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Autositze reinigen: So werden die Polster wieder sauber

Anleitung und Tipps  

Autositze reinigen: Polster nicht zu oft säubern

16.11.2018, 16:24 Uhr | dpa

Autositze reinigen: So werden die Polster wieder sauber. Schaumreinigung für die Sitze: Tragen Sie Waschmittel mit einem feuchten Schwamm auf und nehmen Sie anschließend den gelösten Schmutz mit einem Tuch auf. (Quelle: dpa/Franziska Gabbert)

Schaumreinigung für die Sitze: Tragen Sie Waschmittel mit einem feuchten Schwamm auf und nehmen Sie anschließend den gelösten Schmutz mit einem Tuch auf. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa)

Autositze müssen einiges mitmachen. Das sieht man ihnen schnell an. Deshalb ist die gelegentliche Reinigung und Pflege besonders wichtig. Falsches Reinigen kann die Sitze ruinieren. Hier sind die besten Tipps.

Für viele Autofahrer erstaunlich: Je öfter Sie die Sitze reinigen, umso schneller werden sie wieder schmutzig. Denn die Sitze sind imprägniert. Und jedes Mal, wenn Sue sie behandeln, tragen Sie etwas von der Imprägnierung ab.

Wie häufig reinigt man Autositze?

In der Regel genügt eine gründliche Reinigung pro Jahr. Ideal ist das Frühjahr, um den Schmutz des Winters zu beseitigen. Zwischendurch sollten Sie nur bei starken Verschmutzungen reinigen.

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Gepflegter Innenraum: Neben Cockpit, Plastikflächen und Fußraum müssen auch die Autositze gereinigt werden. Denn die bekommen besonders viel Schmutz ab. (Quelle: Renault)Gepflegter Innenraum: Neben Cockpit, Plastikflächen und Fußraum müssen auch die Autositze gereinigt werden. Denn die bekommen besonders viel Schmutz ab. (Quelle: Renault)

Anleitung: So reinigen Sie die Autositze

Beim Auffrischen und Säubern der Polster beginnen Sie mit den mildesten Mitteln. Zunächst entfernen Sie losen Schmutz wie Sand mit dem Staubsauger. Dieser Schmutz könnte sonst später die Fasern der Polster beschädigen. Üben Sie mit dem Staubsauger keinen zu starken Druck aus – sonst verschleißen die Fasern.

Autositze mit Waschmittel reingen?

Flecken lassen sich ideal mit Waschmittel für Synthetik beseitigen. Es greift die Fasern weniger an als Polsterreiniger. Schäumen Sie das Waschmittel mit einem feuchten Schwamm auf, bei stärkerem Schmutz mit einer Nylonbürste. Dann fahren Sie damit möglichst leicht über die Oberfläche. Nehmen Sie den gelösten Schmutz mit einem nur leicht angefeuchteten Baumwolltuch auf. Dann reiben Sie mit einem trockenen Tuch nach.

Sanfter Sauger: Losen Schmutz entfernen Sie ohne starken Druck mit einem Staubsauger, dessen Düsenaufsätze keine scharfen und harten Kanten haben sollten. (Quelle: dpa/Franziska Gabbert)Sanfter Sauger: Losen Schmutz entfernen Sie ohne starken Druck mit einem Staubsauger, dessen Düsenaufsätze keine scharfen und harten Kanten haben sollten. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa)

Nicht zu viel Wasser verwenden

Sehr kalkhaltiges Leitungswasser eignet sich nicht gut, denn Kalk kann die Oberflächen angreifen. Greifen Sie lieber zu destilliertem Wasser.

Mit zu viel Wasser schaden Sie dem Sitz, weil es in den Polsterkern sickern und auch Elektronik im Sitz angreifen kann.

Arbeiten Sie sich etappenweise voran, damit gelöster Schmutz nicht wieder antrocknet. Lassen Sie zum Trocknen die Türen offen stehen und nutzen Sie zum Imprägnieren nur Mitteln für Kleidung.

Geruch beseitigen
Essigwasser neutralisiert Gerüche und tötet Bakterien ab. Dazu verdünnen Sie Apfelessig oder Essigessenz im Verhältnis eins zu eins. Auf vier Schälchen verteilt, stellen Sie die Mischung vor die Sitze im Auto. Sprays zur Geruchsentfernung sind dagegen nicht empfehlenswert, da sie den Geruch nur kurzzeitig beseitigen. Wer häufig Haustiere mitnimmt, sollte seine Polster mindestens einmal im Monat aussaugen.

Wie behandelt man Alcantara?

Es fühlt sich an wie Wildleder, aber Alcantara ist ein synthetischer Mikrofaserstoff. Zum Säubern eignet sich jeder beliebige Polsterreiniger. Beim Reinigen arbeiten Sie von Naht zu Naht, um Wasserränder zu vermeiden.

Alcantara hat keine Geweberichtung, deshalb reinigt man es kreisförmig. Wer aber zu lange und zu stark an einer Stelle reibt, riskiert verknotete Fasern oder andere Schäden. Nach dem Trocknen können Sie das Alcantara noch aufbürsten, um eventuell aneinanderhaftende Härchen wieder aufzurichten. Dazu eignen sich Wildlederbürsten. Sind trotzdem Faserknötchen entstanden, schneidet man sie mit einem Fusselrasierer oder einer Fusselschere ab.

Teppichreiniger ist tabu: Bei Schaumreinigern sollte man darauf achten, dass man Produkte für Polster kauft und keine für Bodenbeläge – sie könnten die Haut reizen. (Quelle: dpa/Franziska Gabbert)Teppichreiniger ist tabu: Bei Schaumreinigern sollte man darauf achten, dass man Produkte für Polster kauft und keine für Bodenbeläge – sie könnten die Haut reizen. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa)

Wie entferne ich Flecken aus dem Sitzpolster?

Erbrochenes, Milch oder Säfte tupfen Sie sofort mit feuchten Tüchern ab, um die Flüssigkeiten am Eindringen zu hindern. Sind große Mengen aufs Polster geraten, ist eine schnelle Tiefenreinigung mit einem Nass-Sauger ratsam. So verhindern Sie unangenehmen Geruch, weil sich andernfalls die Bakterien stark vermehren.

Flecken entfernen mit Rasierschaum

Unschöne Flecken auf dem Sitz sollten dank Rasierschaum ganz schnell wieder verschwinden. Dazu sprühen Sie den Schaum einfach auf die Flecken. Nach einer kurzen Einwirkzeit arbeiten Sie den Rasierschaum in die Stelle ein und wischen oder bürsten ihn anschließend wieder aus.

Für intensivere Farben wird ein Lappen einfach in Essigwasser getaucht. Damit fährt man nun über alle Stoffflächen.Der Essiggeruch verfliegt nach kurzer Zeit.

Kältespray gegen Schokolade und Kaugummi

Milde Seifen besiegen die meisten Flecken, aber nicht Schokolade und Kaugummi – hier hilft nur Kältespray weiter. Vereisen Sie die Stelle, sodass die Stücke brüchig werden. Dann lassen sie sich mit einer Bürste entfernen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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