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WhatsApp sperrt offizielle Talibangruppen


WhatsApp sperrt offizielle Talibangruppen

Von t-online, jnm

18.08.2021Lesedauer: 2 Min.
imago images 130195617Vergrößern des BildesTaliban-SprecherZabihullah Mujahid: Auf einer Pressekonferenz beklagte er sich, dass Facebook die Meinungsfreiheit der Taliban einschränke. (Quelle: via www.imago-images.de)
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Mutterkonzern Facebook sperrt jetzt offizielle WhatsApp-Gruppen und -Accounts der Taliban. Das Unternehmen will dies aber nicht als politische Maßnahme verstanden wissen und beruft sich auf offizielle US-Sanktionen.

WhatsApp hat offenbar die offiziellen Hilfe-Kanäle der Taliban, sowie einige andere Kanäle der islamistischen Gruppe in Afghanistan gesperrt. Das erklärte das Unternehmen gegenüber der Financial Times.

Offenbar hatte die Taliban auf WhatsApp bereits offizielle Kanäle eingerichtet, über die sich afghanische Bürger über Gewalt und Plünderungen beschweren können. Laut Facebook suche das Unternehmen aktiv nach Gruppennamen und -beschreibungen, die auf eine Tablibanurheberschaft hindeuteten – und entferne diese dann.

Dabei habe man auch auch Hilfe von örtlichen Muttersprachlern, erklärte Facebook der Financial Times. Wer entsprechende Konten oder Gruppen kennt, kann diese aber auch selbst bei WhatsApp melden. In der Fotoshow erfahren Sie, wie das geht.

Facebooks Vorgehen sei nicht politisch

Facebook war in den vergangenen Tagen bereits unter Druck geraten, weil es scheinbar nichts gegen Accounts der Taliban unternahm. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP betonte das Unternahmen aber, dass man die derzeitigen Schritte nicht als politische Entscheidung verstehen dürfe.

Statt dessen "respektiere man die Autorität der internationalen Gemeinschaft" – also etwa die US-Sanktionen. Vielmehr richte man sich nach den eigenen Maßstäben: "Egal, wer an der Macht ist, wir werden angemessene Schritte gegen Accounts und Inhalte ergreifen, die unsere Regeln brechen."

Bereits in der vergangenen Nacht hatte sich ein Sprecher der Taliban bei einer Pressekonferenz über Facebook beschwert, berichtete das Portal The Intercept. Facebook blockiere die Taliban auf all seinen Plattformen. Damit verletze das Unternehmen das Recht auf Meinungsfreiheit der Gruppe, kritisierte er auf der Pressekonferenz.

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