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iPhone-Funktionen angekündigt: Live-Untertitel für alle Inhalte


Neue Bedienungshilfen
Apple führt Live-Untertitel für alle gesprochenen Inhalte ein

Von t-online, jnm

Aktualisiert am 18.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Die automatische Türerkennung auf dem iPhone (links): Mit diesen und ähnlichen Funktionen will Apple Menschen mit Behinderung im Alltag unterstützen.Vergrößern des BildesDie automatische Türerkennung auf dem iPhone (links): Mit diesen und ähnlichen Funktionen will Apple Menschen mit Behinderung im Alltag unterstützen. (Quelle: Apple)
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Apple erweitert das Angebot von Bedienungshilfen für seine Geräte. Automatische Untertitel, eine Navigation für blinde Menschen mit Türerkennung und ähnliche Funktionen sollen die Geräte für Menschen mit Behinderung noch nützlicher machen.

Apple bietet bereits seit Jahren ein umfangreiches Paket an Bedienungshilfen für seine Geräte an: Die Funktion Voice Over etwa ermöglicht blinden Menschen die Bedienung des Touchscreens auf iPhone oder iPad, eine integrierte Geräuscherkennung meldet Menschen mit Höreinschränkungen per Displayanzeige automatisch, wenn bestimmte Geräusche erkannt werden – etwa ein Alarm, die Türklingel, laufendes Wasser oder ein weinendes Baby. Die Liste der gebotenen Bedienungshilfen ist sehr lang.

Jetzt hat Apple einige neue Funktionen vorgestellt, die die Bedienung der Geräte erleichtern oder iPhone und iPad zum aktiven Hilfsmittel machen sollen. Einige der Funktionen können überdies auch für einen großen Teil der restlichen Nutzer hilfreich sein. Die spannendsten Neuerungen im Überblick

Türerkennung für blinde und sehbehinderte Menschen

Neu ist etwa die Türerkennung. Hier richten Nutzer die iPhone-Kamera auf ihre Umgebung. Das Handy erkennt automatisch Türen, liest per Sprachausgabe vor, was auf oder neben der Tür steht, sagt ob die Tür offen oder geschlossen ist und ob ein Türknauf, eine Klinke oder ein Griff zum Drücken vorhanden sind. Außerdem soll die Funktion den Nutzer auch präzise zur Tür navigieren können.

Die Türerkennung wird bereits vorhandene Funktionen ergänzen, wie Personenerkennung oder Bildbeschreibung. Ist die Screen-Reader-Funktion Voice Over aktiviert, bietet Apple Karten etwa auch akustisches und haptisches Feedback um den Startpunkt für eine Navigation zu finden.

Einfachere Bedienung bei Bewegungseinschränkungen

Die Funktion Assistive Touch erlaubt es schon länger, bestimmte Bedienungsgesten – etwa das Aufrufen des Kontrollzentrums, das Wechseln von Apps oder auch das Einstellen der Lautstärke, über einen besonderen Touch-Knopf zu steuern, der beliebig auf dem Bildschirm platziert werden kann. Auch Mehrfingergesten, die für manche Menschen nicht oder nur schwer umzusetzen sind, lassen sich so mit nur einem Finger meistern.

Als Erweiterung bietet Apple für Träger einer Apple-Watch auch einfache Handgesten, über die bestimmte Funktionen gesteuert werden können. Durch das zweimalige Zusammendrücken der Finger oder das Ballen einer Faust kann dann ein Anruf angenommen oder beendet, ein Foto aufgenommen oder das Abspielen eines Inhalts gestartet werden.

Die Apple Watch selbst ließ sich bislang aber nicht vereinfacht steuern. Bald kann die Uhr aber komplett auf das iPhone gespiegelt werden und dort dann per Sprach- oder Schaltersteuerung oder via Headtracking bedient werden.

Live Untertitel für alle Inhalte

Für gehörlose oder schwerhörige Menschen ist die Nutzung vieler typischer Smartphone- und Desktopanwendungen unmöglich oder nur sehr schwer umsetzbar, da dort Informationen per gesprochener Sprache übermittelt werden. Noch im Laufe dieses Jahres will Apple deshalb App-übergreifend automatische Live Untertitel für iPhone, iPad und Mac einführen.

Ein Telefonat wird dann automatisch untertitelt, ein Facetime-Anruf ebenso. Bei einem Gruppen-Anruf auf Facetime sollen die Untertitel automatisch dem jeweiligen Sprecher zugeordnet werden. Das klappt genauso auch für Social Media Inhalte oder auch ein Gespräch, das man mit einer Person am selben Tisch im Café führt. Wer Live Untertitel auf dem Mac bei einem Anruf verwendet, kann seine Antworten direkt eintippen, sie werden dann für den Gesprächsteilnehmer vom Mac laut vorgelesen.

Darüber hinaus hat Apple noch einige kleinere Anpassungen angekündigt:

  • Die Geräuscherkennung erlaubt künftig auch individualisierte Geräusche zu hinterlegen. Etwa eine ungewöhnlich klingende Türklingel, die von Apples Automatik nicht als solche erkannt wird – oder das Geräusch eines besonderen Geräts.
  • Die Funktion Buddy Controller bietet Unterstützung bei Videospielen. Dabei werden die Eingaben von zwei Controllern zu einem zusammengeführt. So kann ein zweiter Teilnehmer etwa die Bedienung von Tasten übernehmen, die der Spieler selbst nicht erreichen kann.
  • Siri Antwortzeit: Ist eine Antwort auf eine Siri-Frage aus verschiedenen Gründen erst mit größerer Verzögerung zu erwarten, dann lässt sich dies künftig festlegen. So bricht die Spracheingabe nicht vorzeitig ab, sondern wartet länger auf eine Antwort des Nutzers.

Die neuen Funktionen stehen aktuell noch nicht zur Verfügung, werden im Laufe des Jahres aber nach und nach durch Updates für alle Plattformen zur Verfügung gestellt verspricht Apple.

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