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E10: Bei Schäden muss Halter zahlen

E10: Bei Schäden muss Halter zahlen

08.03.2011, 12:57 Uhr | AFP

Aus Angst vor Motorschäden meiden die meisten Autofahrer den neuen Kraftstoff E10 mit einem Anteil von zehn Prozent Ethanol. Verbraucherschützer fordern, dass die Autohersteller die Haftung übernehmen, wenn Schäden durch E10 entstehen - sonst werde sich die neue Spritsorte nie durchsetzen.

E10: Hersteller übernehmen keine Gewährleistung

Bislang übernehmen die Hersteller keine Gewährleistung. Sie geben lediglich an, ob ein bestimmtes Fahrzeugmodell den neuen Biosprit verträgt oder nicht. Verträgt ein Auto diesen Angaben zufolge E10 und hat trotzdem einen Motorschaden, dann liegt die Beweislast beim Autohalter, sagte ADAC-Sprecher.

Autofahrer muss Reparatur selbst zahlen

Dem Halter werde es in der Regel aber nicht gelingen, den Nachweis zu erbringen, dass ausgerechnet das E10 schuld an dem Schaden ist. Auch ein Gutachter könnte dies laut ADAC nicht nachweisen. Die Reparatur muss also der Autofahrer selbst zahlen.

Ausnahme bei E10-Haftung möglich

"Einzige mögliche Ausnahme" wäre laut ADAC-Sprecher, wenn auf einen Schlag hunderte Fahrzeuge eines Modells das E10 nicht vertragen. Ein Gericht würde in einem solchen Fall dem Hersteller die Pflicht zur Entschädigung zuweisen.

Etwa drei Millionen Autos vertragen kein E10

Wahrscheinlich etwa drei Millionen Autos in Deutschland vertragen den neuen Kraftstoff nicht. Das sind rund zehn Prozent der insgesamt rund 30 Millionen Benziner auf Deutschlands Straßen. Dieselautos sind nicht betroffen.

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