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Nasa bestätigt: ISS-Schrott schlug in Wohnhaus ein


Nasa bestätigt
ISS-Schrott schlug in Wohnhaus ein

Von dpa, sha

Aktualisiert am 16.04.2024Lesedauer: 2 Min.
ISS-SchrottVergrößern des BildesEin geborgenes Stück Weltraumschrott, das von der Internationalen Raumstation kam. (Quelle: Nasa/dpa/dpa-bilder)
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Vor einigen Wochen verglühte ein Batteriepaket der Raumstation ISS – allerdings nicht vollständig. Jetzt hat sich bestätigt, dass ein Teil in ein Haus einschlug.

Der bevorstehende Absturz hatte im März einiges Aufsehen erregt, nun steht fest: Ein Teil eines ausrangierten Batteriepakets der Raumstation ISS hat ein Gebäude in den USA getroffen. Betroffen sei ein Haus in Naples im Bundesstaat Florida, teilte die Nasa mit. Damit bestätigte die US-Raumfahrtbehörde den Verdacht des Hausbesitzers, der über den Einschlag bei sich im März berichtet hatte.

Das Batteriepaket war Anfang März über Mittelamerika weitgehend verglüht, kleinere Trümmerteile stürzten in einem Korridor zwischen Guatemala und Florida ins Meer. Zuvor hatte die Palette in 139 Kilometer Höhe noch Deutschland überflogen, wie das Weltraumlagezentrum der Bundeswehr mitgeteilt hatte.

Hausbesitzer: "Traf fast meinen Sohn"

Der Mann in Naples hatte einen Astronomen auf der Online-Plattform X kontaktiert, welcher über den Eintritt der ISS-Trümmer in die Atmosphäre gepostet hatte. Offenbar sei eines der Teile in seinem Haus gelandet, schrieb Alejandro Otero auf X.

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Dazu postete er Bilder eines Metallstücks – und von Löchern in Dach und Zimmerdecke. "Durchbrach mein Dach und ging durch 2 Stockwerke. Traf fast meinen Sohn", schrieb er und bat den Wissenschaftler um einen Kontakt zur Nasa.

Die Raumfahrtexperten sammelten das Stück der Nasa zufolge ein und unterzogen es einer Analyse im Kennedy Space Center in Florida. Dort bestätigte sich die Herkunft. Es handle sich um ein rund 725 Gramm schweres und rund 10 Zentimeter großes Teil aus der Metalllegierung Inconel.

Weltraumschrott tritt ständig in die Atmosphäre ein

Die Palette mit den ausgedienten Batterien der ISS hatte bei ihrem Wiedereintritt auch Deutschland überflogen. Mehrere Organisationen, darunter das für Raumfahrt zuständige Bundeswirtschaftsministerium und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), hatten über das Batteriepaket informiert – und von einem geringen Risiko für Deutschland gesprochen.

Wie die Esa mitteilt, sei von herabstürzendem Weltraumschrott noch niemand getötet worden. Das Risiko, von einem solchen Teil verletzt zu werden, betrage weniger als 1 zu 100 Milliarden. Weil der Großteil der Erde von Ozeanen bedeckt sei, landeten die meisten Objekte aus dem All auch im Wasser, teilt das DLR auf seiner Seite mit.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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