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Google Maps ausgetrickst: Berliner Künstler verursacht Fake-Stau mit Smartphones


Google Maps ausgetrickst
Künstler verursacht falschen Stau mit 99 Smartphones

Von t-online, avr

Aktualisiert am 04.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Ein Smartphone mit Google Maps: Die roten Straßen zeigen einen möglichen Stau an.Vergrößern des BildesEin Smartphone mit Google Maps: Die roten Straßen zeigen einen möglichen Stau an. (Quelle: ZUMA Press/imago-images-bilder)
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Mit Google Maps erhalten Nutzer ein Navi, das auch auf Echtzeitdaten der User zugreift. So kann das Programm über aktuelle Staus informieren. Ein Berliner Künstler hat das genutzt, um das System auszutricksen.

Wer Google Maps nutzt, erhält nicht nur Informationen über seine aktuelle Route. Das Kartensystem informiert Nutzer auch über Staus. Dazu wertet Google Maps Daten von Android-Usern aus: Wenn das System mehrere GPS-Signale in einem Bereich entdeckt, nimmt es an, dass sich hier ein Stau auf der Straße gebildet hat. Auf der Google-Maps-Karte färbt das Programm die Straße rot und berechnet für Nutzer eine andere Route.

Der Berliner Künstler Simon Weckert hat dieses Feature nun ausgenutzt, um einen virtuellen Stau zu verursachen. Dazu ließ er 99 gebrauchte Smartphones mit aktiviertem Google Maps auf einem Handkarren hinterherziehen. In einem Video zeigt Eckert, wie Google Maps auf der Straße einen Stau anzeigt – obwohl der Weg frei von Autos ist.

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Google kann den Alltag beeinflussen

Auf seiner Seite hat Weckert einen Text zur Aktion gepostet. Dort steht unter anderem, dass Google Maps "virtuelle Veränderungen an der Stadt in der echten Welt verursacht." So wären kartenbasierte Dienste wie Airbnb, Uber oder Carsharing ohne Programme wie Google Maps "undenkbar". Der Text fragt darum, inwieweit Kartendienste das "Verhalten, Meinungen und Bilder von Lebewesen bestimmten."

Tatsächlich besitzt Google Maps viele Funktionen, die die Meinung seiner Nutzer beeinflussen können. So können Nutzer Restaurants oder Sehenswürdigkeiten einer Stadt bewerten. Schlechte Bewertungen können sich dabei auf Besucherzahlen auswirken.

Auch kann das System Öffnungszeiten, Stoßzeiten oder mögliche Wartezeiten anzeigen. Der Wirt des Bräustüberl am Tegernsee ging im Juli 2019 darum gegen Google vor. Seiner Meinung nach zeigte Google Wartezeiten zu seiner Gaststube als zu hoch an. Als Reaktion sperrte Google die Funktion für das Bräustüberl.

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