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Chinesischer Konzern DJI stoppt Verkauf in Russland

Von t-online, jnm

Aktualisiert am 27.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine Mavic Air 2 von DJI im Flug.
Eine Mavic Air 2 von DJI im Flug: Der chinesische Drohnen-Hersteller stoppt den Verkauf in Russland und Ukraine um militÀrische Nutzung zu verhindern. (Quelle: Alexander Prautzsch/dpa)
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Der Drohnen-Gigant DJI zieht sich als erstes chinesisches Unternehmen aus Russland zurĂŒck – aus der Ukraine jedoch ebenfalls. Man wolle so die militĂ€rische Nutzung seiner Produkte verhindern, heißt es.

Drohnen spielen im Ukraine-Krieg eine nicht unwesentliche Rolle. Das bezieht sich jedoch bei weitem nicht nur auf militĂ€risches GerĂ€t mit StĂŒckpreisen von Hunderttausenden oder Millionen von US-Dollar. Auch typische Verbraucherdrohnen, die nur wenige Hundert Dollar kosten, finden im Krieg zunehmend Verwendung – etwa zum Auskundschaften von feindlichen Stellungen.

Bei diesen Verbraucherdrohen handelt es sich zumeist um Modelle des Herstellers DJI. Der chinesische Konzern hatte laut dem Analyse-Unternehmen Asia Perspective im MÀrz 2021 einen Marktanteil von 76 Prozent und dominiert das GeschÀft.

Jetzt hat ein DJI-Sprecher gegenĂŒber der Nachrichtenagentur Reuters mitgeteilt, dass man das GeschĂ€ft sowohl in Russland als auch in der Ukraine zeitweise aussetzen werde. Dies sei "kein Statement zu irgendeinem Land, aber ein Statement zu unseren Prinzipien", sagte der Sprecher. "DJI verabscheut jegliche Nutzung unserer Drohnen, um Schaden zu verursachen", fĂŒhrte der Sprecher weiter aus.

Der Schritt ist bemerkenswert

Der Schritt des Unternehmens ist bemerkenswert, da chinesische Unternehmen sich bislang nicht aus Russland zurĂŒckgezogen haben und damit der Linie der chinesischen FĂŒhrung folgen, Russland wegen des Krieges nicht zu kritisieren.

Schon in den vergangenen Wochen hatte DJI Aufmerksamkeit wegen der Nutzung seiner Drohnen im Ukraine-Krieg erfahren: So wurden von ukrainischer Seite VorwĂŒrfe laut, dass das chinesische Unternehmen Positionsdaten seiner Drohnen illegal an Russland weitergebe – was DJI entschieden von sich wies.

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Außerdem bestĂ€tigte ein Sprecher des Unternehmens, dass es Videomaterial im Netz gebe, das eine russische Nutzung der DJI-Drohnen nahelege. Man habe dies aber nicht bestĂ€tigen können – und habe ĂŒberdies ohnehin keinen Einfluss auf die Nutzung der eigenen Produkte.

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Das Aussetzen der GeschĂ€ftstĂ€tigkeit in Russland und Ukraine dĂŒrfte allerdings vornehmlich fĂŒr das russische GeschĂ€ft relevant sein – Drohnenlieferungen aus China dĂŒrften die Ukraine derzeit ohnehin kaum erreichen.

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