Sie sind hier: Home > Auto > Technik & Service >

Start-Stopp: Schadet die Automatik dem Auto?

Anlasser, Batterie, Motor  

Start-Stopp: Schadet die Automatik dem Auto?

27.11.2019, 17:36 Uhr
Start-Stopp: Schadet die Automatik dem Auto?. Start-Stopp-Automatik: Indem es etwa an der roten Ampel den Motor ausschaltet, soll das System den Verbrauch senken. (Quelle: dpa/ Franziska Gabbert)

Start-Stopp-Automatik: Indem es etwa an der roten Ampel den Motor ausschaltet, soll das System den Verbrauch senken. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa)

Bei jedem kurzen Halt schaltet Start-Stopp den Motor aus, um Sprit zu sparen. Das strapaziert allerdings einige Komponenten des Autos. Bringt das System also mehr Schaden als Nutzen?

Die Start-Stopp-Automatik schaltet den Motor automatisch ab, wenn das Auto gerade nicht fährt. Sobald der Fahrer das Kupplungspedal tritt (oder bei Automatik-Autos die Bremse löst), springt der Motor sofort wieder an.

Diese Automatik ist schon seit vielen Jahren auf dem Markt. Und genauso lange fragen sich Autofahrer: Schadet sie dem Anlasser, der Batterie oder anderen Komponenten des Autos?

Für diese Sorge gibt es keinen Grund. Wenn im Auto ein Start-Stopp-System steckt, werden auch ein entsprechend starker Anlasser und eine größere Batterie verbaut. Das ist nötig, weil sie viel häufiger genutzt und dadurch stärker beansprucht werden als in Autos ohne das System.

Auch dem Motor schadet die Automatik nicht. Sie arbeitet nämlich erst dann, wenn der Motor bereits auf Betriebstemperatur ist. Dadurch wird vermieden, dass der Motor zu viele Kaltstarts machen muss. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn er kurz nach Beginn der Fahrt im Stopp-and-Go ständig an- und ausgeht. Und das tut tatsächlich keinem Motor gut.

Darüber hinaus gibt es weitere Einschränkungen. Zum Beispiel kann eine geöffnete Motorhaube (erkennt die Software durch Sensoren) den Motorstopp verhindern. Das erscheint seltsam, hat aber einen guten Grund: In der Werkstatt kann es nötig sein, dass der Motor trotz geöffneter Haube läuft.

Auch im Winter kann es dazu kommen, dass die Automatik streikt. Um hohe Belastungen oder gar Schäden zu vermeiden, stellt die Start-Stopp-Automatik bei extremer Kälte die Arbeit ein. Denn im Winter steht die Batterie ohnehin schon unter Stress. Jeder Hersteller hat eigens festgelegt, ab welcher Kälte die Automatik ihre Arbeit ruhen lässt. In der Regel liegt diese Temperaturgrenze im Bereich von plus drei bis minus fünf Grad.
 

 
Ein Fehler der Technik oder gar ein Schaden ist das nicht – im Gegenteil. Sie können weiterfahren wie gewohnt. Und wenn die Temperatur wieder steigt, wird auch die Automatik wieder funktionieren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, SP-X

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUniceftchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal