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Diese Miniroboter sollen eines der größten Probleme im Orbit lösen


Diese Miniroboter sollen eines der größten Probleme im Orbit lösen

Von t-online, sha

23.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Zwei Miniroboter auf der ISS: Die Roboter simulieren eine Szenario, bei dem Weltraumschrott eingefangen wird.Vergrößern des BildesZwei Miniroboter auf der ISS: Die Roboter simulieren eine Szenario, bei dem Weltraumschrott eingefangen wird. (Quelle: NASA)
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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt experimentiert auf der ISS mit Minirobotern. Die Systeme sollen eines der größten Probleme unserer Zeit im Orbit angehen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet an der Lösung eines der größten Probleme im nahen Orbit: Wie lässt sich Weltraumschrott entfernen? Dabei experimentieren die Wissenschaftler auf der Internationalen Raumstation ISS mit zwei Minirobotern, die Teile im All einfangen und mitnehmen können sollen.

"Die beiden Roboter auf der ISS simulieren ein orbitales Szenario", sagt Roberto Lampariello vom DLR-Institut für Robotik und Mechatronik. Die Aufgabe sei, dass ein Roboter den anderen einfangen und mitnehmen müsse. So soll das Sammeln von Weltraumschrott erprobt werden. Die beiden Roboter arbeiten völlig autonom.

Eine KI hilft dem Roboter

Die Herausforderung: Der Roboter müsse die Flugbahn des anderen Systems in Schwerelosigkeit berechnen, sich in die richtige Position bringen und einen Zusammenstoß vermeiden. Eine Künstliche Intelligenz (KI) helfe dem würfelförmigen Roboter dabei, die Situation einzuschätzen.

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Die Erkenntnisse sind laut DLR wegweisend für die weitere Entwicklung von Robotern, die Teile im All einfangen. Die Software für die Bahnberechnung des Systems sei am DLR-Institut für Robotik und Mechatronik im bayerischen Oberpfaffenhofen entwickelt und auf der ISS erfolgreich getestet worden. Dabei habe man mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) zusammengearbeitet.

900.000 Schrott-Teile befinden sich im Orbit

Rund um die Erde sammele sich Schrott, der unkontrolliert um die Erde kreise. Die Teile seien eine große Gefahr, da sie das sogenannte Kessler-Syndrom auslösen könnten. Beim Kessler-Syndrom treffen Trümmerteile aufeinander und erzeugen dadurch ein immer größeres Trümmerfeld. Es kommt zu einer Kettenreaktion, durch die intakte Systeme wie die ISS beschädigt werden können. Laut DLR befinden sich mehr als 900.000 Weltraumschrott-Objekte in der niedrigen Erdumlaufbahn.

Deren Entfernung beschäftigt das DLR schon länger. Mit der Roboterlösung seien jetzt weiteren Möglichkeiten hinzugekommen, Weltraumschrott unschädlich zu machen. Möglich sei zum Beispiel, "Trümmerobjekte einzufangen und in der Erdatmosphäre verglühen zu lassen".

Auch eine Reparatur defekter Anlagen im All wie Satelliten werde in Betracht gezogen. In beiden Fällen müsse zunächst eine Annäherung an ein Trümmerteil oder einen defekten Satelliten gelingen. Dabei könnten die Miniroboter helfen.

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