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Mercedes ruft mehr als eine Million Fahrzeuge zurück

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Riesenrückruf bei Mercedes  

Airbags können plötzlich auslösen

17.10.2017, 08:58 Uhr | AFP

Mercedes ruft mehr als eine Million Fahrzeuge zurück. Wegen defekter Kabel an der Lenksäule ruft Mercedes auch mehrere hunderttausend Autos in Deutschland zurück. (Quelle: Carmen Jaspersen/dpa)

Wegen defekter Kabel an der Lenksäule ruft Mercedes auch mehrere hunderttausend Autos in Deutschland zurück. (Quelle: Carmen Jaspersen/dpa)

Wegen Problemen mit dem Airbag ruft Mercedes europaweit Hunderttausende Fahrzeuge zurück. Weltweit sind rund eine Million Autos betroffen.

Bei einigen Dutzend Autos war der Airbag scheinbar grundlos ausgelöst worden. Dies lag an einer Fehlerkette, die mit defekten Kabeln zusammenhing: Eine statische Aufladung durch Lenkbewegungen konnte im Fall eines Kabelbruchs nicht richtig abgeleitet werden. Als Ergebnis wurde fälschlicherweise der Airbag ausgelöst.

Welche Autos sind betroffen?

Betroffen seien Autos der Klassen A, B, C und E sowie Modelle der Typen CLA, GLA und GLC, die zwischen November 2011 und Juli 2017 in den Handel gelangten, teilte die Daimler-Tochter mit.

Das Problem werde behoben durch eine "ausreichende Erdung der Lenksäule", die Spannung werde sich also wieder richtig entladen können, sagt der Sprecher. Man habe die Behörden verschiedener Staaten in der vergangenen Woche informiert. Der Rückruf werde in den nächsten Wochen beginnen, wenn die entsprechenden Ersatzteile vorliegen.

Auf Airbag-Kontrollleuchte achten

Mercedes rief die Kunden dazu auf, den Autobauer oder einen örtlichen Händler zu kontaktieren, sollte bei ihnen die Airbag-Kontrollleuchte brennen. Zugleich sicherte das Unternehmen zu, seinerseits die betroffenen Kunden zu kontaktieren. Die Reparatur in der Werkstatt dauert demnach eine Stunde, die Kosten werden von Mercedes übernommen.

Der Rückruf stehe aber nicht im Zusammenhang mit dem japanischen Airbag-Hersteller Takata, erklärte Mercedes. Die Firma hatte jahrelang defekte Airbags an Hersteller weltweit geliefert. Im Zusammenhang mit dem Skandal mussten 100 Millionen Autos weltweit zurückgerufen werden.

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