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TÜV-Prüfung: Wie Sie die Untersuchung bestehen und die Plakette bekommen


TÜV-Prüfung versäumt: Diese Folgen drohen

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 24.08.2022Lesedauer: 4 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
Qualitativ geprüfter Inhalt

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Hauptuntersuchung: Besteht das Auto die Prüfung, so erhält es eine neue Plakette.
TÜV-Prüfung: Besteht das Auto die Hauptuntersuchung, so erhält es eine neue Plakette. (Quelle: Manfred Segerer/imago-images-bilder)
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Nur nach der TÜV-Prüfung gibt's eine neue Plakette. Was wird dabei geprüft? Wie kann man das Auto vorbereiten und sparen? Und was kostet die Hauptuntersuchung?

Das Wichtigste im Überblick


Wohl kaum ein Autofahrer freut sich auf die regelmäßig wiederkehrende TÜV-Prüfung. Mancher zittert der Hauptuntersuchung (HU), wie sie offiziell heißt, entgegen, denn im schlimmsten Fall – nämlich bei schwerwiegenden Mängeln – wird das Auto stillgelegt. Andere versäumen komplett die Frist.

Das ist aber gefährlich und kann das Flensburger Punktekonto belasten. t-online zeigt, was bei der HU geprüft wird, was das kostet und wie Sie an der Plakette ablesen können, wann die nächste HU ansteht.

Wie oft muss mein Auto zur Hauptuntersuchung?

Die Untersuchungsintervalle sind genau festgelegt. Alle zwei Jahre steht die HU an. Einzige Ausnahme sind Neuwagen: Sie müssen erst nach drei Jahren erstmals zur HU, ab dann gilt auch für sie der Zwei-Jahres-Turnus.

Wann muss mein Auto wieder zur Hauptuntersuchung?

Das verrät ein Blick auf die Prüfplakette. Der Aufkleber am Nummernschild wird bei der Hauptuntersuchung vergeben. Die Zahlen auf der Plakette und zwei schwarze Markierungen verraten auf den ersten Blick den Monat, an dem die nächste Hauptuntersuchung fällig ist – wenn man weiß, wie die Plakette gelesen wird. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Was passiert, wenn man ohne TÜV fährt?

Die Hauptuntersuchung ist eine lästige Pflicht – aber auch eine ratsame. Denn mitunter deckt erst diese Prüfung gefährliche Mängel auf, die wir im Alltag nicht bemerken. Wer die Frist zur HU überzieht, riskiert deshalb ein Bußgeld, das sich nach der Dauer der Versäumnis staffelt:

Dauer der Versäumnis Bußgeld Punkte
Zwei bis vier Monate 15 Euro -
Vier bis acht Monate 25 Euro -
Mehr als acht Monate 60 Euro 1

Checkliste: Was wird bei der Hauptuntersuchung geprüft?

Die Experten prüfen, ob alle wichtigen Komponenten des Autos in verkehrssicherem Zustand sind. Dazu zählen:

  • Beleuchtung
  • Bremsen
  • Elektrische Leitungen
  • Fahrgestell
  • Karosserie
  • Lenkung
  • Räder und Reifen

Dabei arbeiten die Prüfer eine lange Checkliste ab, die mehr als 150 Punkte umfasst. Aber nicht nur das. Denn nach einer zweijährigen Zusatzausbildung finden die Experten auch Schwachpunkte, auf die keine Checkliste hinweist. Der TÜV Rheinland nennt einige Schwerpunkte:

  1. Ausrüstung: Kennzeichen, Spiegel, Hupe, Tacho, Funkentstörung
  2. Beleuchtungseinrichtungen: Scheinwerfer, Abblendlicht, Fernlicht, Brems-, Schluss-, Parkleuchten
  3. Bremsanlage: Wirkung, Pedalweg, Dichtigkeit, Bremsleitungen und -schläuche, Bremstrommeln und -scheiben, Bremsbeläge
  4. Bereifung/Räder: Schäden an Reifen oder Felgen, Profiltiefe
  5. Fahrgestell und Karosserie: Bruch, Riss, Korrosion an tragenden Teilen, Unterfahrschutz, Stoßdämpfer, Radlager, Achskörper, Ölverlust
  6. Feuersicherheit der Kraftstoff-/Gasanlage und der elektrischen Leitungen
  7. Abgas- und Geräuschverhalten der Auspuffanlage
  8. Leichtgängigkeit, Spiel und Funktion der Lenkanlage

Wie kann ich mein Auto vorbereiten und Kosten sparen?

