben wir bei einem Test feststellen müssen, dass bei sehr günstigen Anhängern sowohl Ausstattung als auch Verarbeitung nicht die beste sind", sagt er. Bei zwei Anhängern hätten sich sogar die Achsen verschoben, was während der Fahrt zu gefährlichen Situationen führen könne. Vor dem Kauf ist zu klären, welcher Anhänger der richtige ist.

Welcher Hänger taugt für wen?

"Wer nur gelegentlich Grünschnitt wegbringen will, transportiert wenig Gewicht, entsprechend wird da ein kleiner Anhänger mit einer Achse ausreichend sein", sagt Böttcher. Zudem müsse immer auch in den Fahrzeugpapieren nachgeschaut werden, wie viel Gewicht das Zugfahrzeug ziehen dürfe. "Hier wird zwischen gebremsten und ungebremsten Anhängern unterschieden", so Böttcher.

Anhänger ab einem zulässigen Gesamtgewicht über 750 Kilo müssen eine zusätzliche Bremse haben. "Das Zugfahrzeug wird hierbei durch eine Auflaufbremse entlastet, der Bremsweg verkürzt sich und die Fahrstabilität ist bei einer Vollbremsung höher", sagt Dekra-Unfallforscherin Stefanie Ritter. Ein weiterer Vorteil sei, dass sie durch die eigene Feststellbremse beim Abstellen gegen Wegrollen gesichert seien. Bei Pkw-Anhängern bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht kommen diese Auflaufbremsen zum Einsatz.

Wer regelmäßig schwere Sachen transportiert, für den kann auch ein Anhänger mit einer Doppelachse sinnvoll sein. Hier verteilt sich das Gewicht besser. "Der Nachteil dieser Anhänger ist aber, dass sie abgekoppelt auch in leerem Zustand nur schwer von Hand zu rangieren sind", sagt Böttcher. Der Vorteil aber sei die höhere Zuladung.

Insgesamt ist das Angebot an Anhängern groß, wie auch die Spannbreite bei den Preisen. "Es gibt ganz einfache Einsteiger-Modelle für den kleinen Geldbeutel, wie sie viele Baumärkte anbieten", sagt Michael Jursch vom Trailer Industrie Verband (TIV). "Wer mehr will, wird bei Fachhändlern fündig, die den Anhänger dann auch nach den persönlichen Bedürfnissen ausstatten können."

Das Gewicht der Ladung entscheidet

Wichtig ist in jedem Fall, den Anhänger nicht zu überladen. "Hierzu sollte man vorher nach dem Leergewicht und der Nutzlast des Anhängers schauen, daraus ergibt sich die maximal erlaubte Zuladung", sagt Stefanie Ritter. Wer sich hierbei unsicher sei, der könne auch vor dem Beladen auf eine öffentliche Waage fahren, um das Leergewicht zu ermitteln. "Gerade bei kleineren Anhängern wird gerne am Zubehör wie Befestigungs- oder Zurrösen gespart. Es werden auch nach wie vor Anhänger mit sieben-poligen Steckern verkauft", sagt Böttcher. Im Gegensatz zu den inzwischen meist üblichen 13-poligen wird hier beispielsweise das Rückfahrlicht nicht am Anhänger angezeigt. Ein Sicherheitsaspekt, der nicht zu unterschätzen sei.

Voll beladen: Auch bei der Beladung eines Anhängers gibt es natürlich Grenzen.
Anhänger mit Koniferen: Auch bei der Beladung eines Anhängers gibt es natürlich Grenzen. (Quelle: Steinach/imago-images-bilder)

Wer nur gelegentlich mit einem Anhänger unterwegs, sollte bedenken, dass sich das Fahrverhalten eines Autos durch die Last deutlich verändert. "Speziell wenn der Anhänger beladen ist, erhöht sich der Bremsweg deutlich und man muss entsprechen früher bremsen", sagt Ritter. Sei die Ladung nicht gut verteilt, werde ein Gespann schnell instabil und es drohe Kippgefahr. "Schwere Teile beispielsweise sollten immer unten beziehungsweise eher weiter vorne positioniert werden, um die Stützlast voll auszunutzen, das verbessert die Fahrstabilität", sagt Ritter. Mit der Stützlast ist das Gewicht gemeint, das maximal auf der Anhängerkupplung aufliegen darf.

Auch ein Blick in den Führerschein ist wichtig

Wer mit einem Führerschein der Klasse B fährt, darf mit dem Auto Anhänger bis 750 Kilo zulässiger Gesamtmasse ziehen. Anhänger darüber sind nur erlaubt, wenn die Summe der Gesamtmasse von Zugfahrzeug und Anhänger 3,5 Tonnen nicht übersteigt. Für größere Trailer mit einem höheren Gesamtgewicht ist der Anhängerführerschein BE erforderlich. Für den müssen mindestens fünf zusätzliche Fahrstunden absolviert werden. Und wichtig: "Ein Anhänger ist ein eigenständiges Fahrzeug, das auch entsprechend versichert werden muss. Die bestehende Pkw-Versicherung deckt Schäden, die durch einen Anhänger verursacht werden, nicht ab", sagt Jursch.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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