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WhatsApp: Lidl-Gutschein ist eine Falle - auch Abzocke mit Rewe


Gutschein von Lidl oder Rewe ist eine Falle

Von t-online
Aktualisiert am 10.01.2017Lesedauer: 2 Min.
Der WhatsApp Nachrichtendienst wird für eine Gutschein-Masche missbraucht.Vergrößern des BildesDer WhatsApp Nachrichtendienst wird für eine Gutschein-Masche missbraucht. (Quelle: imago/Sven Simon)
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Über WhatsApp machen derzeit Kettenbriefe die Runde, die ihre Opfer mit einem Gutschein locken: Zum angeblichen Jahrestag werden darin hohe Summen von 100 oder 250 Euro versprochen. Als vermeintliche Absender treten bekannte Unternehmen wie Lidl und Rewe auf. Dahinter steckt wie so häufig eine Abzock-Masche.

Die Nachricht wird via WhatsApp versendet, die wiederum von einem gutgläubigen Freund aus der Kontaktliste stammt. Die Nachrichten haben immer den selben Wortlaut: "Sie feiern ihren Jahrestag. Ich glaube, es ist ein beschränktes Angebot", berichtet das Portal "mimikama.at". Neben einem dreistelligen Betrag ist eine Webadresse zu sehen. Als Köder dienen dabei ein Lidl-Gutschein in Höhe von 250 Euro oder ein Rewe-Gutschein in Höhe von 100 Euro. Die Masche ist dabei nicht neu: Bereits im August berichteten wir über vermeintliche Gutschein-Angebote, die per WhatsApp verschickt wurden. Erst vor wenigen Tagen irritierte zudem ein WhatsApp-Kettenbrief zahlreiche Nutzer, in dem vor einem WhatsApp-Kontakt namens "Ute Lehr" gewarnt wurde und den man nicht annehmen solle.

Falscher Gutschein soll verbreitet werden

Stutzig sollten WhatsApp-Nutzer bei der Gutschein-Nachricht nicht nur wegen der seltsamen Internetadresse werden. Mit ein bisschen Recherche via Google lässt sich leicht herausfinden, ob das angeführte Unternehmen – wie in dem Fall Lidl oder Rewe – tatsächlich ein Jubiläum feiert.

Wer dennoch dem Link folgt, landet auf einer Internetseite, die ihm zum Gutschein gratuliert. Allerdings müssen noch drei Fragen beantwortet werden, um den Gewinn zu erhalten. Ist das erledigt, muss der "Gewinner" den Link zur Umfrage zusätzlich an eine Auswahl seiner WhatsApp-Kontakte senden. So schaffen es die dubiosen Anbieter, dass sich diese Nachricht weiter verbreitet.

Betrüger sind meist Datensammler

Wer hinter diesen Seiten steckt, ist unklar – oft ändern sich die Zielseiten innerhalb kurzer Zeit. Im besten Fall dürfte es sich wie so häufig um einen Datensammler handeln, der zusätzlich mit Werbeeinblendungen Kasse macht.

Die erbeuteten Daten können an Datenhändler verkauft werden, Namen und E-Mail-Adressen lassen sich für Spammails oder weitere betrügerische Aktionen missbrauchen. Das muss nicht alles sein: Da die Zielseiten im Laufe der Zeit ausgetauscht werden, ist es auch durchaus möglich, bei einem unseriösen Abo-Anbieter zu landen.

Sollten Sie auf ein dubioses Angebot reingefallen sein, erfahren Sie in unserem Abo-Fallen-Ratgeber, erfahren Sie in unserem Abo-Fallen-Ratgeber, wie Sie sich gegen ein unberechtigtes Abo wehren.

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