Nicht alle Prüfpunkte kann der Laie vor der HU selbst durchgehen – aber einige.

Beleuchtung: Funktionieren alle Lichter am Auto? Sind die Reflektoren im Scheinwerfergehäuse stumpf, die Gehäuse beschädigt? Das muss behoben werden. Kaputte Birnen werden ausgetauscht. Die Scheibenwaschanlage muss funktionieren und die Wischer müssen in gutem Zustand sein.

Reifen: Ihr Profil muss mindestens 1,6 Millimeter tief sein. Sie dürfen keine Risse, Beulen oder Schnitte aufweisen.

Verbandskasten: Ist er vollständig und gebrauchsfähig? Und: Sind Warnweste und Warndreieck an Bord?

Bei Problemen mit anderen Komponenten hilft nur ein Besuch in der Werkstatt. Ein vibrierendes Lenkrad, die festsitzende Handbremse oder eine beschädigte Frontscheibe kann der Fachmann vor der Hauptuntersuchung reparieren. Auch ein lauter Motor oder auffälliger Abgasqualm sind Grund für einen Werkstattbesuch.

Wer Mängel bereits vor der HU beseitigt, kann dadurch vermeiden, dass der Prüfer das Auto zur Nachuntersuchung (siehe unten) einbestellt und sich die Kosten sparen, die dafür anfallen.

Was Sie vor der Hauptuntersuchung selbst überprüfen können – dazu finden Sie hier eine ausführliche Liste.

Wo kann ich die Hauptuntersuchung machen lassen?

Die Hauptuntersuchung wird gerne auch TÜV-Prüfung genannt. Das heißt aber nicht, dass sie nur beim TÜV erledigt werden darf. Auch andere Prüforganisationen wie Dekra, GTÜ und KÜS führen die HU durch. Dazu kommen sie auch in entsprechend zugelassene Werkstätten. Seit dem Jahr 2010 wird gleichzeitig die Abgasuntersuchung (AU) erledigt.

Was kostet die Hauptuntersuchung?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Der Preis hängt davon ab, in welchem Bundesland und bei welcher Prüforganisation Sie die HU durchführen lassen. Generell sollten Autofahrer gut 100 Euro bereithalten.

Hauptuntersuchung: Welche Unterlagen muss ich mitbringen?

Wichtig ist der Fahrzeugschein, also die Zulassungsbescheinigung Teil 1. Falls Motortuning oder Umbauten darin nicht eingetragen sind, müssen Sie die Prüfzeugnisse oder die Bestätigung der Änderungsabnahme vorlegen.

Was tun, wenn das Auto nicht durch die Hauptuntersuchung kommt?

Die Untersuchung ist bestanden, wenn das Auto keine Mängel oder nur geringe Mängel aufweist, die der Halter schnell beheben lässt (zum Beispiel eine defekte Birne am Bremslicht). Dann erhält das Auto eine neue Plakette.

Liegen erhebliche Mängel vor, bekommt das Auto zunächst keine neue Plakette. Dann erhalten Sie einen Mangelbericht, der genau aufführt, welche Schwachstellen unbedingt beseitigt werden müssen. Darum sollten Sie sich binnen eines Monats kümmern und das Auto anschließend zur Nachuntersuchung bringen. Andernfalls müssen Sie ein Bußgeld von 15 Euro bezahlen.

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Als erheblicher Mangel gilt zum Beispiel ein Schaden an der Bremsanlage oder an der Frontscheibe. Wann sich eine kaputte Frontscheibe reparieren lässt und wann sie ausgetauscht werden muss, erfahren Sie hier.

Wie teuer die Nachuntersuchung ist, hängt von ihrem Umfang – also von der vorausgegangenen Mängelliste – ab. Sie ist aber günstiger als die Hauptuntersuchung. Bei bestandener Nachuntersuchung bekommen Sie die neue Plakette.

Anders sieht es aus, wenn das Auto verkehrsunsicher ist. Dann gibt es keine neue Plakette, die alte Plakette wird entfernt und das Auto wird stillgelegt. Das geschieht zum Beispiel, wenn tragende Teile durchrostet sind oder nur laienhaft repariert wurden.

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Verwendete Quellen
  • TÜV Rheinland
  • Nachrichtenagentur SP-X
  • bussgeldrechner.net
  • Eigene Recherche
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